Vom Reisen 2.2

Alors. Le crise cest pas la meme chose wi le cerise – meint der Filousof nach dem fünften Perroquet… Nun ja die Demenz ist einfach nur Scheisse. Inwiefern selbige bei mir stattfindet sollen andere beurteilen – aber bei Mutti halt – wars so.
Wär ich nicht retour gegangen und es wär aus gewesen – hätte wohl nie mehr geschlafen – der andere Weg ummen – einmal ists aus – darauf warten und nie mehr weg kanns auch nicht sein.
Item. Sass ich im Wöhnigli und dachte – Bin ich froh Mutti gesehen zu haben – es kommt wie es muss… aber wasn jetzt? Internet angeworfen und Genf – Nizza im Flügerli für n Appel und ein Ei? Näme mer. Die Kumpels doch recht Erfreut über mein Vorhaben, war ja alles gebucht, Gepäck noch dort… Alors Messieurs – l avion landet de denn u denn … Tip top, meinten Sie, Ich dürfe gerne die Aufwartung in Monaco, im Cafe de Paris am Ecktischli machen – nid pressierä – eifach cho, si würdi de scho warte…
Eine unpassendere Ankunft im Fürstentum hats und wirds wohl nie mehr geben – Nein, nicht per Limousine. Auch keine Yacht – nicht mal ein Riva-boot. Nicht elegant mit dem Fallschirm oder dem Helikopter hinein ge-swoopt – nö – ein Linienbus, ein stinkiger wars. Jawoll – das gibts tatsächli…
Nun Ja. Viele sind dort nicht ausgestiegen – ich schon. Am Botanischen Garten vorbei getschumpelt, aah Monsieur lö Policier – bonjour – i am cherchering le cafe de Paris – pas pour le Schteek, le Restaurant…sivuplee? Und – der Salutiert doch tatsächlich – das erste und einzige mal werde ich be-salutiert von eine flic – incroyable, mais cest vrai … erklärt jener hilfsbereit aber so schnell – no chance… komme ich also trotzalldem an und welche Freude – am Ecktischli sitzen doch tatsächli die Kumpels.
Halli – hallo – u bienvenüü retour!
Monaco. Mir wird erklärt wis louft:
Auso Buebli – eifach besteuä, nid übr t Prisä studierä – das isch dr Iitritt. U du eifach fürä Luegä – tShow loufi – aber i heig nüt verpasst – sig wi ändlos…
Eine concise, schnelle und funktionale Spielanleitung, wie selten im Leben …
Auso, mau chli Gedued u luegä… ischt aber nicht nötig – kaum das erste Getränk in den Fingern – hey lueget mau, das Teil…
die Kumpels nur so: daich… was meinsch de wo mir sy? Und recht hatten sie – ist die Beiz halt Ecke Place de la hesch nid gseh – Links dervo zGrand Casino, gägenüber e grobe Hoteu-Bunker. Vieles driveret da halt vorbei, und bei der Dichte von Gutbetuchten – e was äch – riichä Seck – fahrt haut öppe zeint oder anger spezieuä Wägeli dürä. Gwüssi gseht me immer wider – ob das Parkieren so teuer ist, das dem Chauffeur aufgetragen wird, Rundeli zu drehen, bis der Hund Frisiert oder irgend ein anderes rich-people-past-time erledigt ist – oder ob im Fürstentum die Französische Art des Parkierens en vogue ischt: ping, pang pung – knirk schepper – dinnä? Da ist es wohl echt ökonomischer zSchoförli Runden drehen zu lassen…
Nun ja – Monaco… der Einte oder Andere könnte nun meinem – ihr seid ja nur eifersüchtig, ihr Habenichtse … tütterli – wer würde nicht gern etwas mehr Kohle zur Verfügung haben, keine existenziellen Sorgen mehr? Halt mit dem Risiko sich Sorgen einreden zu lassen, die man ohne der menge an Knete gar nie gehabt hätte haben können – lacht man sich Freunde dererart an, dass die Kontostände passen – aber hat man mit Denen überhaupt noch was zu lachen? Und, wo hört die Dienstleistung auf – fängt das echte Leben an?
Auso in dem Sinn – nö – ich glaube offen und ehrli sagen zu dürfen: Gönnen wir denen ihr … was ists nun denn? Wohl eine Mischung aus Ballenberg für Reiche, geschützte Werkstatt gated … nun comunity darf man würkli nicht sagen – eher collection… of tax evaders…
Haben wir uns doch sehr amüsiert, und sind nach einem Tag gerne in unsere kleine und ärmere aber doch so reiche Welt retour.
Nun ja. Die Rechnung vom Kaffeechränzli war erwartungs gemäss garstig – den Vogel habe ich mit einem Melonensaft abgeschossen. Habe gar nicht gewusst, das es frisch ge … wie macht man das wohl? Auso, frisch gesaftete Melone gibt… Es war auso wunderfein, und hatten wir eine Messlatte für den Rest der Ferien. Alle Kosten wurden im Verhältnis zum Melonensaft gestellt – und waren dadurch keinem Cent günstiger, aber irgetwiä nicht mehr so schlimm.
Zu erwähnen ist vielleicht noch die Polizistendichte… haben eine Uniform wie die schlacht von Waterloo, Und salutieren würkli (fast) jeden. Ihre Wahrnehmung, eventuell etwas selektiv… ein P1, brandneu, noch mit der Folie, kann problemlos ohne Kontrollschild quer durchs Fürstentum queren. Ein Asiatischer Welterbummler per Velo unterwegs der sich kurzfristig aufs Trottoir verirrt – Potz hat der eine Wolke kassiert… naja – wenn zwei das gleiche … ists nicht dasselbe…
Und hier nur kurz und nebenbei: Bin ich grundsätzlich den Cyclischten eher kritisch eingestellt – was man dann in weiteren Installationen auf diesem Sender bestätigt bekommen kann…
Item. Die Ferien auso – halt wie Ferien so sind – hat le soleille brilliert wie in Südfrankreich erwartet wird, aber tschakkka-di-bumm und schon vorbi. Bevor wir aber richtung Hervé und Schwedenmobil retour sind, gilt es folgende hoch-lichter hervor zu heben:
Nizza. Speziell. Mischung aus Altstadtcharme, mondänes Touri-ripp-off und Grossatdfunktionalität a la France… Die Promenade des Anglais sieht wirklich so aus wie im Asterix… wenn ein spontanes Gewitter aufzieht hat Sogar der Chef-Wixer am Strand zeit ein Pastis zu servieren – sind wir halt die einzigen Gäste…
Dann Neptuns Rache am Place de la Kamerad Schwungrad – auso – die Meerfrüchte waren sensationell – aber das Tram wo vor dem Platz sein Strombügel artig einfährt, flockig über den Platz gondelt, und selbiges steifräch änefür wider an die Leitung hält… pervetierter Heimatschutz für die einten… waren wir aber fei fasziniert…
Und Kulinarisch? Nun, schlecht gegessen haben wir nie… sogar sensationell … aber wir sind noch einmal runtergefahren, und dertederfüren will ich auch noch was zum prichten haben…
… Also kommen wir bei Hervé an. Kumpelchen, das arme Wesen dann alleine auf dem Töff… hatte er sich so ein Italienischer Superbüffel zu gelegt… Die Mechs natürli allesammt rausgestürmt und oh… incroyable, cest un reve… mais non.. hou-lala … und so in dem Sinn noch viel mehr. Für Kumpel war dies wohl gad das Beste was sein konnte – hatter er sich noch relativ frisch aus einer toxischen Zweierkiste heraus katapultiert gefunden, mit Verve und frischen Mut sich vom Pantoffelhelden wieder richtung Mann zu entwickeln begonnen – und so ein wenig Mittelpunkt und Lob – tip top…
Ich und der andere Kumpel halt beim Hervé im Büro… Ja, u de, les vaccances? Mouou, daich, süper bien, all around… und de tRalley mit em Bugatti? Tres fort, tres fort, mais beaucoup de travaille pour moi… Weder die Rauchgewohnheiten, noch die Laune der Sekredüse hatten sich seither gebessert, und nach einigem Smalltalk und gäbig Floskeln meinte Hervé ändli…

Aaah aber deswegen seid ihr wohl nicht hier, alors – und nimmt er so ein leicht misslungenes Dreizack-gebilde aus Heizungsrohrgmuffen raus. Mir ist wohl die Schnörrä gad offen geblieben – das sei nur der Prototyp, meinte er – nun ja das Verbaute sehe nicht viel bräver aus, aber würde ganz sicher verheben – ob wirs grad zahlen würden?
Natürellemänt daich… Blondie war ganz baff – zahlen doch Kunden einfach, ohne Diskussion und Lästerei – gabs ein Lächeln – wohl aus der Zeit vor den Entäuschungen und dem argen Leben…
Und schon viel zu schnell war man wieder im Alltag – die Ferien eine gerne aufgewärmte Erinnerung… Hat aber Kumpelchen Herves „Fred-Feuerstein-Schnüffelstück“ als Glücksbringer im Outöli derbi…
Ta. Hat das Wägeli eine akute Franzosen- Alpen Allergie – aber davon mehr next time auf diesem Kanal…


FE April 23

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