Warum

Als ob die Welt drauf gewartet hat, auf noch einen Blog, noch einer der seinen „Take“ auf was auch immer raus praschaueren tut?
Eher nein. Hat sich im Zuge der Digitalisierung das Veröffentlichen auergattigs vo sogenannt Kulturellem, sei es Musik, Bilder oder eben auch Geschriebenes zu demokratisieren begonnen – nein, ist nicht ganz eso – hat sich das Geschäftsmodel JEKAMI für die mit Internet und Kreditkarte etabliert – trifts vermuetli ehnder.
Nun gebe ich dem Drang in mir nach, und tue auch. Weder will ich die Welt erklären, noch führe ich Titten spazieren. Optimistisch aus schlechter Ausgangslage, nämlich alt, weiss und männlich, wird in loser Folge kommentiert und berichtet was mich an – und umtreibt. (Umtreiben, was für ein doofes Wort, wer will sich schon umtreiben lassen?)
… Und nun ja – die Sache mit der Kakke und dem Ventilator ist ja hinlänglich bekannt… bietet sich Gelegenheit, findet sich doch alben ach so schnell ein Grüppli was sich gäbig eschauffiert und selbiges auch breit verkündet… aber das Leben sei ja weder ein Guezli noch ein Ponyhof wird doch alben gemeint und als Kind der 80iger muss nun auch der flachste aller Zeitgeistklopfer platziert werden – no risk no fun …
Da mein Leben sich fett zu über 90% in meiner kleinen, kranken aber realen Welt abspielt, würden halt jegwelche sich aufbauschende Shitstorms und Canclereien durch entschlossenens Stecker ziehen vorsorglich ins Leere geleitet.
Wenn ich mich an die Tasten setze, sicher nie um Irgendwer auch immer zu kränken, beleidigen, verunglimpfen, marginalisieren… nein. Allerdings ist politische Korrektheit beim schreiben nicht allererste Priotrität. Meinung, Überzeugung, Rechthaben – damit halte ich es wie ein englischer Barde: Meinungen sind wie Arschlöcher – jeder hat seins.
Rechtsschreibung, Gramatik, Satzstellung, Syntax. Jawoll – die gibts. Mein Fensterplatz in der Schule habe ich genossen – lang ists her. Fehler wird es haben… leider. Weil ich sie nicht bemerkt habe oder es nicht besser weis. Und darum dürft ihr sie behalten, die Fehler, und gar falls gewünscht, einwenig in der moralischen Superiorität sulen bis wieder guet ischt.
Bin ich mir auch nicht zu schade ein Klischee, oder auch zwei drei zu bedienen, flapsige Wortspiele werden kalten arsches hingefleppert. Der Stil – nun ja ein Stil ist es nicht, die Art zu schreiben ist gewollt, früsch vo dr Läbere qausi – isch e so u fertig.
Wolan – vorwärts – was kann schon passieren. Finden sich doch am ehsten die ganzen Mühen und Wortverwerfungen irgendwo auf der unendlichen Halde von Bits und Bytes im Limbo des digitalen Vergessens – het eifach grad nit glängt. Macht nüt – die Vorstellung gelesen zu werden ist hinreissend und grossartig genug. Verstanden und geschätzt – oh welch schwindel – erregende Höhen… Mache ich dies zur erhebung der Moral und ohne jedwelchen Auftrages, Verpflichtung oder sonst was. Sollte ein Schmunzeln, einwenig Amüsement oder gar ein Gedankengang daraus resultieren – flockig, fein, erhaben. Wenn nicht, findet sich Erlösung immer nur ein weg-Klick entfernt.
In diesem Sinne Ole – und gesegnete Mahlzeit!
FE Jan. 22