Ich mag Gin. Also Gin Tonic ist wohl ehnder richtig. Und die ganzen Derivate von, Gin n` Ginger – Ale und Beer, Bitterlemon und Grapefruit. Gin im Cocktail, in Longdrinks, geschüttelt wie gerührt – mira – daich, scho guet…
…. und scheinbar bin ich nicht der einzige – früher, im Süper Marche da gabs so ein bis zwei Gin zu kaufen – man begnügte sich mit dem Klassiker – gelbe Ettikette mit roter Schrift, – gar kein schlechter Gin, später kam noch das Zeugs in der hellblauen Flasche und damit war dann schon Schicht im Schacht.
Heute? nun, heute gibts alles. Jeder und Jede macht Gin, seis ge-crafted oder indüstriell… von pink bis dunkel, lieblich bis gesucht, mit und ohne… und warum auch nicht, Auswahl ist gut, und Konkurrenz belebt das Geschäft. Einige wissen nicht was für Preise sie heuschen wollen, aber da muss man halt sagen – danke – aber nein danke, nid mau vilich – ausser man hat was für linksdrehende Jungfrauen übrig, die bei Vollmond Botanicals sammeln , und angersch Marketing Gedöns…
Ist die Herstellung von Gin vergleichsweise einfach – halt die Kräuterei zusammen tragen, kreieren und probieren und dann los von Rom. Muss das Getränk nicht noch Jahre lang im Holzfass zu sich selber finden, sondern kann doch innert absehbarer Frist genossen werden. So kommt der Gin – und geht wieder. Der Geschmack ändert sich, es wird gerne probiert, ergibt sich Gelegenheit. Manches bleibt es bitzeli hängen, wird dann doch mal vom neuen verdrängt.
Persönlich bin ich momentan bei einem Gin von der Insel. Also von einer Insel vor der Insel und genau zu sein. Dieser von einem Chefteleboy aus der Whiskeybranche kreiert, ist wie zu erwarten, edel, klassisch und sehr gut. Dann noch ein ein Japanisches Produkt, unaufdringlich, vielseitig und hochauflösend. Zu guter letzt noch einer aus London. Einfach, oder sagen wir einfach gut und anfangs noch preiswert.
Ja, aber denkt sich vielleicht der einte oder andere – Gin soll man pur trinken. Kann man und hat man schon immer getan – mit gemischten Resultaten. Ich nicht, nicht meins – zum Gin gehört das Tonic wie das Bäuerchen nach dem Stillen.
Und hier sind wir nun doch öppen im Kern vom berühmten Pudel angelangt. Gibt es ja nicht nur den Gin sondern auch die passenden Wässerli für drin innen. Und da hat man nun in letzter Zeit dann doch sehr fürschi gemacht – manchmal will mich dünken eher mit fescher Verpackung als mit effektivem inhalt – aber item und egal.
Hmmm, sinniert der Autor – wie das wohl ist? Dieses Wässerli mit jenem Gin – das will probiert sein, ein Gin Tönicli in ehren, quasi…
Wo dies hinführen könnte, wird dem aufmerksamen Leser aufgegenagen sein – aber nein – ich will mir nicht die Kannte geben, wegschmeissen ins Koma trinken, nö.
ist mir schon klar, ein nachvollziehbares, widerhol-messbares Ergebnis ist wohl eher science fiction…. Aber what ever – go for it.
Haben wir also probiert – ich meine, war ja Winter mit Dunkel und überhaupt – shit the dog on top… Mein Leben – meine Leber… Ergebnisse, sofern man Dies als solche benennen mag waren eigentlich wie zu erwarten, mit doch einigen Highlights…
Ists eigentlich wie im richtigen Leben: Geht jedes mit jedem, und wenns nur von dem hat – besser als gar nix. Von den braunen rundeckigen ist alles gut -Tonic, Beer und Ale – nicht zu süss, der Japaner dankts. Den mit dem Toggel – am besten nach London schütten. Insel vor der Insel – der mag was verleiden, kriegt nicht schnell Fieber.
Und das Fazit – nunja – Gin Trinken bringts, hat spass gemacht die Versuchsreihe. Aber am besten ist halt immer noch mit einem Hüfeli auserwählter Kumpels und Kumpelinnen, kann man noch dazu grad das Getrunkene beögeren und betratschen.
in diesem Sinne – bis bald und Prost!
PS: Der versierte Gin Geniesser weiss von was ich rede – die anderen sollen probieren, kommen dann schon drauf…
FE Marz 22
Essen und Trinken
Vom Reisen 2.2
Alors. Le crise cest pas la meme chose wi le cerise – meint der Filousof nach dem fünften Perroquet… Nun ja die Demenz ist einfach nur Scheisse. Inwiefern selbige bei mir stattfindet sollen andere beurteilen – aber bei Mutti halt – wars so.
Wär ich nicht retour gegangen und es wär aus gewesen – hätte wohl nie mehr geschlafen – der andere Weg ummen – einmal ists aus – darauf warten und nie mehr weg kanns auch nicht sein.
Item. Sass ich im Wöhnigli und dachte – Bin ich froh Mutti gesehen zu haben – es kommt wie es muss… aber wasn jetzt? Internet angeworfen und Genf – Nizza im Flügerli für n Appel und ein Ei? Näme mer. Die Kumpels doch recht Erfreut über mein Vorhaben, war ja alles gebucht, Gepäck noch dort… Alors Messieurs – l avion landet de denn u denn … Tip top, meinten Sie, Ich dürfe gerne die Aufwartung in Monaco, im Cafe de Paris am Ecktischli machen – nid pressierä – eifach cho, si würdi de scho warte…
Eine unpassendere Ankunft im Fürstentum hats und wirds wohl nie mehr geben – Nein, nicht per Limousine. Auch keine Yacht – nicht mal ein Riva-boot. Nicht elegant mit dem Fallschirm oder dem Helikopter hinein ge-swoopt – nö – ein Linienbus, ein stinkiger wars. Jawoll – das gibts tatsächli…
Nun Ja. Viele sind dort nicht ausgestiegen – ich schon. Am Botanischen Garten vorbei getschumpelt, aah Monsieur lö Policier – bonjour – i am cherchering le cafe de Paris – pas pour le Schteek, le Restaurant…sivuplee? Und – der Salutiert doch tatsächlich – das erste und einzige mal werde ich be-salutiert von eine flic – incroyable, mais cest vrai … erklärt jener hilfsbereit aber so schnell – no chance… komme ich also trotzalldem an und welche Freude – am Ecktischli sitzen doch tatsächli die Kumpels.
Halli – hallo – u bienvenüü retour!
Monaco. Mir wird erklärt wis louft:
Auso Buebli – eifach besteuä, nid übr t Prisä studierä – das isch dr Iitritt. U du eifach fürä Luegä – tShow loufi – aber i heig nüt verpasst – sig wi ändlos…
Eine concise, schnelle und funktionale Spielanleitung, wie selten im Leben …
Auso, mau chli Gedued u luegä… ischt aber nicht nötig – kaum das erste Getränk in den Fingern – hey lueget mau, das Teil…
die Kumpels nur so: daich… was meinsch de wo mir sy? Und recht hatten sie – ist die Beiz halt Ecke Place de la hesch nid gseh – Links dervo zGrand Casino, gägenüber e grobe Hoteu-Bunker. Vieles driveret da halt vorbei, und bei der Dichte von Gutbetuchten – e was äch – riichä Seck – fahrt haut öppe zeint oder anger spezieuä Wägeli dürä. Gwüssi gseht me immer wider – ob das Parkieren so teuer ist, das dem Chauffeur aufgetragen wird, Rundeli zu drehen, bis der Hund Frisiert oder irgend ein anderes rich-people-past-time erledigt ist – oder ob im Fürstentum die Französische Art des Parkierens en vogue ischt: ping, pang pung – knirk schepper – dinnä? Da ist es wohl echt ökonomischer zSchoförli Runden drehen zu lassen…
Nun ja – Monaco… der Einte oder Andere könnte nun meinem – ihr seid ja nur eifersüchtig, ihr Habenichtse … tütterli – wer würde nicht gern etwas mehr Kohle zur Verfügung haben, keine existenziellen Sorgen mehr? Halt mit dem Risiko sich Sorgen einreden zu lassen, die man ohne der menge an Knete gar nie gehabt hätte haben können – lacht man sich Freunde dererart an, dass die Kontostände passen – aber hat man mit Denen überhaupt noch was zu lachen? Und, wo hört die Dienstleistung auf – fängt das echte Leben an?
Auso in dem Sinn – nö – ich glaube offen und ehrli sagen zu dürfen: Gönnen wir denen ihr … was ists nun denn? Wohl eine Mischung aus Ballenberg für Reiche, geschützte Werkstatt gated … nun comunity darf man würkli nicht sagen – eher collection… of tax evaders…
Haben wir uns doch sehr amüsiert, und sind nach einem Tag gerne in unsere kleine und ärmere aber doch so reiche Welt retour.
Nun ja. Die Rechnung vom Kaffeechränzli war erwartungs gemäss garstig – den Vogel habe ich mit einem Melonensaft abgeschossen. Habe gar nicht gewusst, das es frisch ge … wie macht man das wohl? Auso, frisch gesaftete Melone gibt… Es war auso wunderfein, und hatten wir eine Messlatte für den Rest der Ferien. Alle Kosten wurden im Verhältnis zum Melonensaft gestellt – und waren dadurch keinem Cent günstiger, aber irgetwiä nicht mehr so schlimm.
Zu erwähnen ist vielleicht noch die Polizistendichte… haben eine Uniform wie die schlacht von Waterloo, Und salutieren würkli (fast) jeden. Ihre Wahrnehmung, eventuell etwas selektiv… ein P1, brandneu, noch mit der Folie, kann problemlos ohne Kontrollschild quer durchs Fürstentum queren. Ein Asiatischer Welterbummler per Velo unterwegs der sich kurzfristig aufs Trottoir verirrt – Potz hat der eine Wolke kassiert… naja – wenn zwei das gleiche … ists nicht dasselbe…
Und hier nur kurz und nebenbei: Bin ich grundsätzlich den Cyclischten eher kritisch eingestellt – was man dann in weiteren Installationen auf diesem Sender bestätigt bekommen kann…
Item. Die Ferien auso – halt wie Ferien so sind – hat le soleille brilliert wie in Südfrankreich erwartet wird, aber tschakkka-di-bumm und schon vorbi. Bevor wir aber richtung Hervé und Schwedenmobil retour sind, gilt es folgende hoch-lichter hervor zu heben:
Nizza. Speziell. Mischung aus Altstadtcharme, mondänes Touri-ripp-off und Grossatdfunktionalität a la France… Die Promenade des Anglais sieht wirklich so aus wie im Asterix… wenn ein spontanes Gewitter aufzieht hat Sogar der Chef-Wixer am Strand zeit ein Pastis zu servieren – sind wir halt die einzigen Gäste…
Dann Neptuns Rache am Place de la Kamerad Schwungrad – auso – die Meerfrüchte waren sensationell – aber das Tram wo vor dem Platz sein Strombügel artig einfährt, flockig über den Platz gondelt, und selbiges steifräch änefür wider an die Leitung hält… pervetierter Heimatschutz für die einten… waren wir aber fei fasziniert…
Und Kulinarisch? Nun, schlecht gegessen haben wir nie… sogar sensationell … aber wir sind noch einmal runtergefahren, und dertederfüren will ich auch noch was zum prichten haben…
… Also kommen wir bei Hervé an. Kumpelchen, das arme Wesen dann alleine auf dem Töff… hatte er sich so ein Italienischer Superbüffel zu gelegt… Die Mechs natürli allesammt rausgestürmt und oh… incroyable, cest un reve… mais non.. hou-lala … und so in dem Sinn noch viel mehr. Für Kumpel war dies wohl gad das Beste was sein konnte – hatter er sich noch relativ frisch aus einer toxischen Zweierkiste heraus katapultiert gefunden, mit Verve und frischen Mut sich vom Pantoffelhelden wieder richtung Mann zu entwickeln begonnen – und so ein wenig Mittelpunkt und Lob – tip top…
Ich und der andere Kumpel halt beim Hervé im Büro… Ja, u de, les vaccances? Mouou, daich, süper bien, all around… und de tRalley mit em Bugatti? Tres fort, tres fort, mais beaucoup de travaille pour moi… Weder die Rauchgewohnheiten, noch die Laune der Sekredüse hatten sich seither gebessert, und nach einigem Smalltalk und gäbig Floskeln meinte Hervé ändli…
Aaah aber deswegen seid ihr wohl nicht hier, alors – und nimmt er so ein leicht misslungenes Dreizack-gebilde aus Heizungsrohrgmuffen raus. Mir ist wohl die Schnörrä gad offen geblieben – das sei nur der Prototyp, meinte er – nun ja das Verbaute sehe nicht viel bräver aus, aber würde ganz sicher verheben – ob wirs grad zahlen würden?
Natürellemänt daich… Blondie war ganz baff – zahlen doch Kunden einfach, ohne Diskussion und Lästerei – gabs ein Lächeln – wohl aus der Zeit vor den Entäuschungen und dem argen Leben…
Und schon viel zu schnell war man wieder im Alltag – die Ferien eine gerne aufgewärmte Erinnerung… Hat aber Kumpelchen Herves „Fred-Feuerstein-Schnüffelstück“ als Glücksbringer im Outöli derbi…
Ta. Hat das Wägeli eine akute Franzosen- Alpen Allergie – aber davon mehr next time auf diesem Kanal…
FE April 23
Vom Reisen 2.1
Jawoll – es isch witergange. Musste halt de fei nachegschüttet si und hat Kumpelchen natürellemänt nicht mehr ganz so angegast. Sind wir dann halt angekommen – second stopp – das Hotel nondesscript, aber ganz ok. Da ging die Telefoniererei los. Aaah oui. quelle voiture… non, non non, jai connais pas… Ja und zu guter letzt haben wir dann le Meccanicien du Village aufgesucht so last chance mässig… Und dort ist dann fei Hoffnung aufgekeimt – meinte dann der Chef, aaah bonjour Messieurs oui, oui, un voiture de Suede – tres interessant… alors, jai pas le parts ici pour ca, mais un coup d oeil, et je telefoner…
Immerhin, einer der nicht glattweg in die Schnappatmung verfällt, wenns nicht RenaultCitroenPeugeot ist.
Und nun zum Schwedenmobil himself. Also wenn es läuft ist das Teil ja wirklich toll – einwenig frontlastig villeicht, aber wenn das Turböli drüllet, gehts doch fei beschwingt vorwärts. Aber eben – machen die gleichen Schweden noch Düsenjegerli … üüüh dir – hoffe ich eifacht, dass die dann nicht so weils chli uffen und appen geht, grad inkontinent werden und dem Piloten Im Display ein „game over“ zeigen… und meinen: you can now de-barque -ing with de Fauschirmli or direktli take de harp…
Und nun zum Kumpelchen. Oh je. der hat mir grad leid getan – kam der einwenig ins flattern… ist voll nach zu vollziehen – habe ich auch zu meinen Maschinchen ein ehnder inniges Verhältnis – und wenn mal was nicht funzt – ich nehms persönlich, sehr. Hat der Herr aber einen relativ straffen Schlachtplan entwickelt – klar, ist der Typ im Nebenamt auch König – das aber eine Geschichte für ein anderes mal…
Und dann zur Dorfgarage. Ein wundersamer Ort, das Büro so sixties, mit Holzmöbeln und drehstühlen und abgetakelter Sekredüse blond, uberschminkt mit Muggigring und permanent am rauchen… Rolodex, Schreibmaschine und Karteisystem äänklüsiv… hätte man meinen können, Hackfresse Ventura und der junge Delon würden dann grad durch die Milchglastüre reinplatzen und eine wilde Schiesserei anzetteln. Das Gebäude, so naja, leicht verkommen, aber die Werkzeuge und die Einrichtung recht up to date. Drausen standen ein fetter Jaguar, ein Venturi – an den Wänden Pokale und Bilder – ein Bugatti – ja genau dä – dä wot wosch – grosses Stürrrad u au Heble dusse… Hatten alle Mechs ölig Finger, und haben 4/5tel stets geschraubt, der Resten gegkukkt und kommentiert – wir sind in Frankreich n est pas?…
Und dann der Hervé. Das ist der Chef. Auch ölig Finger, der obligate Pornobalken und einer vom alten Schrot und Korn… naja emel so in der art… Meinte er jaja, der Venturi – ein fesches Wägeli – klar, ist ja von Frankreich – aber scheisse zum flicken… der Jaguar – das sei eigentli seiner – er käme nur nie dazu den zu machen… und der Bugatti – ja der sei grade mit dem Garagenbesitzer auf der Rallye – er müsse ihn halben vorbereiten…
Ja – der Schwede also – am Nami hätte er dann Zeit, würde er hurti luegä. Und tatsächli hats bald darauf gebimmelt, jawoll – „Schnüffelstück“ kabutti … in ganz Frankreich kein so Teil… no blöd… Kumpelchen hatte mittlerweile seine persöndliche Schweden-Eumel- Hotline beeumelt – und Diese meinte – tja – hätte es gäbig von den Teilen in CH – aber derten druffen sei ein Rückruf – drum seis äuä kabutti gange…
Aber eben, Kumpelchen und sein Schlachtpaln… Etwa aufgeben, beschämt nach hause tuckerlen? Nid mau vilich, je suis Suisse et super bien assuree im fau, putain de la mer – u usserdäm no dr Chönig auso – Ersatzwage häre, aber subito… Also so in etwa ists schon abgelaufen , einfach in der ziviliserten Sychronisation… Der Dorfvermieter – der eigentlich ab 17 uhr in seinem Büröli sein sollte – weit gefehlt – niente die venezio… so ein schmieriger, Abgfäntileter wie die Bösen aus der zweiten Reihe in den Belmondo Filmen. Hat zuerst mal rumgeflucht und theaterlet – schnell wurde aber klar, dass Kumpelchen einfach sitzen bleibt, bis ein Gefährt präsentiert wird… zuerst sollte es ein verbeulter Peugeot sein – wo er aber gehört hat, wo wir hin wollen, wollte er den nicht geben. Schluss und am änd wurde es ein brandneuer Berlingo – gagibrun metalizee…
Hervé – die gute Seele meinte dann was wir vor hätten? Faire les vacances daich – hurti atz Meer u so… aaah nun er könne schon so was zämmenstiefeln so das es für nach Hause reiche, und wenn wir das Ersatzwägeli retour brächten, könnten wir le Suede wieder mitnehmen.
Schnell war umgeladen, und so gondelten wir halt gen Mittelmeer, sind auch angekommen – bekanntlich ist das schnellste Auto ein Mietauto… aber ein M-Bütschee Dieseli … chasch drückä was twosch … es chunt eifach nüte … Chez le Souri Gris – auso, so hat die Pension nicht geheissen – aber Frau Gastgeberin wirkte einwenig so… Naja, waren Ihre Gäste wohl eher pensionierte Akademiker als verschwitze Biker. Egal, wir hatten eine Bleibe, die Bikes standen im Garten auch nicht schlecht.
Im Laufe des Abends blöd, musste ich hören – habe sich Zuhause eine Krise angebahnt. Also, am nächsten Morgen rein ins Kombi und das Ganze retour – nicht so eine flockige Fahrt – aber auch hier nicht das Ende der Vaccances fou…
FE März 2023
Vom Reisen 2.0
Nun ja, habe ich also berichtet, eismau, vom Reisen und so. War dies natürli nicht die einzige Reise und dertedrum u deswäge kann ich glatt noch mal. Bekanntlich soll ja Reisen bilden – wie denn das? Ausbilden abbilden, einbilden? Davon habe ich nix gemerkt – genug Bilder hatten wir emel dann – ist Kumpelchen doch fei ein wilder Bilderer mit em Kameräli.
Ereignisreich war die Reise allemal – durften wir in einer Boutique ein direkter Nachfahre des kultig – piepsigen R2D2s namens monsieur le poubelle kennen lernen – hat dieser zwar kein Pieps von sich gegeben, aber kultig war er allemal, und hat komentarlos die Etiketten unserer frisch erworbenen streifli Shirts entgegen genommen.
Sind wir stehen geblieben, musste ich unplanmässig nach hause, zwütschgendüren, ein Spotting gabs auch – nein – nicht train spotting, aber eben.
Ging es dies mal richtung Nizza – ich und ein Kumpel auf 2 Rädern – und mit riesen Glück noch Kumpel numero troi mit 4 Rädern – Gepäck und Regenzeugs gelöst. Und fand dieser es durchaus in Ordnung uns über die Französischen Alpen richtung Mittelmeer zu folgen, im schnadigen Schwedenmobil.
Also, los von Rom. Konnte dann doch recht motiviert angeblasen werden, dafür ist die Alpenroute gen Süden glatt geschaffen – angasen – aber richtig… Des Abends dann first stopp, ein desintressiertes Hotel mit einem schlappen Concierge. Konnte der sich knapp von seinem game lösen um auf unsere Frage wo man fein essen kann zu meinen er sei nicht von hier … also, das waren seine Worte. Gemeint hat er: Mir doch gliich, verspisst euch…
Der Taxifahrer aber, hatte einen etwas gesünderen Bezug zum Servicegedanken. Hat es halt geschifft und gedonneret und getan, wie öppen diä nach einem heissen Tag – Taxifahren war angebracht. Hat er während der Fahrt bei Chez Henri angerufen, um zu fragen, trois persones, cest possible? Nid dürä cho – angekommen, er aus dem Taxi gehuscht um nach zu doppeln – leider ausgebucht – meinte er ob Chez Giselle auch ginge? zwar nicht incroyable aber immer noch formidable – blöd – hatte die Chesä zu… Alors meinte er, ein „… able“ habe er nicht mehr, dafür aber garantiert ein table bei der Tante von seiner Ex Ihrer Cousine – gutbürgerlich, und tres tres bien. Hatten wir nun gäbig Kohldampf – selbstredend für uns niquelle, die Lösung. Alors, j explique meinte unser designierter Chauffeur.
Es regne.
Oui, vraiment, c est juste – auch wir hätten das mittlerweile festgestellt.
Er habe zwar Schirme, aber das sei merde.
Ahhh?
Oui, bien sur – er würde jetzt dann hurtig rückwärts in die Fussgängerzone driveren, wir dürften dann ein schnittiges debarque hinlegen, nach Lust und Laune mangieren und wenn wir den Kaffee bestellten, würde Mutti ihn anrufen und er wäre promt zur Stelle … es Koste einfach dann nochmals was jetzt – zahlen könnten wir dann am Schluss, ob das so marschieren täte?
Natürellämänt marschiera das so, parfait.
Und genau so gings. Stoben die Fussgänger auseinander, wir zack in die Beiz, und fang mau ein Aperöli bestellt.
Nun ja. Die Französische Lebensart macht halt meist schon Freude – die französische Küche – natürlich grad dazu. Äänklüsiv dem mis en place, dem Steameren, mit oder ohne Druck und dem ganzen Firlefanz rund ummen. Aber manchmal ist einfach keep it simple angesagt – mit einem Schteek-frites is(s)t man(n) und auch Frau meisst a point, saignon, oder auch bleu – bien cuit lassen wir sein – die Sohle gehört an den Schuh, nicht auf den Teller… Und cuissance können sie, die Franzmänner, die Franzfrauen natürli ou!
Und so wars. Mutti ist fei eine Erscheinung und Ihr Essen wirklich tres tres bien, Sie eine excellente Gastgaeberin – bleiben die Gläser nie leer. Haben wir natürli auch zu berichten und planen gehabt.
War dann der Kaffe ausgetrunken und hat Mutti doch dann langsam zu verstehen gegeben das die die Beine fei spüre und wir doch gerne Feierabend machen sollten – gerne doch, aber unser Taxi? huhh lala mais non, j oublie… Alfons – tout suite, tout suite… je mexscuse
Gabs noch einen aufs Haus. Unser Fahrer hatte seither wohl nicht nur das Auto getankt – sind wir aber wohlbehalten im Hotel angekommen – haben uns mit alors, Alfons mon cher … und einem fetten Trinkgeld bedankt und gemeint au revoir und beim nächschte mau gerne wieder…
Also, am Morgen war das Hotel immer noch gleichgültig – die Zulieferer aber – oha lätz – die konnten was. Frische Früchte, die Pain au Chocolait goldig braun, butterig, und so leicht verdrückt, dass man sie eben grad verdrücken mag.
Sind wir also los, nicht ganz so früh wie geplant, aber doch frohgemut und voll auf Kurven eingestellt. Tja, irgeteismau muss einfach re-hydriert werden – die Piloten das gute alte Hahzweioh, die Maschinen ein Schluck Arabermilch – sangplombnonontsäänk sivupleh…
Die Tankerei ging ja noch flockig von statten, aber -oh weh und ach wie blöd – das Schwedenteil, nicht grade brand new, aber weit weit weg von einer altersbedingten Inkontinenz… piselt das Teil doch steifräch hinger em linke Vorderrad füren.
Hmmm – nix gut… afa mau Moscht ist es nicht, Öl auch nicht – zum Glück. Hat es auch nicht das Bouquet vom Scheibenwischerwasser… merde alors – Kühlwasser ists… hmmm not de finishing of de world, aber gäbig das Instrumäntli mit den Ceh-rundumeli beobachten, gäbig Wasser bunkern und weiter gehts…
Und es ging würkli weiter – and u make watching dis space tu lake de continuation… in de from travellin 2.1…
FE März 23
Vom Reisen 1
Also früher, nicht richtig früher, einfach prä Pandemie wo für das Reisen eine fett gepolsterte Kreditkarte und mobiles, oder emel Internet das wesentlichste waren haben wir, also ich und ein paar Kumpels halben so etwas wie ein Roadtrip gemacht. So die Route, und wo man plus minus übernachten will zfade gschlage und dann los.
Uns Männern wird nachgesagt wir seien schwanzgesteuert. Nun ja, hundert pro kann ich dies nicht dementieren aber item, will sagen, wir sind auf diesen Trips Gastro gesteuert. Hat der eine Kumpel ein untrügliches Gspürri für die richtigen Rast – und Gaststätten. Einmal in Gibraltar, das ist so ein gehöhlter Felsen am Anfang oder Ende des Mittelmeeres je nach däm wit luegsch – und wenn man dörten rein will, machts manchmal ting ting ting, die Lichter blinken, die Barriere geht runter und, nein kein Zug, sondern whhhuuusch und Flugi landet.
Potz. denkt man.
Dann geht die Bariere wieder ufen und man kann in eine kleine und gar wunderliche Welt eintreten. Ist dieser Flecken halt ein letztes Zipfeli des ehemaligen Empire von den Briten, ist noch so grad häb chläb an Spanien aaglimet und äneführ sieht man schon Afrika, aber wehen tut hier der Union Jack.
Derten ist alles eng, steil und einerseits british steiff und angerseits südländish bunt. Die Kids in Schuluniform, Ehrwürdige Herren schlurfen in den Finken mit den ufägedrehten Spitzen und dem ganztages Pyjama, wie üblich bei denen diheim. Musste ich natürli grad in ein Supermarket, die ganzen britischen Leckereien shoppen, dass es die Reisetasche bald sprengte, aber eben richtig bittere Orangenkonfi, Tee, der den Namen verdient, nicht nur braunes Wasser, Short Bread, Marmite, Lemon Curd, Pfäffermünzschoggi… üüüh dir da wird mir grad angersch, so fein…
Aber item – waren wir ob dem Fläckli fasziniert und erfreut und gedachten hier zu nächtigen. Als einzige Möglichkeit schien ein grosser Klotz mit Schnörkel und Marmor. Der Preis war garstig, aber scheinbar grad in Aktion, zwar immer noch schlimm aber nur halb so.
Shit the dog on top dachten wir, wann kommen wir wieder nach Gibraltar? Lets go. Also, die Mietbänne, ein Japanisches Gartong – Origami – Auto, aber es fuhr und platze grad so gäbig zwischen einem leicht vernachlässigten Teil mit dem fliegenden B und einem hochglanzpolierten Flügelmonster. Latschten wir auso in eine sehr grosszügige Halle, opulent würde da wohl passen und wurden schon gli druf ab fein british gegerüst.
Einmal nächtigen für zwei Personen wenns geit bittschön meinten wir.
Aber gerne die Herren, die Pässe und es mache dann so und soviel…
Merci schön, mir zale getrennt …. aahh yes, no hö, mmmmh…. ah ja, habt ihr unsere Aktion gesehen?
Daich, meinten wir – zwoi mau tHeufti, quasi… So sorry Sir, aber das gilt nur für direkte Buchungen übers Internet … wird uns beschieden.
Ach so – blöd… ja, habt ihr denn Internet? Säubschtvernatürli, derten zStägli uffen, u de links u die erscht Türe.
Sängg hiu fery mötsch, ob wir die Taschen hier lassen können – gerne doch.
Bald darauf hatten wir unsere Reservation – haben wir gedacht, damit es nicht grad auffalle näme mir no grad eis. Und so haben wir inmitten blaugespülter pudriger Damem und doppelgereihten Herren streng gekämmt gApperölet – ich als Brite natürli Tee und Scones mit Rahm, Kumpelchen bedachte die lokale Braukunst. Sehr fein das ganze und wunderschöne Aussicht auf die Bucht.
Dann nochmals zur Rezeption gedackelt – grüezi – hei mir reserviert…
Meinte der junge Mann nach einer Weile leicht geflustert da sei wohl was schief gelaufen, er sehe uns nicht auf seiner Liste, und legt uns verlegen ein Papier vor.
Das sei nicht verwunderlich, meinte Kumpelchen, sei die 11uhr30 ausgedruckt – jetzt sei 17uhr 13 – er solle doch nochmals … und ploink – hatten wir unsere Zimmer – nun preislich eher zu unserer Zufriedenheit und sehr zum Amüsement des Personals
Beim erkunden der Stadt sehen wir dann so ein gemauertes Gewölbe, ein ehemaliger Fishmärit heissts, jetzt Beiz – hier essen wir! Verkündet Kumpel – war ich ob seiner Wahl noch nie enttäuscht und in diesem Sinn: Aber gern doch.
Federn wir dann halt kurz nach den siebnen ein, mit der festen Absicht ein Tischli zwecks verzehr vom Stück vom toten Tier in beschlag zu nehmen. Fragt der Kellner ob wir reserviert hätten – nicht doch meinen wir, sind spontan reingelatscht… Ja, wenn der Platz dahiä im Vorraum passe gehts, meint dieser.
Tja – guet gmacht haben wirs, noch ein Päärli wird eingelassen und dann ausdimaus fertig, ein andermal gerne. Die Karte lässt auf grossartiges hoffen, und wir gehen aufs Ganze. Vorspeise, ein Teil vom Rind und noch so Beilagen.
Ahh, die Herren haben Hunger? meinte der Garcon.
Tütterli! meinen wir. Er be-eugt uns etwas etwas kritisch – was luegsch – no niä Manne mit Ränze gseh? Denke ich. Aber dann die Vorspeise – mega – so ein schmelzige Omälette, pikant, und leicht gefüllt mit auergattig gmüesigs u Piuzä. Einfach fei, hätte für sich schon bald eine Mahlzeit ergeben.
Und dann der Hauptgang – ein herrlicher Klops vom Filet, aussen kross, mit den ganzen dazugehörenden Aromen, innen bitzeli blutig, aber durch und durch gewärmt und so zart, wot dr Hegell gad vo säuber dörtederdür.
Die Beilagen, Okra, sowieso ein mega Gemüse, dann die kleinem Plizlis, huerti im Öl ir Pfanne mti chli Sauz rundummen chert und ole ole, einfach sensationell.
Ja, und da wussten wir auso warum der Kellner deräwäg glüsslet het – es isch fasch chli viu … hei mir de haut gäbig chli Digestiv gno u no am Schluss no es Kaffi wo brönnt…
Tja, so icherä isch richtig. Hei mir üs eifacht chli gwungeret warum öppe so Töggeli usä chömi mit zünd-roti Gringä? A somne Abe muesch ja sicher mau Getränk wäg bringe – ja, isch äbe im Hauptruum inne a offne Houzcholä Grill, öppe knapp füf Meter läng mit gäbig Chöch dranne am ume wusle. TGescht hocke anenang anne a mega länge Feschtbänk – gmüetlich – eifach diä am Grill anne wärde auä chli mit- gaaret…
Am nächschte Tag geits no uf e Hogger. Fei aut das Seilbähndli, aber wo mir uf em Schiudli Von Roll u Carrosserie Gangloff gseh – schnadig! TAffe si numä affig – i meine i chöns nö begriefä – wirsch jahrus jahri vo Turis begafft – chämi äuä ou uf en Aff.
Aus i auem fei es Erläbnis – so imne Tag heschs gseh. U so richtig guet gsesch es bim nunusibä-Schangli, wo si us en Flugi hüpfe gad so bevor zgrosse Gjufu aafaht.
Und ja, mir hei gluegt – Aagflogä wird Gibraltar numä vo British airways, später Iberia… Dekadänt gnue wäre mir, Isch für hurti ga znachte eifacht ztür …
FE jan 23
Essen und Trinken
Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen, wird gesagt. Jawoll. Falsch ist dies vermuetli nicht, und meine Gefühle verletzen tuts schon gar nicht. Nun, so richtig empirisch überprüfen musste ich dies bisher nicht – Hunger habe ich zwar fast immer, aber mit zuwenig Essen habe ich Gott sei dank bisher noch nie fälieren müssen – odr äbe umbekehrt – we dir wüsst was ig meine…
Meine Seele hätte ich sowieso dem Tüüfu vermacht – wenn einer Lehrerin von anno domini geglaubt werden soll, die uns in der grossen Pause im Gartebouschöpfli beim Rauchen und Moscato di Spumante erwischte… Tja – nur kein Mitleid – unsere Rache war angebracht und präzis… oder doch, ein klein wenig Mitleid mit der Frau Lehrerin schon – waren wir damals fei Schnösel und gut mit der mittlerweile gar nervigen Arroganz der Jugend unterwegs.
Was ich gesichert berichten kann – und hier lehne so haubers an eine Berner Institution – alt wird man von alleine, aber Fett und Glücklich macht Essen und Trinken hundert pro… in welchem Masse und bezüglich Bio und Nachhaltigkeit seis doch gerne jedem selber überlassen.
Und wie so viele Gniesser – tja – was weiss ich? Gourmand? Gourmet? Gluton? Interessierter Laie wohl am ehsten, tu ich halt gerne mit Gleichgesinnten ausschweifend über Comestibles aller Art, deren Erwerb, Erwachsen und Verzehr mich austauschen.
Veganer, Kalorien – und andere Erbsenzähler werden sich hier vermuetli nie heimisch fühlen.
Andere vielleicht schon.
FE Dez 22
Wein-sein oder schein-Wein?
Ja, hat mir doch ein lieber Mensch Wein geshenkt, ein Cordier Chateau Gruaud Larose, 1968 – ein guter Jahrgang – meiner-einer nämlich… Obs für den Chateau heschnidgseh ein gutes Jahr war? keine Ahnung – komme ich da gar nicht draus.
Nun, mit den alten Weinen ist es ja immer so eine Sache – die einen meinen sammeln, höchstens handeln, aber sicher nicht trinken. Die anderen denken nö – Plörre – nid mau in die Sauce, hat der sein Rubicon längst überschritten, um so zu schnurren wie die ennert em Teich.
Für mich ists klar: Trinken. Hat da so ein Winzer mit mehr oder minder Hingabe seine Reben gehegt und gepflegt, die Chose geerntet, dann gepresst, gekeltert und ab ins Fass. Dann noch abfüllen und ne Edikette dran und dann mal Geduld… Handeln tue ich unter Tags eigentlich fei, und mit dem Sammeln ists dann so – es wird immer mehr, (und Durscht het me gliich) und wenn man dann eines Tages zügeln muss – ohjemine, wohindamit? Und die Kumpels, die einem helfen kommen machen dann Runzeli auf der Stirnen, das man den Gedanken fast lesen kann: Auso, wenn dä Träu wider fragt hani de khe Zyt…
Item. Haben wir schon einige instruktive und genussreiche Weinproben unter herzlicher und fachkundiger Gastgeberschft vom Freund Dirk in Esslingen anlässlich unserer Altherren Exkursiönli erleben dürfen. Mitunter eben auch sehr alte Tropfen. Immer halt unter der Prämisse von der Offenbarung bis „hmmm naja“ und weiter runter zu irgend was richtung Katzenpisse zu vertwütschen.
Auso, an diesem kalt-klebrig-nebligen Abend im Emmental habe ich spontan beschlossen die Pulle zu köpfen. Der nette Spender hat dann doch fei Instruktionen mitgegeben: Den Zapfen vorschtig und möglichst ganz raus, ja nicht dekantieren, sondern in der Flasche lassen. Wenns viel Gugus drin hat, halt sieben. Wenns hässlich ist, nicht wegschütten, sondern Zapfen wieder drauf, eine nacht an die Kühle und nochmals probieren – kann gut werden oder auch nicht…
Gesagt – getan. Nach dem Entfernen der Folie, sprich ehnder renitentes Dünnblech gesplittere, das Tirebouchöndli mal vorsichtig innengedrüllt – üüüh dir, das fühlt sich ehnder wie ein gut vorbereiteter Pflanzblätz als wie ein Zapfen an, aber henusode, vorsichtig mal hebeln: knorzi knorzi rutschi… üh… brösel brösel knirk – blöd, hat sich der untere Drittel des Zapfens wohl wirklich entschieden über die Kompostierung in Richtung Humus sich neu zu definieren.
Ausohaut, wenn du nicht raus willst, gehste halt rein – fft-plöpp hats gemacht. Gut, mit frischem Mut eingeschenkt – also Roten ist das emel von der Farbe her sicher nicht mehr – ender Rostigen. Aber mal ein Näsli voll nehmem, oooh, das riecht ja gut – probieren also.
Nun denn – zerschten dann ganz nett, aber der Abgang – Pfuuuäääcchh, die erste Reaktion, wie der vom unsterblichen Hergé so trefflich dargestellten Kapitän Haddock beim unvermuteten genuss von Wasser anstelle seines geliebten Whiskeys.
Je nu – isch äuä nüt gsi denke ich. Aber haltla, nid dri schiässä, eifach chli Zyt gä… und es Hüngerli hei mir ja ou… Also denn: Spaghetti an secklen. Beim köcherlen dann halt immer wieder ein Schlückli probiert – und nein, die Offenbarung ist leider ausgeblieben – die Katzenpisse aber glücklicherweise auch.
Mittlerweile sind die Spaghettis vertromet, und zweidrittel der Pulle – der Verdunstung kann man dies unmöglich anlasten – muss also die Luft dem Tropfen gut getan haben oder ich hab mich dran gewöhnt? Der weiter oben monierte Abgang hat sich vom arg verseuchten Lederstrumpf Moccasin in Richtung fast symphatisches Müffeln verbessert, aber richtig sauber wird der nimmer…
Also, Zapfen drauf und Morgen nochmals drahi… und sind wir nun im neuen Tag angekommen. Nun, ich darf berichten – die Nacht und die Kühle haben dem Wein die Kannten genommen, er ist lieblicher – und langweiliger.
Lieber Urs – Merci viu mau für den Wein – Merci aber noch viel mehr für das Erlebnis – spannend und fägig wars, emel so das man zeilenweise drüber parlieren mag… und das beste dabei – ich hab noch ne Flasche.
FE Januar 22