Vom Reisen 2.1

Jawoll – es isch witergange. Musste halt de fei nachegschüttet si und hat Kumpelchen natürellemänt nicht mehr ganz so angegast. Sind wir dann halt angekommen – second stopp – das Hotel nondesscript, aber ganz ok. Da ging die Telefoniererei los. Aaah oui. quelle voiture… non, non non, jai connais pas… Ja und zu guter letzt haben wir dann le Meccanicien du Village aufgesucht so last chance mässig… Und dort ist dann fei Hoffnung aufgekeimt – meinte dann der Chef, aaah bonjour Messieurs oui, oui, un voiture de Suede – tres interessant… alors, jai pas le parts ici pour ca, mais un coup d oeil, et je telefoner…
Immerhin, einer der nicht glattweg in die Schnappatmung verfällt, wenns nicht RenaultCitroenPeugeot ist.
Und nun zum Schwedenmobil himself. Also wenn es läuft ist das Teil ja wirklich toll – einwenig frontlastig villeicht, aber wenn das Turböli drüllet, gehts doch fei beschwingt vorwärts. Aber eben – machen die gleichen Schweden noch Düsenjegerli … üüüh dir – hoffe ich eifacht, dass die dann nicht so weils chli uffen und appen geht, grad inkontinent werden und dem Piloten Im Display ein „game over“ zeigen… und meinen: you can now de-barque -ing with de Fauschirmli or direktli take de harp…
Und nun zum Kumpelchen. Oh je. der hat mir grad leid getan – kam der einwenig ins flattern… ist voll nach zu vollziehen – habe ich auch zu meinen Maschinchen ein ehnder inniges Verhältnis – und wenn mal was nicht funzt – ich nehms persönlich, sehr. Hat der Herr aber einen relativ straffen Schlachtplan entwickelt – klar, ist der Typ im Nebenamt auch König – das aber eine Geschichte für ein anderes mal…
Und dann zur Dorfgarage. Ein wundersamer Ort, das Büro so sixties, mit Holzmöbeln und drehstühlen und abgetakelter Sekredüse blond, uberschminkt mit Muggigring und permanent am rauchen… Rolodex, Schreibmaschine und Karteisystem äänklüsiv… hätte man meinen können, Hackfresse Ventura und der junge Delon würden dann grad durch die Milchglastüre reinplatzen und eine wilde Schiesserei anzetteln. Das Gebäude, so naja, leicht verkommen, aber die Werkzeuge und die Einrichtung recht up to date. Drausen standen ein fetter Jaguar, ein Venturi – an den Wänden Pokale und Bilder – ein Bugatti – ja genau dä – dä wot wosch – grosses Stürrrad u au Heble dusse… Hatten alle Mechs ölig Finger, und haben 4/5tel stets geschraubt, der Resten gegkukkt und kommentiert – wir sind in Frankreich n est pas?…
Und dann der Hervé. Das ist der Chef. Auch ölig Finger, der obligate Pornobalken und einer vom alten Schrot und Korn… naja emel so in der art… Meinte er jaja, der Venturi – ein fesches Wägeli – klar, ist ja von Frankreich – aber scheisse zum flicken… der Jaguar – das sei eigentli seiner – er käme nur nie dazu den zu machen… und der Bugatti – ja der sei grade mit dem Garagenbesitzer auf der Rallye – er müsse ihn halben vorbereiten…
Ja – der Schwede also – am Nami hätte er dann Zeit, würde er hurti luegä. Und tatsächli hats bald darauf gebimmelt, jawoll – „Schnüffelstück“ kabutti … in ganz Frankreich kein so Teil… no blöd… Kumpelchen hatte mittlerweile seine persöndliche Schweden-Eumel- Hotline beeumelt – und Diese meinte – tja – hätte es gäbig von den Teilen in CH – aber derten druffen sei ein Rückruf – drum seis äuä kabutti gange…
Aber eben, Kumpelchen und sein Schlachtpaln… Etwa aufgeben, beschämt nach hause tuckerlen? Nid mau vilich, je suis Suisse et super bien assuree im fau, putain de la mer – u usserdäm no dr Chönig auso – Ersatzwage häre, aber subito… Also so in etwa ists schon abgelaufen , einfach in der ziviliserten Sychronisation… Der Dorfvermieter – der eigentlich ab 17 uhr in seinem Büröli sein sollte – weit gefehlt – niente die venezio… so ein schmieriger, Abgfäntileter wie die Bösen aus der zweiten Reihe in den Belmondo Filmen. Hat zuerst mal rumgeflucht und theaterlet – schnell wurde aber klar, dass Kumpelchen einfach sitzen bleibt, bis ein Gefährt präsentiert wird… zuerst sollte es ein verbeulter Peugeot sein – wo er aber gehört hat, wo wir hin wollen, wollte er den nicht geben. Schluss und am änd wurde es ein brandneuer Berlingo – gagibrun metalizee…
Hervé – die gute Seele meinte dann was wir vor hätten? Faire les vacances daich – hurti atz Meer u so… aaah nun er könne schon so was zämmenstiefeln so das es für nach Hause reiche, und wenn wir das Ersatzwägeli retour brächten, könnten wir le Suede wieder mitnehmen.
Schnell war umgeladen, und so gondelten wir halt gen Mittelmeer, sind auch angekommen – bekanntlich ist das schnellste Auto ein Mietauto… aber ein M-Bütschee Dieseli … chasch drückä was twosch … es chunt eifach nüte … Chez le Souri Gris – auso, so hat die Pension nicht geheissen – aber Frau Gastgeberin wirkte einwenig so… Naja, waren Ihre Gäste wohl eher pensionierte Akademiker als verschwitze Biker. Egal, wir hatten eine Bleibe, die Bikes standen im Garten auch nicht schlecht.
Im Laufe des Abends blöd, musste ich hören – habe sich Zuhause eine Krise angebahnt. Also, am nächsten Morgen rein ins Kombi und das Ganze retour – nicht so eine flockige Fahrt – aber auch hier nicht das Ende der Vaccances fou…

FE März 2023

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