Vom Reisen 2.0

Nun ja, habe ich also berichtet, eismau, vom Reisen und so. War dies natürli nicht die einzige Reise und dertedrum u deswäge kann ich glatt noch mal. Bekanntlich soll ja Reisen bilden – wie denn das? Ausbilden abbilden, einbilden? Davon habe ich nix gemerkt – genug Bilder hatten wir emel dann – ist Kumpelchen doch fei ein wilder Bilderer mit em Kameräli.
Ereignisreich war die Reise allemal – durften wir in einer Boutique ein direkter Nachfahre des kultig – piepsigen R2D2s namens monsieur le poubelle kennen lernen – hat dieser zwar kein Pieps von sich gegeben, aber kultig war er allemal, und hat komentarlos die Etiketten unserer frisch erworbenen streifli Shirts entgegen genommen.
Sind wir stehen geblieben, musste ich unplanmässig nach hause, zwütschgendüren, ein Spotting gabs auch – nein – nicht train spotting, aber eben.
Ging es dies mal richtung Nizza – ich und ein Kumpel auf 2 Rädern – und mit riesen Glück noch Kumpel numero troi mit 4 Rädern – Gepäck und Regenzeugs gelöst. Und fand dieser es durchaus in Ordnung uns über die Französischen Alpen richtung Mittelmeer zu folgen, im schnadigen Schwedenmobil.
Also, los von Rom. Konnte dann doch recht motiviert angeblasen werden, dafür ist die Alpenroute gen Süden glatt geschaffen – angasen – aber richtig… Des Abends dann first stopp, ein desintressiertes Hotel mit einem schlappen Concierge. Konnte der sich knapp von seinem game lösen um auf unsere Frage wo man fein essen kann zu meinen er sei nicht von hier … also, das waren seine Worte. Gemeint hat er: Mir doch gliich, verspisst euch…
Der Taxifahrer aber, hatte einen etwas gesünderen Bezug zum Servicegedanken. Hat es halt geschifft und gedonneret und getan, wie öppen diä nach einem heissen Tag – Taxifahren war angebracht. Hat er während der Fahrt bei Chez Henri angerufen, um zu fragen, trois persones, cest possible? Nid dürä cho – angekommen, er aus dem Taxi gehuscht um nach zu doppeln – leider ausgebucht – meinte er ob Chez Giselle auch ginge? zwar nicht incroyable aber immer noch formidable – blöd – hatte die Chesä zu… Alors meinte er, ein „… able“ habe er nicht mehr, dafür aber garantiert ein table bei der Tante von seiner Ex Ihrer Cousine – gutbürgerlich, und tres tres bien. Hatten wir nun gäbig Kohldampf – selbstredend für uns niquelle, die Lösung. Alors, j explique meinte unser designierter Chauffeur.
Es regne.
Oui, vraiment, c est juste – auch wir hätten das mittlerweile festgestellt.
Er habe zwar Schirme, aber das sei merde.
Ahhh?
Oui, bien sur – er würde jetzt dann hurtig rückwärts in die Fussgängerzone driveren, wir dürften dann ein schnittiges debarque hinlegen, nach Lust und Laune mangieren und wenn wir den Kaffee bestellten, würde Mutti ihn anrufen und er wäre promt zur Stelle … es Koste einfach dann nochmals was jetzt – zahlen könnten wir dann am Schluss, ob das so marschieren täte?
Natürellämänt marschiera das so, parfait.
Und genau so gings. Stoben die Fussgänger auseinander, wir zack in die Beiz, und fang mau ein Aperöli bestellt.
Nun ja. Die Französische Lebensart macht halt meist schon Freude – die französische Küche – natürlich grad dazu. Äänklüsiv dem mis en place, dem Steameren, mit oder ohne Druck und dem ganzen Firlefanz rund ummen. Aber manchmal ist einfach keep it simple angesagt – mit einem Schteek-frites is(s)t man(n) und auch Frau meisst a point, saignon, oder auch bleu – bien cuit lassen wir sein – die Sohle gehört an den Schuh, nicht auf den Teller… Und cuissance können sie, die Franzmänner, die Franzfrauen natürli ou!
Und so wars. Mutti ist fei eine Erscheinung und Ihr Essen wirklich tres tres bien, Sie eine excellente Gastgaeberin – bleiben die Gläser nie leer. Haben wir natürli auch zu berichten und planen gehabt.
War dann der Kaffe ausgetrunken und hat Mutti doch dann langsam zu verstehen gegeben das die die Beine fei spüre und wir doch gerne Feierabend machen sollten – gerne doch, aber unser Taxi? huhh lala mais non, j oublie… Alfons – tout suite, tout suite… je mexscuse
Gabs noch einen aufs Haus. Unser Fahrer hatte seither wohl nicht nur das Auto getankt – sind wir aber wohlbehalten im Hotel angekommen – haben uns mit alors, Alfons mon cher … und einem fetten Trinkgeld bedankt und gemeint au revoir und beim nächschte mau gerne wieder…
Also, am Morgen war das Hotel immer noch gleichgültig – die Zulieferer aber – oha lätz – die konnten was. Frische Früchte, die Pain au Chocolait goldig braun, butterig, und so leicht verdrückt, dass man sie eben grad verdrücken mag.
Sind wir also los, nicht ganz so früh wie geplant, aber doch frohgemut und voll auf Kurven eingestellt. Tja, irgeteismau muss einfach re-hydriert werden – die Piloten das gute alte Hahzweioh, die Maschinen ein Schluck Arabermilch – sangplombnonontsäänk sivupleh…
Die Tankerei ging ja noch flockig von statten, aber -oh weh und ach wie blöd – das Schwedenteil, nicht grade brand new, aber weit weit weg von einer altersbedingten Inkontinenz… piselt das Teil doch steifräch hinger em linke Vorderrad füren.
Hmmm – nix gut… afa mau Moscht ist es nicht, Öl auch nicht – zum Glück. Hat es auch nicht das Bouquet vom Scheibenwischerwasser… merde alors – Kühlwasser ists… hmmm not de finishing of de world, aber gäbig das Instrumäntli mit den Ceh-rundumeli beobachten, gäbig Wasser bunkern und weiter gehts…
Und es ging würkli weiter – and u make watching dis space tu lake de continuation… in de from travellin 2.1…


FE März 23

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