In der Schule

Ja, da war ich auch. Ein kleinwenig hats vermuetli schon was gebracht, wobei mir damals der Sinn der ganzen Übung doch oft irgetwie verborgen blieb, und mit em dran glauben wars auch eher schwierig. Bin ich halt gegangen weil man eben geht, sind die meisten Versuche selbiger zu entkommen doch kläglich gescheitert. Immer schlimm war es auch nicht und bin ich auch Realist und ehrlich genug um zu wissen, dass vorallem ich selber viel mehr hätte daraus machen müssen.Nun ja, retour kann man nicht, und doch gibt es Weniges, dass sich einigermassen flockig wieder aufwärmen lässt…

Hatten wir einen Lehrer. Optisch sah er fei gfürchig aus, die Haare pechschwarz, wie mit dem Lineal gescheitelt. Das Gesicht streng gefurcht, die Haltung militärisch.Nun aber war der Herr doch ziemlich in ordnung. Oldschool, und durchaus fähig Disziplin aufrecht zu erhalten. Nicht ohne Humor, sehr konsequent und immer fair. Die Matthe hatte er richtig gut drauf und konnte selbige doch recht mehrheitsfähig rüber bringen. Eloquent war er auch, manchmal gar beflügelt, war sein Steckenpferd aber die Lyrik. Oje. Aber da kommen wir noch drauf. Sein vermuetli nicht liebstes aber sicher intensivstes Wort, immer im Gebrauch, sehr versatil, das kleine und bescheidene

So

Beim Scrabble gibts für nicht viel Punkte, ausser man kann fei was dran hängen wie sowieso, achso und ach, noch so viel mehr … bei sodeli gabs meischt ziemlich zu diskutieren – aber im richtigen Leben halt, ist das S und O schon ziemli potent so, wenn ihr wisst was ich meine? Der Herr Lehrer halt, der hats verstanden viel Bedeutung in das kleine Wortli hinein zu packen. Haben wir dann auch relativ schnell gecheckt, was dann nach welchem SO kommt. Manchmal ein kurzes Anekdötli zur Auflockerung der gar trockenen Zahlenpigglerei, oder jetzt dann endgültig den Griffel nieder legen und die Probe abgeben. Leider wurden die Kreidestücke ganz ohne Vorwarnung abgeschossen – e Preichi het dä gha – wobei einige fei guet reagierten, kältesten arsches retour geschmissen, was einerseits Held des Tages, anderseits der Ausschluss für den Rest des Tages mit dem obligeten Telefonat mit den Eltern bedeutete. Athletisch aufgefangen und sich nachher gefeiert (und sich feiern lassen) kam auch nicht gut an. Aus dem Fenster schmeissen resultierte in einem spontanen Kopfrechentest für alle, hispeed diktiert – die Ergebenisse dann süffisant verpackt kundgetan – unter dem Strich – hmmm chömet dir euch öppe fei vor, aber rächne choit dir nid… Aber egal, ein anderer Lehrer schmiss mit dem Schlüsselbund, was eigetli für damals schon daneben war – nur gings nicht daneben – leider.

Nun kommen wir zur Lyrik. Hat das Aufstellen in Reihen und Gedichte hingebungsvoll und mit Inbrunst rezitieren vermutlich schon seinen erzieherischen Wert. Und somit seine Zeit und seinen Platz in der Schulischen Karriere eines jeden. Im Alter wo die Hormone fei uffen and appen gehen, man(n) grad gäbig mit sich selber und dem möglichen Platz im Leben beschäftigt … ists… naja… Eher risikoreich optimistisch. Nun behaupte ich doch keines weges es gehe nicht – besagter Pädagoge konnte es nicht rüber bringen, jugendgerecht und passend. Wurde halt unserseits sabotiert und verweigert. Kommts mir heute irgend wie selber hart vor, die totale Verweigerung des vermuetli doch mit Vorsicht und in guter Absicht Dargebotenen – Gnadenlos einig die Klasse – Nö und das wars, ists esakliert und wurde die Klasse geschlossen…. Und wieder aufgemacht. War eine Privarschule, hatten wir bezahlt, auso unsere Alten vermuetli. Und ganz ehrli machts äuä gar khe Gattig wet e Klass muesch schliessä…Egau u tempi passati – haben wir wohl doch öppen alle unseren Weg gemacht – so hoffe ich. Der Lehrer, nun ja, vielleicht kann er ja im Himmel seiner Lyrik frönen – sind die Engeli vermuetli nicht grad am pubertieren… … ob egal oder nicht – war halt so.

FE Feb 23

Die Bananarebublik 5

Ja, und tatsächlich – am nächschte Tag fragt mi Fridu, öb ich ihm helfen würde, das Atelier vo sim Papa zrumä, nach der Schule. Klar, machi doch… u du göh mir drah hi – überall hat es Bilder – fertig und nicht fertig, Sculpturen und Modelle, vertöcknete Pinsel und sogar leere Flaschen … Fridu ist vorbereitet, geit nid lang u der Stöffu chunt mit em Liferwage vor Migro u bringt Bananeschachtle, Kartong, Packpapier, und Chläbi…
Ich merke, es kommt dem Fridu hert a, als kleine Kinder durften wir dort selten rein und jetzt muss er das Werk vom seinem Papa räumen. Wir schaffen stiu u gschwind – zum Glück gits e tür diräkt it Garage, und es pigelet fei.
Wo wir dann Zvieri näme, meint Fridu chli verläge – weisch, ig u Gloria…mir hätte üs no so gärn. Ja, was soll man auch zu dem sagen… Mir doch gliich passt irgetwiä nid so… Okeh, schön… mein ich nur – Ja weisch, Ihre Papa, dä meint das Kunscht-zügs, das sig Schissdräck, da verdien me nüt – är meint, ig chönn bi ihm ihr Italia Garage Outomech lehre, da heig me gäng Büez… aber i weis nid so rächt…
Irgetwiä freuts mi no, das dr Fridu mir das sagt – aber wiä chan ig dämm numä häufe? I mues grad chli studierä, aber zum glück chunts mir i sinn und i säge
Dr Götti Girsbärger!
Hä? meint dr Fridu…. und ig erkläre – weisch, dr Götti Girsbärger. Dä het niä zyt, meint zwar immer, me söu langsam pressierä, aber äuä gloubt ärs sichs säuber nid. Voufäu vergisst er immer mi Geburri u derfür gits de immer gäbig Gäut zur Wiehnacht – aber item – i has ghört, wos si einischt mit em Esti diskutiert haben… er hat eben eine Agentur. Er hat Grafiker gelernt – für das mües me irget ine Kunscht – schuel oder so öpise… und danach könne man nicht nur malen und zeichnen, die Buchstaben sind dann auch wie kunnst aber nicht ganz…vou fäu, er selber hat keine Zeit mehr zum Grafikeren, von denen hat er jetzt Angestellte. Mit dem Verdienen weis ich es nicht so genau. Dr WeWe weisch, mi Viertu-Onku, wo i dr Bank schaft, het eis mau gmeint,är wöu nümme so viu für tProspäkte zahle, we dr Götti Girsbärger so nes outo vo schwede chöng fahre… So Künschtler wiä berühmt u so sigs nid, aber unger em ne charre lig er so ou nid… mües er haut ir Freizyt male wie ne morä, tGloria sig ja Itaujenere – si würd öppä scho luege, das er fein ässi…
Dr Fridu seit langi zyt nüt. nähr luegt er mi a u meint
geile gügger.
I ha zwar khe anig was e geile gügger isch – aber winers seit, mues es öppis guets si.
Ja, meint är, mues i nume no use finde win ig i di schuel chumä, und win i si cha zahle…
Mir wird grad gschmuech – ja auso, mit em Gaut heis sis nid so, isch ja klar, wets zChanettli allei für aus mues luege.
I meine, chum, mir göh zur ehrebürgerin, vilich het diä no e idee. Tja, Gertrude isch geng für e Überaschig guet – Klar gits fang mau Tee, u mir verzeuä.
Si seit kes Wort, bringt zTelefon uz Telefonbuech u leits em Fridu häre. … Kunstgewerbeschule Bern – nacheschlah, aalütä.
Tja, u du mues i mir fascht zLache verchlemme – dr Fridu, geng zvorderscht, mit dr Schnurre u auem… mit em telefonierä het ers nid, er wird ganz rot, u stagagelet irget e seich zäme.
Chum, rütsch übere… i schla uf u lüte a… grüasich. Ig hätte gärn gwüsst, was me mues mache, für Grafiker zwärde… aha, Vorkurs, Prüfigsarbeit iireichä jawoll…mmmhm… ja. Chöschte? … Pro semeschter… üh dir. Stipendium. Ja, gärn, schicked dä prospäkt…
Hmmmm, macht Gertrude. Hesch e guete Fründ… e geile gügger mein ig, u mir müesse lache.
I meine chumm, ig lade der Götti Girsbärger zum Znacht i, zMueti meint sowieso das sig überfällig. du chunsch ou, u chasch ne grad frage – ut Gloria bringsch ou mit. Warum ich das letzte gesagt habe, keine ahnung, bin selber einwenig verschrokken…
Fridu luegt grad chli verläge, u meint er wüsi nid so rächt. ihrä Papa sei halt gar streng… du meint du zTrudi itz hänksch mir nid der weich usä. Hesch hurti gschnäu di Papa des Hauses verwiesen, u das zu rächt… aber dis Froueli e Abe usführe söu plötzli es problem si?
Nä-ää Bürschtu – nid mau vilich.
Da mues i grad scho chli uf de Stöckzähn grinse – zTrudi auso, diä isch eifach fade grad u gredi usä – da wird nüt umägmüedet dak-bumm u hop dr Bäse.
Der Arme Fridu -dem ist es alles angere aus wohl. är gruchset so chli umä, u meint du, ja, es sig ja no nid offiziell… habakukk u blödsind, tönts vom Trudi. Heschse gärn? ja.. jaja ja winämorä, es wet mi mängisch verchlepfe so gärn han i se…
guet.
… u si di? mou, i dänke scho.
no besser. Hmmm dr sit scho droschtprisä – jung, u äuä so frei wie ir kener gseuschaft je zuvor, u so nes gheu auso. Itz fragsch si mau, öb sie gärn würd zum znacht cho, u erklärsch ire ou um was es geit. wet nähr de tag weisch, geisch zum papa vor Gloria, am beschte wenn er ghässe het, hungrig manne choi schampar doof tue – seits u verdraiht tougä.
Ja, u nähr muesch di haut vorbereite – was isch Diser für eine? seissch
Guete abe herr de la Quadra, mi cinquecento het grad e quatro stagioni geborä, bruch ig itz e noiä uspuff?
Nei, mein ig, aber ig hätt eckig redli montiert, das me besser tStäge abe chunnt…
Mi uz Trudi verpollets fasch – Fridu checket gar nüm… Ja mir säge eifach mängisch irget öppis mehr oder minger sinvous ohni Zämehang usä, u dr anger mues passend, luschtig und originell witerfahre oder umä gäh – es chlises spieli wo sich bim tee trinke entwicklet het…
Muesch entschuedige meint tEhrebürgerin – auso, Nomau – guete abe Herr de la Quadra. heit ihr gschnau zyt für mi?
… u nähr gisch im gar nid zyt zum überlege ob er söu zyt ha, sondern fahrsch gad wyter:
wi dir ja wüsset isch eui wunderbari Tochter Gloria mi fründin. Itz, mir si natürli seriös. es geit um tzuekunft – i wirde miner brötli müese verdienä um a Familie zernähre, u das mues ufgleiset sy.
Punkt zäni bring i si retour, versprochä, isch das so i der ornig?
Tja, Fridu isch für siner verhäutnis extrem stiu – es motoret ihm im Gring churz vor em abrouchnä. Voufäu hei mir gli drufab e tag für das znacht gnaglet – dr Fridu mues reüssierä…. Am abe hei mir bi dr Ehrebürgerin abgmacht – wei mir natürli wüsse wis gange ischt.
Ja u wo dr Fridu du ändli chunnt versuchte r eis uf cool düräzgäh, aber es hiuft nüt, es verjagt ne fasch.
Auso, verzeu doch … guet. ig ha ziemlih aus so gemacht wi du gmeint hesch, ga lüte, u dörte isch är, er het du gmeint mir trinki es esspresso – hani zwar gar nid gärn, aber was wetsch de… u du meint är: auzso? Dä het genau gwüsst was itz de chunt
ja, u du hani mis sprüchli ufgseit… är meint chum, i zeig dir öppis. u mir göh zum schaft, wo täuer u auergattig sörigs versorget isch, u du zieht är e schublade ungerführe, uf der ganze breite eini auso, u ja…
Es isch e Schublade vou gwehr, Pistolene u Munition.
Guiseppe meint numä troch, weisch dises isch für hasene, dise für Vögu – ja, u eis stoppi e wiudsau, und mit dämm geit me uf bäre… u du nimmt er so nes churzeses schwarzes ding usä u macht kla klack dermit u meint ig wirdä mini Dochter aus Jungfrou zum autar füerä – es wird nüt knuschperlet – gar nüt. und um haubi Zäni sit ihr wider da, nid Zähni – sowit klar?
Hobla denke ich. Fridu hats nicht so mit Autoritäten und Massregelungen.
U de, machts zTrudi. Fridu meint ja, du hani gmeint: ja das sig ja super, was für ne erliechterig – itz weiss i wo nig effektives Grät findi faus mir öpper tGloria wett strittig mache…
Seppli sig du haut grad chli Baff gsi, heig äuä ehner e gfürchigeri Reaktion erwartet. hmmm macht dr Fridu – Zersch hani no wöuä säge aha, itz weiss ig warum kener vo diner füf Döchtere ghüratet isch… wär aber grad chli starche dubak…. I ha du gmeint – auso, suberi sach und haubi si mir wider retour ade merci u e schönä aabe… ja u itz bini hie…
Tja, zTrudi – guet, sehr guet. lueg, dass du am nünifüfezwänzg retour bisch. Warum de das meint Fridu – ehh, dänk mau nache bueb – Wiä isch es äch für e Vater sini jung Tochter itz Zläbe usä zla gah… diser isch äuä stouz wi anton, liebt si über aues u wet natürli, das ihre nüt gscheht…
wet um füfüberhaubi dert bisch draiht er scho im rote, wet um haubi dert bisch, dänkt er aahhh, ändli gopfertelli, u wet am füfvor haubi ifäderisch – tja, het er no gar khe grund zum zwifle, Grüble oder mötzle, isch ja nid gfasst das dir itz scho da syt. u du wosch ja wider mit ihre furt oder nid?
Daich – dr Fridu
Auso, chunsch haut paarmau öpis zfrüe, u du entspannt sich Papa- Gloria, u de chunsch chli pünktli u bis am schluss seisch numä, auso, seppli, wird hüt de chli später…
Fridu macht nur grosse Augen, und ich denke hobla die Ehrenbürgerin. Dä merki mir.

Die Bananerepublik 4

Ja, dem Fridu sein Papa, das ist eine Geschichte für sich. Wie ich schon voren im Aufsätzli gschribe habe, ischt der ein Künstler. Auso – wenn er dann mal etwas gemacht hat, war es dann schon immer sehr guet. Nur – viel hat er halt nicht wollen können machen… Viele im Dorf hielten nicht viel von ihm fanden, er sei ein Versager, ein Vagabund, ja öppen die konnte man auch Schafseckel, Dummbatz und schlimmeres ghören.
Aber, es war halt dem Fridu sein Papa, und em Chanetteli si Ma, und wenn der wieder mal aufgetaucht ischt, hat der Fridu haut schon immer eine riesen Freude gehabt. Das Channettli hat dann wieder wie richtig geleuchtet, wenn man das so sagen darf – und für eine Weile hatte Fridu wieder eine ganze Familie. Ich denke, das tat dem fei gut und er konnte halt die Sachen erleben, die halt mit einem Papi am meischten fägen tun. aber eben, nach einer weile war ihm wohl das Dorfleben wol öppen zu wenig, dem Fridu seinem Papa. hat er dann gemeint, janai, hiä chöng är sich nöd entfaalte, mir verstöng sis Dalänt nöd, (ja, e zürcher ischs de ou no), und er mües itz halt wäg, sich gah verwürklichä… ja u du meischt gli drufab isch er ou furt gsi.
Dr Fridu het du meischt e huere Mischt abgla – minimum Schuelkommision hets brucht wenn nid tFürwehr ut zChanettli isch du geng zäh tag bis drü wuche nüm us em Näscht cho.
Ja und dies mal wo er halt dann wieder mal da stand, war halt schon fei viel Zeit vergangen gewesen. Ich kam grad wieder mal vom Tee trinken, die Ehrenbürgerin war auch dabei, und da sahen wir halt was geschah.
Der Fridu, der stand vor der Türe, zChanettli het chli närvös hinger fürä gluegt. Fridu, so mit den ufäglitzen ärmeln und den Fäusten an den Hüften hat er dann schon gar nüm wie ein Büebel gewirkt. und Dri gluegt het er haut winer luegt we de gar nüm guet ischt.
Ja, und wo sein Papa dann meinte: eh lueg ou a – miner Liebe chöme mi go begrüessä, meinte Fridu nur:
Nüt isch.
Hää? Ja, das hatte der wohl nicht erwartet und der fiel grad aus dem tritt, sagt man glaub ig.
Jawoll, so dr Fridu, hiä chunsch nid inä. Mira chasch grad wider gah. Hesch di haut einischt zviu us em stoub gmacht und enttüscht. Hiä si Channettli und ig di heim, du hesch hie nüt meh verlore.
Ja diser isch grad mau baff. Ja u du meint er so spöttisch, was wosch du scho, du Lümu, häsch dr Morgechlapf öppe no nöd gha, aber är chön da scho nache häufe…
Chumm du nur, du schwachchopf meint dr Fridu ganz ruhig.
Ja, u du merkt ers grad. Em Fridu isch ärnscht. Är gäbt im guet – we vilich nid unbedingt gärn uf tSchnörrä. Mittlerwile si fei Lüt am Gaffe.
Ja, seit du diser, Ig ha haut khe Sohn… u dräht sich wäg.
Fridu lachet numä chaut u meint troch är söu doch mau Zyt zäme zeuä, woner für si famili da sig gsi – was derbi ou usä chäm – für Vater tsy längis fou fäu nid. Nimmt zChanettli i Arm u geit inä. Diser luegt scho ziemli dumm us dr Wösch, aber es blibt im nüt, er mues gah.
I sta mau da, u du zupfts am Ermu – chumm, mir göh ga Crepes mache, meint du Gertrude – hop hop, i Chäuer, bring a Späcksyte und Himbeer Comfi… Keine Ahnung, was das aus grad soll, eigetli will ich mal über das was grad passiert ischt studieren. Wo ich wieder oben bin, sind schon zwei Pfannen auf dem Herd, und es wird gschwingbäselet wis nüt meh gäb…
Ah, guet. Tuesch dr Späck würfele, Schnittlouch hacke… ig luege äuä gad blöd – Gertrude meint, Ja hesch ja gseh was passiert isch. Fridu u Chanettli bruche itz grad öppis sauzigs u dernah öppis süesses – Crepes göh haut schnäu… Ig chumä it ghäng, und bin plötzli chli froh für die Zytä wo mi tHenriette in die Küche kommandiert, und sagt genau so du muesch schnidä …. Finger u Dumä inä, u nah heeer nur stossä odr nur zi.hää… und sagen duscht tu nur: oui Chef… e spezieui Aaleitig, aber i mues säge, sie hets scho im Griff, tHenriette, zChoche auso.
u gli drufab si mir mit je emne risä sSapu sües u sauzig crepes bim Fridu u Chanettli diheim.
Die beide hocke im fischtere, es wird nüt gredt. ig decke dr Tisch, u meine nur, Fridu, härehockä. Gertrud tuet ZChanettli sochli zart härebugsiere u mir ässe.
Ja, u irgent wie hat sie halt recht, die Gertrude. Also gut gehts den beiden nicht, aber auch nicht mehr so ganz verschissen wie vorher. ja, und dernah tuet Gertrude allen einen gäbigen Gutsch Brunä ins Kafi, und dann brichts aus dem Fridu ussen:
Das Arschloch, das huere verlogne … aber es isch mi Vatter ….Gopfertami, huerä verfluechti Kakke… hanig itz diä Familiä ändgüetig vercheibet, nei … Ja … scheisse no mau… U Ig wo der Fridu mis haube – quatsch mis ganze Läbe kenne und aus eigetli mi bescht Fründ aluege ha no nie gseh, das er deräwäg am änd vo was ou immer ischt.
Gertrude nimmt siner beid Händ – Fridu – seit si:
We eine öppis vercheibet het, de bischs ganz sicher nid du… Wes öpper isch, de wüsse mir hie au wär. Mönsche si Mönsche, wärdes äuä ou geng blibä. Mache Seich, Schissdräck u leider no schlimmers – sigs us Dümmi, Bosheit oder beides, oder eifacht wiu si gad nid angers wei chönnä.
U si nimmt e hang vom Chanettli – los, bis stouz if di Sohn – richtig stouz. Isch gad chli schnäu gange, und es tuet weh, het aber äuä müese si….heschs gseh u ghört, är isch itz e Ma – steit fescht u ufrächt u seit was isch. U bis ou stouz uf di – heschs praktisch geng allei müessä schaffe – aber lueg – lueg was du aues voubracht hesch…
Gertrud redt nid lut u nid wi si würd predige – aber si meint jedes Wort und es passt eifach. u ig bi wider mau so richtig froh, für dä heiss Summertag vo eismau, wo ne euteri Dame zwägli dürab vom ichoufä chunt u meh dür zuefau oder glücklicher Füegig nid eifach vorbi geit, sondern i mis läbe chunt – vo dr Dorfschrulle zur Ehrenbürgerin us spass… für mi aber haut viu, ganz viu mehr wird.
Chanettli und Fridu hei sich grad chli öppis zsäge – mir löh se u mache derwilä tChuchi.
Ja u du ischs zyt zum gah, Fridu chunnt mit zur Tür u meint: Merci – Ehrenbürgerin numero uno. scho rächt meint zTrudi – Los, isch nid auer Tag Abe – me mues sich im Läbe ja nid für immer Türä itz gsicht schletze… aber wirsch äuä müese standhaft blibe – er wirds öppe no versueche. Am beschte packsch siner sache zäme, u wenn er znächscht mau ufchrüzt – hie mitnäh, und uf widerluege… Es wird hoffentli später so sy das ne aus gascht chasch begrüessä – das wird aber si zyt bruchä.


Ja und dann beim letschten Tee meint zTrudi nur: u de, schribsch es uf? het di tMuse Küst? Mittlerweile weiss ich was Musen sind – wo das Trudi eben von den scheinbar so inspirirenden Wesen verzeut hat habe ich gemeint: i dämm fäu müesi tMusee tGarage vo de Musene si… ganz fausch lig i nid, het si gmeint, u mi gedanke sig vo re provozierende Früschi – wis mit em Ölwechsel bei denen dann so sei? das sei eben im Moment halt etwas schwierig, mein ig, zAmbrosia sig usgange….
vofau hani gmeint we das e kuss sig, de lanis gad la sii, ig luegis ehner wi ne tritt i arsch a, u abgseh dervo sig mini Muse e fuli drucke, u wes si si gsäch, chön sis ihrä gärn usrichtä – i stossi si i bach wenn si mir über ä wäg loufi…
Ja, isch haut immer guet mit der Ehrenbürgerin… aber i has ufgschribä – ja u vilich chan ig haut nüt erfinge, u mues das haut schriba was passiert – mir wärdes gseh.

Vom Reisen 2.2

Alors. Le crise cest pas la meme chose wi le cerise – meint der Filousof nach dem fünften Perroquet… Nun ja die Demenz ist einfach nur Scheisse. Inwiefern selbige bei mir stattfindet sollen andere beurteilen – aber bei Mutti halt – wars so.
Wär ich nicht retour gegangen und es wär aus gewesen – hätte wohl nie mehr geschlafen – der andere Weg ummen – einmal ists aus – darauf warten und nie mehr weg kanns auch nicht sein.
Item. Sass ich im Wöhnigli und dachte – Bin ich froh Mutti gesehen zu haben – es kommt wie es muss… aber wasn jetzt? Internet angeworfen und Genf – Nizza im Flügerli für n Appel und ein Ei? Näme mer. Die Kumpels doch recht Erfreut über mein Vorhaben, war ja alles gebucht, Gepäck noch dort… Alors Messieurs – l avion landet de denn u denn … Tip top, meinten Sie, Ich dürfe gerne die Aufwartung in Monaco, im Cafe de Paris am Ecktischli machen – nid pressierä – eifach cho, si würdi de scho warte…
Eine unpassendere Ankunft im Fürstentum hats und wirds wohl nie mehr geben – Nein, nicht per Limousine. Auch keine Yacht – nicht mal ein Riva-boot. Nicht elegant mit dem Fallschirm oder dem Helikopter hinein ge-swoopt – nö – ein Linienbus, ein stinkiger wars. Jawoll – das gibts tatsächli…
Nun Ja. Viele sind dort nicht ausgestiegen – ich schon. Am Botanischen Garten vorbei getschumpelt, aah Monsieur lö Policier – bonjour – i am cherchering le cafe de Paris – pas pour le Schteek, le Restaurant…sivuplee? Und – der Salutiert doch tatsächlich – das erste und einzige mal werde ich be-salutiert von eine flic – incroyable, mais cest vrai … erklärt jener hilfsbereit aber so schnell – no chance… komme ich also trotzalldem an und welche Freude – am Ecktischli sitzen doch tatsächli die Kumpels.
Halli – hallo – u bienvenüü retour!
Monaco. Mir wird erklärt wis louft:
Auso Buebli – eifach besteuä, nid übr t Prisä studierä – das isch dr Iitritt. U du eifach fürä Luegä – tShow loufi – aber i heig nüt verpasst – sig wi ändlos…
Eine concise, schnelle und funktionale Spielanleitung, wie selten im Leben …
Auso, mau chli Gedued u luegä… ischt aber nicht nötig – kaum das erste Getränk in den Fingern – hey lueget mau, das Teil…
die Kumpels nur so: daich… was meinsch de wo mir sy? Und recht hatten sie – ist die Beiz halt Ecke Place de la hesch nid gseh – Links dervo zGrand Casino, gägenüber e grobe Hoteu-Bunker. Vieles driveret da halt vorbei, und bei der Dichte von Gutbetuchten – e was äch – riichä Seck – fahrt haut öppe zeint oder anger spezieuä Wägeli dürä. Gwüssi gseht me immer wider – ob das Parkieren so teuer ist, das dem Chauffeur aufgetragen wird, Rundeli zu drehen, bis der Hund Frisiert oder irgend ein anderes rich-people-past-time erledigt ist – oder ob im Fürstentum die Französische Art des Parkierens en vogue ischt: ping, pang pung – knirk schepper – dinnä? Da ist es wohl echt ökonomischer zSchoförli Runden drehen zu lassen…
Nun ja – Monaco… der Einte oder Andere könnte nun meinem – ihr seid ja nur eifersüchtig, ihr Habenichtse … tütterli – wer würde nicht gern etwas mehr Kohle zur Verfügung haben, keine existenziellen Sorgen mehr? Halt mit dem Risiko sich Sorgen einreden zu lassen, die man ohne der menge an Knete gar nie gehabt hätte haben können – lacht man sich Freunde dererart an, dass die Kontostände passen – aber hat man mit Denen überhaupt noch was zu lachen? Und, wo hört die Dienstleistung auf – fängt das echte Leben an?
Auso in dem Sinn – nö – ich glaube offen und ehrli sagen zu dürfen: Gönnen wir denen ihr … was ists nun denn? Wohl eine Mischung aus Ballenberg für Reiche, geschützte Werkstatt gated … nun comunity darf man würkli nicht sagen – eher collection… of tax evaders…
Haben wir uns doch sehr amüsiert, und sind nach einem Tag gerne in unsere kleine und ärmere aber doch so reiche Welt retour.
Nun ja. Die Rechnung vom Kaffeechränzli war erwartungs gemäss garstig – den Vogel habe ich mit einem Melonensaft abgeschossen. Habe gar nicht gewusst, das es frisch ge … wie macht man das wohl? Auso, frisch gesaftete Melone gibt… Es war auso wunderfein, und hatten wir eine Messlatte für den Rest der Ferien. Alle Kosten wurden im Verhältnis zum Melonensaft gestellt – und waren dadurch keinem Cent günstiger, aber irgetwiä nicht mehr so schlimm.
Zu erwähnen ist vielleicht noch die Polizistendichte… haben eine Uniform wie die schlacht von Waterloo, Und salutieren würkli (fast) jeden. Ihre Wahrnehmung, eventuell etwas selektiv… ein P1, brandneu, noch mit der Folie, kann problemlos ohne Kontrollschild quer durchs Fürstentum queren. Ein Asiatischer Welterbummler per Velo unterwegs der sich kurzfristig aufs Trottoir verirrt – Potz hat der eine Wolke kassiert… naja – wenn zwei das gleiche … ists nicht dasselbe…
Und hier nur kurz und nebenbei: Bin ich grundsätzlich den Cyclischten eher kritisch eingestellt – was man dann in weiteren Installationen auf diesem Sender bestätigt bekommen kann…
Item. Die Ferien auso – halt wie Ferien so sind – hat le soleille brilliert wie in Südfrankreich erwartet wird, aber tschakkka-di-bumm und schon vorbi. Bevor wir aber richtung Hervé und Schwedenmobil retour sind, gilt es folgende hoch-lichter hervor zu heben:
Nizza. Speziell. Mischung aus Altstadtcharme, mondänes Touri-ripp-off und Grossatdfunktionalität a la France… Die Promenade des Anglais sieht wirklich so aus wie im Asterix… wenn ein spontanes Gewitter aufzieht hat Sogar der Chef-Wixer am Strand zeit ein Pastis zu servieren – sind wir halt die einzigen Gäste…
Dann Neptuns Rache am Place de la Kamerad Schwungrad – auso – die Meerfrüchte waren sensationell – aber das Tram wo vor dem Platz sein Strombügel artig einfährt, flockig über den Platz gondelt, und selbiges steifräch änefür wider an die Leitung hält… pervetierter Heimatschutz für die einten… waren wir aber fei fasziniert…
Und Kulinarisch? Nun, schlecht gegessen haben wir nie… sogar sensationell … aber wir sind noch einmal runtergefahren, und dertederfüren will ich auch noch was zum prichten haben…
… Also kommen wir bei Hervé an. Kumpelchen, das arme Wesen dann alleine auf dem Töff… hatte er sich so ein Italienischer Superbüffel zu gelegt… Die Mechs natürli allesammt rausgestürmt und oh… incroyable, cest un reve… mais non.. hou-lala … und so in dem Sinn noch viel mehr. Für Kumpel war dies wohl gad das Beste was sein konnte – hatter er sich noch relativ frisch aus einer toxischen Zweierkiste heraus katapultiert gefunden, mit Verve und frischen Mut sich vom Pantoffelhelden wieder richtung Mann zu entwickeln begonnen – und so ein wenig Mittelpunkt und Lob – tip top…
Ich und der andere Kumpel halt beim Hervé im Büro… Ja, u de, les vaccances? Mouou, daich, süper bien, all around… und de tRalley mit em Bugatti? Tres fort, tres fort, mais beaucoup de travaille pour moi… Weder die Rauchgewohnheiten, noch die Laune der Sekredüse hatten sich seither gebessert, und nach einigem Smalltalk und gäbig Floskeln meinte Hervé ändli…

Aaah aber deswegen seid ihr wohl nicht hier, alors – und nimmt er so ein leicht misslungenes Dreizack-gebilde aus Heizungsrohrgmuffen raus. Mir ist wohl die Schnörrä gad offen geblieben – das sei nur der Prototyp, meinte er – nun ja das Verbaute sehe nicht viel bräver aus, aber würde ganz sicher verheben – ob wirs grad zahlen würden?
Natürellemänt daich… Blondie war ganz baff – zahlen doch Kunden einfach, ohne Diskussion und Lästerei – gabs ein Lächeln – wohl aus der Zeit vor den Entäuschungen und dem argen Leben…
Und schon viel zu schnell war man wieder im Alltag – die Ferien eine gerne aufgewärmte Erinnerung… Hat aber Kumpelchen Herves „Fred-Feuerstein-Schnüffelstück“ als Glücksbringer im Outöli derbi…
Ta. Hat das Wägeli eine akute Franzosen- Alpen Allergie – aber davon mehr next time auf diesem Kanal…


FE April 23

Vom Reisen 2.1

Jawoll – es isch witergange. Musste halt de fei nachegschüttet si und hat Kumpelchen natürellemänt nicht mehr ganz so angegast. Sind wir dann halt angekommen – second stopp – das Hotel nondesscript, aber ganz ok. Da ging die Telefoniererei los. Aaah oui. quelle voiture… non, non non, jai connais pas… Ja und zu guter letzt haben wir dann le Meccanicien du Village aufgesucht so last chance mässig… Und dort ist dann fei Hoffnung aufgekeimt – meinte dann der Chef, aaah bonjour Messieurs oui, oui, un voiture de Suede – tres interessant… alors, jai pas le parts ici pour ca, mais un coup d oeil, et je telefoner…
Immerhin, einer der nicht glattweg in die Schnappatmung verfällt, wenns nicht RenaultCitroenPeugeot ist.
Und nun zum Schwedenmobil himself. Also wenn es läuft ist das Teil ja wirklich toll – einwenig frontlastig villeicht, aber wenn das Turböli drüllet, gehts doch fei beschwingt vorwärts. Aber eben – machen die gleichen Schweden noch Düsenjegerli … üüüh dir – hoffe ich eifacht, dass die dann nicht so weils chli uffen und appen geht, grad inkontinent werden und dem Piloten Im Display ein „game over“ zeigen… und meinen: you can now de-barque -ing with de Fauschirmli or direktli take de harp…
Und nun zum Kumpelchen. Oh je. der hat mir grad leid getan – kam der einwenig ins flattern… ist voll nach zu vollziehen – habe ich auch zu meinen Maschinchen ein ehnder inniges Verhältnis – und wenn mal was nicht funzt – ich nehms persönlich, sehr. Hat der Herr aber einen relativ straffen Schlachtplan entwickelt – klar, ist der Typ im Nebenamt auch König – das aber eine Geschichte für ein anderes mal…
Und dann zur Dorfgarage. Ein wundersamer Ort, das Büro so sixties, mit Holzmöbeln und drehstühlen und abgetakelter Sekredüse blond, uberschminkt mit Muggigring und permanent am rauchen… Rolodex, Schreibmaschine und Karteisystem äänklüsiv… hätte man meinen können, Hackfresse Ventura und der junge Delon würden dann grad durch die Milchglastüre reinplatzen und eine wilde Schiesserei anzetteln. Das Gebäude, so naja, leicht verkommen, aber die Werkzeuge und die Einrichtung recht up to date. Drausen standen ein fetter Jaguar, ein Venturi – an den Wänden Pokale und Bilder – ein Bugatti – ja genau dä – dä wot wosch – grosses Stürrrad u au Heble dusse… Hatten alle Mechs ölig Finger, und haben 4/5tel stets geschraubt, der Resten gegkukkt und kommentiert – wir sind in Frankreich n est pas?…
Und dann der Hervé. Das ist der Chef. Auch ölig Finger, der obligate Pornobalken und einer vom alten Schrot und Korn… naja emel so in der art… Meinte er jaja, der Venturi – ein fesches Wägeli – klar, ist ja von Frankreich – aber scheisse zum flicken… der Jaguar – das sei eigentli seiner – er käme nur nie dazu den zu machen… und der Bugatti – ja der sei grade mit dem Garagenbesitzer auf der Rallye – er müsse ihn halben vorbereiten…
Ja – der Schwede also – am Nami hätte er dann Zeit, würde er hurti luegä. Und tatsächli hats bald darauf gebimmelt, jawoll – „Schnüffelstück“ kabutti … in ganz Frankreich kein so Teil… no blöd… Kumpelchen hatte mittlerweile seine persöndliche Schweden-Eumel- Hotline beeumelt – und Diese meinte – tja – hätte es gäbig von den Teilen in CH – aber derten druffen sei ein Rückruf – drum seis äuä kabutti gange…
Aber eben, Kumpelchen und sein Schlachtpaln… Etwa aufgeben, beschämt nach hause tuckerlen? Nid mau vilich, je suis Suisse et super bien assuree im fau, putain de la mer – u usserdäm no dr Chönig auso – Ersatzwage häre, aber subito… Also so in etwa ists schon abgelaufen , einfach in der ziviliserten Sychronisation… Der Dorfvermieter – der eigentlich ab 17 uhr in seinem Büröli sein sollte – weit gefehlt – niente die venezio… so ein schmieriger, Abgfäntileter wie die Bösen aus der zweiten Reihe in den Belmondo Filmen. Hat zuerst mal rumgeflucht und theaterlet – schnell wurde aber klar, dass Kumpelchen einfach sitzen bleibt, bis ein Gefährt präsentiert wird… zuerst sollte es ein verbeulter Peugeot sein – wo er aber gehört hat, wo wir hin wollen, wollte er den nicht geben. Schluss und am änd wurde es ein brandneuer Berlingo – gagibrun metalizee…
Hervé – die gute Seele meinte dann was wir vor hätten? Faire les vacances daich – hurti atz Meer u so… aaah nun er könne schon so was zämmenstiefeln so das es für nach Hause reiche, und wenn wir das Ersatzwägeli retour brächten, könnten wir le Suede wieder mitnehmen.
Schnell war umgeladen, und so gondelten wir halt gen Mittelmeer, sind auch angekommen – bekanntlich ist das schnellste Auto ein Mietauto… aber ein M-Bütschee Dieseli … chasch drückä was twosch … es chunt eifach nüte … Chez le Souri Gris – auso, so hat die Pension nicht geheissen – aber Frau Gastgeberin wirkte einwenig so… Naja, waren Ihre Gäste wohl eher pensionierte Akademiker als verschwitze Biker. Egal, wir hatten eine Bleibe, die Bikes standen im Garten auch nicht schlecht.
Im Laufe des Abends blöd, musste ich hören – habe sich Zuhause eine Krise angebahnt. Also, am nächsten Morgen rein ins Kombi und das Ganze retour – nicht so eine flockige Fahrt – aber auch hier nicht das Ende der Vaccances fou…

FE März 2023

Vom Reisen 2.0

Nun ja, habe ich also berichtet, eismau, vom Reisen und so. War dies natürli nicht die einzige Reise und dertedrum u deswäge kann ich glatt noch mal. Bekanntlich soll ja Reisen bilden – wie denn das? Ausbilden abbilden, einbilden? Davon habe ich nix gemerkt – genug Bilder hatten wir emel dann – ist Kumpelchen doch fei ein wilder Bilderer mit em Kameräli.
Ereignisreich war die Reise allemal – durften wir in einer Boutique ein direkter Nachfahre des kultig – piepsigen R2D2s namens monsieur le poubelle kennen lernen – hat dieser zwar kein Pieps von sich gegeben, aber kultig war er allemal, und hat komentarlos die Etiketten unserer frisch erworbenen streifli Shirts entgegen genommen.
Sind wir stehen geblieben, musste ich unplanmässig nach hause, zwütschgendüren, ein Spotting gabs auch – nein – nicht train spotting, aber eben.
Ging es dies mal richtung Nizza – ich und ein Kumpel auf 2 Rädern – und mit riesen Glück noch Kumpel numero troi mit 4 Rädern – Gepäck und Regenzeugs gelöst. Und fand dieser es durchaus in Ordnung uns über die Französischen Alpen richtung Mittelmeer zu folgen, im schnadigen Schwedenmobil.
Also, los von Rom. Konnte dann doch recht motiviert angeblasen werden, dafür ist die Alpenroute gen Süden glatt geschaffen – angasen – aber richtig… Des Abends dann first stopp, ein desintressiertes Hotel mit einem schlappen Concierge. Konnte der sich knapp von seinem game lösen um auf unsere Frage wo man fein essen kann zu meinen er sei nicht von hier … also, das waren seine Worte. Gemeint hat er: Mir doch gliich, verspisst euch…
Der Taxifahrer aber, hatte einen etwas gesünderen Bezug zum Servicegedanken. Hat es halt geschifft und gedonneret und getan, wie öppen diä nach einem heissen Tag – Taxifahren war angebracht. Hat er während der Fahrt bei Chez Henri angerufen, um zu fragen, trois persones, cest possible? Nid dürä cho – angekommen, er aus dem Taxi gehuscht um nach zu doppeln – leider ausgebucht – meinte er ob Chez Giselle auch ginge? zwar nicht incroyable aber immer noch formidable – blöd – hatte die Chesä zu… Alors meinte er, ein „… able“ habe er nicht mehr, dafür aber garantiert ein table bei der Tante von seiner Ex Ihrer Cousine – gutbürgerlich, und tres tres bien. Hatten wir nun gäbig Kohldampf – selbstredend für uns niquelle, die Lösung. Alors, j explique meinte unser designierter Chauffeur.
Es regne.
Oui, vraiment, c est juste – auch wir hätten das mittlerweile festgestellt.
Er habe zwar Schirme, aber das sei merde.
Ahhh?
Oui, bien sur – er würde jetzt dann hurtig rückwärts in die Fussgängerzone driveren, wir dürften dann ein schnittiges debarque hinlegen, nach Lust und Laune mangieren und wenn wir den Kaffee bestellten, würde Mutti ihn anrufen und er wäre promt zur Stelle … es Koste einfach dann nochmals was jetzt – zahlen könnten wir dann am Schluss, ob das so marschieren täte?
Natürellämänt marschiera das so, parfait.
Und genau so gings. Stoben die Fussgänger auseinander, wir zack in die Beiz, und fang mau ein Aperöli bestellt.
Nun ja. Die Französische Lebensart macht halt meist schon Freude – die französische Küche – natürlich grad dazu. Äänklüsiv dem mis en place, dem Steameren, mit oder ohne Druck und dem ganzen Firlefanz rund ummen. Aber manchmal ist einfach keep it simple angesagt – mit einem Schteek-frites is(s)t man(n) und auch Frau meisst a point, saignon, oder auch bleu – bien cuit lassen wir sein – die Sohle gehört an den Schuh, nicht auf den Teller… Und cuissance können sie, die Franzmänner, die Franzfrauen natürli ou!
Und so wars. Mutti ist fei eine Erscheinung und Ihr Essen wirklich tres tres bien, Sie eine excellente Gastgaeberin – bleiben die Gläser nie leer. Haben wir natürli auch zu berichten und planen gehabt.
War dann der Kaffe ausgetrunken und hat Mutti doch dann langsam zu verstehen gegeben das die die Beine fei spüre und wir doch gerne Feierabend machen sollten – gerne doch, aber unser Taxi? huhh lala mais non, j oublie… Alfons – tout suite, tout suite… je mexscuse
Gabs noch einen aufs Haus. Unser Fahrer hatte seither wohl nicht nur das Auto getankt – sind wir aber wohlbehalten im Hotel angekommen – haben uns mit alors, Alfons mon cher … und einem fetten Trinkgeld bedankt und gemeint au revoir und beim nächschte mau gerne wieder…
Also, am Morgen war das Hotel immer noch gleichgültig – die Zulieferer aber – oha lätz – die konnten was. Frische Früchte, die Pain au Chocolait goldig braun, butterig, und so leicht verdrückt, dass man sie eben grad verdrücken mag.
Sind wir also los, nicht ganz so früh wie geplant, aber doch frohgemut und voll auf Kurven eingestellt. Tja, irgeteismau muss einfach re-hydriert werden – die Piloten das gute alte Hahzweioh, die Maschinen ein Schluck Arabermilch – sangplombnonontsäänk sivupleh…
Die Tankerei ging ja noch flockig von statten, aber -oh weh und ach wie blöd – das Schwedenteil, nicht grade brand new, aber weit weit weg von einer altersbedingten Inkontinenz… piselt das Teil doch steifräch hinger em linke Vorderrad füren.
Hmmm – nix gut… afa mau Moscht ist es nicht, Öl auch nicht – zum Glück. Hat es auch nicht das Bouquet vom Scheibenwischerwasser… merde alors – Kühlwasser ists… hmmm not de finishing of de world, aber gäbig das Instrumäntli mit den Ceh-rundumeli beobachten, gäbig Wasser bunkern und weiter gehts…
Und es ging würkli weiter – and u make watching dis space tu lake de continuation… in de from travellin 2.1…


FE März 23

Work Life Balance

Was ischt das? kann man das essen? Nun also dann halt – habe ich mit Büebu – das ist so einer vom Nachwuchs, wo ich arbeiten tue, über die Work-Life balance diskutiert. Also Englisch kann ich halt, habe ihn aber grad äxtra gefragt, wassn das den genau sei, die Work Life balance?
Das sei die wirtschaftliche Zukunft – meinte er leicht aufgeblasen- … die Rückstellung von privaten Interessen zugunsten der Arbeit…
Ach so. Glücklicherweise lebe ich auch, wenn ich arbeite, denke ich, ob da echt was falsch sei?
Kommt mir ein Seniorchef von einem anderen Leben in den sinn – wo der Juniorchef so alles einwenig zungeropsi organisiert hat, seufzte der tief und meinte: Neue Zeiten verlangen nach neuen Ideen…
Dann hat halt das Telefon geschellt, und war fertig mit diskutieren und sinnieren.
Also – der Bübel. Das ist einer von den guten. Von seinem Karma oder den Sternen oder woher auch immer mit der Akribie, der Disziplin und dem Pi-Pa-Po eines Analtheoretikers gesegnet, dazu aber das sonnige Dispositiv vom Bonvivant. Ist er voll italienischen Geblütes – also kann und tut der reden – nicht nur bis die Kühe in den Stall, gemolken, der Bauer gegessen, noch schnell auf die Alte und des nachts noch pissen gegangen ist – item – ischt dieser immer noch am schnurren – obwohls scho lang nüm zsäge git.
Und dies alles holistisch gesehen, noch recht gut verteilt – ist er also pünktlich – noch gerade, zuverlässig, aber nicht bieder, genau und doch charmant – quasi. Und ein guter Kumpel noch dazu.
Hat er dann und wann Stress und üüh dir – wie und wo soll das alles enden – Auch ein Kind seiner Zeit, ist er ziemlich gut mit seinem Mobile verwachsen und in der Zeit wo er pro tag sein Telefon streicheln tut, mit den Schatzeli schreiben, und irgendwelchen Ungeschickten zukuggt wie sie auf die Fresse fliegen hätt er vermuetlich glatt die gleiche Arbeit ohne Stress gemacht… aber eben – neue Zeiten…
Nun ja. richtig Fett sollen die Autos, das Haus und die Uhren sein – aber Arbeiten ja nicht zu viel dafür. Ist ja nachvollziehbar – habe ich persönlich auch noch kein Bankkonto zum heiraten gefunden… aber item – geht es hier um die Work Life balance.
Hab ich und mein kleines Hasenherzli mich scho lang mit der Tatsache abgefunden – so für richtig Malochen und dran klotzen bin ich wohl nicht gemacht. Hab ich halt immer Jobs gewählt, die mich fei gut dünken, zwischen düren habe ich das Gefühl ich täte bitzeli spielen… aber bis am Schluss artets trotzdem immer irget wiä in Arbeit aus. Will ich ja natürli auch gut sein – naja, geben wirs zu – nicht gerade excellent aber schon eher sehr gut… In wie fern (oder nah) die jeweiligen Chefs da durchblicken bleibt mir ein Rätsel. Bisher waren die meisten, doch recht nett, aber zu meinem grossen Bedauern wurde ich bisher noch nie mit Gold überschüttet – einmal gabs einen roten Teppich, aber der war nicht für mich – musste ich den appen postitchen.
Und sind wir nun am Ende der Weisheit angelangt, und ganz ehrli – nicht viel schlauer als am Anfang. Selber sehe ich mich grossomodo balanciert. Tue ich halt gern go schaffe gehen – ausser man wir getrijaket, und / oder Ungerechtigkeit und Dopplemoral herschen vor – aber sind wir ehrli – dies ist immer und überall beschissen.
Und dann gehe ich auch gerne in den Feierabend, in die Ferien und die Weiterbildung. Und komme auch gerne wirder.
Wenn ich denke, so ganz früher in der Höhle und so. Hat man wohl gegessen was man erlegt hat. Ging das Feuer aus, hat nichts mehr gedampft – nicht mal die Kakke. Wochenende? War nicht mal Science Fiction aber angersits war auch immer ein wenig Wochenende – so hoffe ich emel. Ein ganzkleinwenig bitzeli versuche ich das auch so zu sehen.
Under der Bübel? Ist halt einjeder selber der Kapitän vom Schiff von seinem Leben. Wird fou fäu spannend zu sehen wohin der segelt – hart am Wind, oder eher chli wi Trybguet – butelets mau hiä mau derte… sini Sach söu ers guet ha uz zLäbe gniessä!
Und zu guter Letzt: bin ich im richtigen Leben nicht ganz so oberflächlich – so von wegen Bankkonto heiraten … da gibts a schon Wichtigeres – hoffe ich emel das Steuer meines Lebens nie aus der Hand zu geben. Hat mal einer gemeint: Löt nech nüt la gfaue u blibet wi dir syt!


FE März 23

… öppis was mau…

Nun ja – gabs noch diese sorgenfreie Zeiten prä – Pandemie – konnte man hauben noch unter die Leute, so auch an einem Sonntag, auso dem ersten im Monat auf den Flohmarkt der Reitschule der Stadt Bern aufschlagen. War dies alben rundum ein gelungener Ausflug, tatsächli öppen ein Schnäppli, immer für ein Amüsement gut und oft gar eine nach meinem bescheidenen Dafürhalten recht nette Synopsis der Stadtberner Gesellschaft.
Junge Damen, immer gestylt, so von 0815 über schrill bis dezent elegant – aues säuber gmacht nicht zu vergessen – haben alle fau fäu immer eine halbe Chleiderboutigg derbi. Stell i mir vor ist die Kreditkarte endgültig am verglühn, oder droht die WG mit blatanten Rauswurf wegen akkuter Modeschwemme – mit erfrischend realen Preisen, so e schöne, rundä Füfliber ufwärts wird da easy come – easy go die Ware feilgeboten. Da können doch immer wieder Scenen genossen werden – auso dä Fues geit vilich scho i dä schue – aber nach füfhundert meter Daggle bruchsch e Säubschtfindigskurs u drü Wuchä Suva… Tja Vanitas Vanitam u heschnidgseh …
Dann schleichen vereinzelt die Mehrbesseren umenang, sagen nix aber Austrahlen tun sie: … Ja auso, mir chömä numä chli cho luegä – isch eigetli süsch nid so üses Umfaud – aber hei mir gspändet … schön heit ihrs hie – anders, aber scho rächt…
Aber so suma sumarum doch ein recht harmonisches Vielerlei, nicht unbedingt einig aber doch friedlich beisammen.
Irgeteismau ists dann zeit für ein Kaffee – aaah in der grossen Halle – eine Bar… Erinnerungen werden wach – vor mängem mängem Jahr an epische Konzerte, stümperhafte Flirtversuche und eben der Bar – ein Bacardi Cola im Pappbecher für einen 2liber bei den Punks – wobei Cola Bacardi wohl eher zutrift…
Item, mau bsteuä: der Espresso geht noch, aber als bei der Schale die Frage kommt: Hafer, Mandel oder Sojamilch – da muss ich dann schon intervenieren – nid mau vilich den Kaffee mit sowas vergiften … öb si nid öppä öpis heigä was mau ir ä Chueä drin isch gsi? fragt der Kollege diplomatisch.
Nei nei, äbe nid, hüt wetti si äbe gärn chli andersch… gits haut khes Kafi – auso derte emel nid…
Und seither ist doch scho einiges an Wasser der Aare runter gegluggeret, und eis mau beim Einkaufen hat mich dann doch e chli wenig der Hafer gestochen – wenn man das so sagen darf – Sah ich eben diese ganzen Laktose ersatz Dinger in reih und glied aufgestellt und dachte mal:
Muesch es ja nid i Kafi kheiä, aber mal probieren, vilich ischt es ja sogar fein? Gesagt getan und je einen strammen Liter in das Einkaufswägeli gepigelet.
Als erstes mal fällt auf – das Zeug ist garstig – teuer, aber nun gut – was nix kostet ist nix wert. Diheim dann frohgemut mal den Haferdrink eingeschenkt, wässrig weiss, ein ehnder trauriges geplätschere, aber dann im Gaumen doch sehr nett, so etwas nahrhaftes im Geschmack und angenehm rutschig. Für sich gestellt gar nicht übel – gar eher gut, ganz sicher nix für Tee und Kafi, aber wer weiss, vieleicht kommen mir noch ein paar Anwendungen in den Sinn…Dann meine grosse Hoffnung – die Mandelmilch – mag ich eben sehr gerne Mandeln in fast jedem Agregatszustand…
Pfui deibel kann man nur sagen – liebe ich wie gesagt Mandeln über alles, aber das? so schmeckt Nichts wenn Nichts ein Geschmack hätte, oder eine aufgelöste Kornfleeks Packung – nicht das ich selbiges so probiert hätte, aber in der Vorstellung öppen äbe eso.
Das Soja Gedöns ist kein deut besser – wässrig mit einer unangenehmen Bitternote im Abgang – ein klobig – unbeholfenes Getränk und nö, nicht meins.
Tja – so stehe ich nun da, reaktionär und unbelehrbar, und wenn ichs mir so überlege obwohl nicht grade extatisch aber doch beruhigend oft frohgemut bis glücklich und in tiefer Dankbarkeit der Lisa, Elsa, Anna-Belle und den unzählig anderen furzenden Wiederkäuern gegnüber, die doch mein Kaffee und Tee zu dem machen was es ist: huerä fein nämli!
Merci viu mau, und in diesem Sinne: Milch Lait Latte.


FE Juni 2022

Midlife Krisä

Da hat man doch plötli zfüfi am Rücke – u dänkt me chli zrügg cha me fasch nid gloube wi das deräwäg rasch het chönne gah. Der Zahn der Zeit, oder so.
Si doch früecher Äeone vergange zwüsche de Geburtstage, het sich zHerbschtquartal üsserscht qualvou idt längi zogä, het me aus Churze tZyt no i viertu Jahr gmässe – ma mi guet erinnerä, fei stouz verkündet zha i sig itz achti u drü Viertu.
Hätt ig uf e Grosspapa glost und flich so öppis gschids wie Quantämechanik gstudiert u no Philisophie obedruf gleit chönnt i itz öppis fei schlaus über tZyt und em Läbe brösmele. Hani haut nid und darum – bini äuä necher am Aute Secku wi je, louft mir Zyt baud chli zknschäu u tHandbräms dergäge find i nienä.
Hei mir haut das Füfi u müest sich doch sone Krisä ifindä, chämti schiints tManne öppe chli in nes Zügs, u müesti me schinbar der verlorene Jugend nache hächle und irget öppis bewiese – wäm äch? öppe am ehndschte eim säuber – am Räschte – füdläglich öp de itz e Harley Davidson choufsch oder uf ene Achtuusiger uffä secklisch…
Isch auso nid ganz so dramatisch. Zmeischt geit no – eifach so hurti dürä mache u am nächscht tag uf e Bügu – geit scho – aber me lidet doch scho chli meh wi aube. Het sich das aber aabahnet und dermit einher si doch e rächt aagnähmi Glasseheit, und derzue e chlini Biderkeit, ou nid grundfausch, derhär cho.
U Doch dänkt me so chli wiä wärs de wenn doch… Ja auso – het sich im mim Fau haut khe Zwänzgjährigi iigfungä wo unbedingt gschwängeret mues si. So vo wäge Porsche Cöp u so – no so gärn, sofort – mues aber gar nid luegä, seit mis Portmoneehli dütlich nä-ääh leider, nid mau vilich.
Blöd haut, mache mir witer wi bishär u meine mir sigi ja scho immer e Spätzünder gsi – vilich chunt no Öppis u wenn nid, um so besser.
Hei mer mittlerwilä scho chli wenigs meh aus zFüfi u immer no khe Krisä aber derfür tErkenntnis: Auso, Schöberli – so zweh Drittu vo der Zyt vo derä Rundi uf dr Chugle si durä. Fertig. Vorbi – unwiderbringlich.
U dergäge chasch nüt, aber de gar nüt tue. Isch eifach so. Machts khe Sinn am Vergangne nache ztrurä – was mache mir mit em letschte Drittu? u was de nid?
Hei mir mittlerwylä iigseh wärde mir weder dr Nobäupris holä no e Bülä itz Universum drückä… aber wenigschtens ä guete Fuesstritt wei mir ihm doch scho gäh, am Universum. U dertädefür üs nüm uf tChappe la schiissä, u diä wo nid wei, nid choi oder nid wei chönnä löh mir doch eifach ussä für. Wei mir doch no gärn soviu guets und gueti Lüt wis numä geit erläbe u erliebä, derbii ou gärn im Momänt u nid aus uf später verschiebä.


FE Jan. 23

Wörter

Früher also – da waren Wörter für mich Wörter halt und i ha gschnurret wie mir der Schnabel gewachsen ist – was ja Blödsind ischt – natürli und zum glück habe ich keinen Schnabel, und schon gar keinen Vogel …und was das vögeln angeht… ja, woll öppen gerne wenns grad passt, aber lassen wir das.
Zur Schulzeit eben da mussten doch in aufreibender Regelmässigkeit Aufsätze geschreiben werden. Ja und da fand ich Wörter gäbig doof, denn genau dann, wenn man einen Aufsatz schreiben sollte, gehen einem doch tausend Sachen durch den Kopf die hier und jetztn grad dringender, spassiger und schöner zu tun wären… als eben die anstehende Aufgabe, zu der just in diesem Moment gar kein einziges pertinentes Wort bezättweh eine sinnreiche Ansammlung derer, so als Idee für eben genau DAS in, durch oder wenigstens irgendwie an die Birne klatschen, flattern, kriechen, hüpfen, gehen, schwadronnieren, knallen oder sonnst in einer Form eben daher kommen täten würden.

Ühdir – was für ein Monschter-satz. Geht vermuetli gar nicht, abr i lah ne la stah – wiu i cha!

Ich meine, die Themen waren zeitweilig durchaus spannend – haben zum Bischpiu die griechischen Götter und Helden fei einen drauf gegeben und nicht viel anbrennen lassen.
Aber eben wenigstens von der Muse habe ich mir einen kleinen Nutzen erhofft – so sas ich da wieder mal laborierend an so einem verflixten Aufsatz – und da hab ichs nicht mehr ausgehalten und habe der Mutter verkündet – ich gehe jetz nach draussen, es sei wichtiges zu erledigen, unabdingbar und nicht zu verschieben!

Ach so – da müsse wohl schon gehandelt werden meinte die Mutter – aber wie es so mit meinem Aufsatz stehe?
… ja also, mit dem wird heute wohl ehnder nix – die Muse habe mich eben nicht geküsst – damit und einem aus meiner Sicht doch unwiderstehlichen Lächeln wollte ich mich von dannen trollen.
Tja, so Mueti – vielleicht sollte ich nochmals die Profeli putzen und die Haare strählen, und wenn ich wollte könne ich gerne auch ein paar Versli lernen… wie auch immer, es sei ihr egal, der Aufsatz wird jetzt geschrieben, mit oder ohne Kuss… und wenn ich Sie dann gefunden hätte, oder sie mich, die Muse auso, dürfe ich sie grad zum zNacht mitnehmen, sie wolle sie gerne kennen lernen.
Ja was wollte ich nun, ausser mit den Zähndli knirschen gabs nicht mängs. Habe ich die arme Mutter bös angefunkelt, aber innerlich musste ich schon denken, tja dumm gange, has versuecht… aber suber umä gäh – hundert Punkt für di Mueter.
Nun hat sich mit der Zeit meine Beziehung zum Wort ähnlich wie zu Oliven, Knoblauch und dem Fondue nachhaltig zum Guten verändert.
Ich meine doch – kann man schon fei chli spile mit em Wort und siner Kollege. Manchmal gehts gar fei ring – andere male tut man sich abmühen und chnorzen wienä Morä und dabei kommt nicht mal viel schlaues heraus.
Toll ist, von wegen Wörter aneinander mechifiszieren und so – hat man noch viel viel mehr möglichkeiten als Lego und Meccano zusammen quasi – quod est demonstrantum – wenn man die Welt der Litaratur ankukkt.
Und gratis alles das. (Auso wenn man schreiben tut, mein ig). Da sag ich nur – Potz millionä – und hoffe das mir no chli öppis i Sinn chunt…

FE Feb 23