Midlife Krisä

Da hat man doch plötli zfüfi am Rücke – u dänkt me chli zrügg cha me fasch nid gloube wi das deräwäg rasch het chönne gah. Der Zahn der Zeit, oder so.
Si doch früecher Äeone vergange zwüsche de Geburtstage, het sich zHerbschtquartal üsserscht qualvou idt längi zogä, het me aus Churze tZyt no i viertu Jahr gmässe – ma mi guet erinnerä, fei stouz verkündet zha i sig itz achti u drü Viertu.
Hätt ig uf e Grosspapa glost und flich so öppis gschids wie Quantämechanik gstudiert u no Philisophie obedruf gleit chönnt i itz öppis fei schlaus über tZyt und em Läbe brösmele. Hani haut nid und darum – bini äuä necher am Aute Secku wi je, louft mir Zyt baud chli zknschäu u tHandbräms dergäge find i nienä.
Hei mir haut das Füfi u müest sich doch sone Krisä ifindä, chämti schiints tManne öppe chli in nes Zügs, u müesti me schinbar der verlorene Jugend nache hächle und irget öppis bewiese – wäm äch? öppe am ehndschte eim säuber – am Räschte – füdläglich öp de itz e Harley Davidson choufsch oder uf ene Achtuusiger uffä secklisch…
Isch auso nid ganz so dramatisch. Zmeischt geit no – eifach so hurti dürä mache u am nächscht tag uf e Bügu – geit scho – aber me lidet doch scho chli meh wi aube. Het sich das aber aabahnet und dermit einher si doch e rächt aagnähmi Glasseheit, und derzue e chlini Biderkeit, ou nid grundfausch, derhär cho.
U Doch dänkt me so chli wiä wärs de wenn doch… Ja auso – het sich im mim Fau haut khe Zwänzgjährigi iigfungä wo unbedingt gschwängeret mues si. So vo wäge Porsche Cöp u so – no so gärn, sofort – mues aber gar nid luegä, seit mis Portmoneehli dütlich nä-ääh leider, nid mau vilich.
Blöd haut, mache mir witer wi bishär u meine mir sigi ja scho immer e Spätzünder gsi – vilich chunt no Öppis u wenn nid, um so besser.
Hei mer mittlerwilä scho chli wenigs meh aus zFüfi u immer no khe Krisä aber derfür tErkenntnis: Auso, Schöberli – so zweh Drittu vo der Zyt vo derä Rundi uf dr Chugle si durä. Fertig. Vorbi – unwiderbringlich.
U dergäge chasch nüt, aber de gar nüt tue. Isch eifach so. Machts khe Sinn am Vergangne nache ztrurä – was mache mir mit em letschte Drittu? u was de nid?
Hei mir mittlerwylä iigseh wärde mir weder dr Nobäupris holä no e Bülä itz Universum drückä… aber wenigschtens ä guete Fuesstritt wei mir ihm doch scho gäh, am Universum. U dertädefür üs nüm uf tChappe la schiissä, u diä wo nid wei, nid choi oder nid wei chönnä löh mir doch eifach ussä für. Wei mir doch no gärn soviu guets und gueti Lüt wis numä geit erläbe u erliebä, derbii ou gärn im Momänt u nid aus uf später verschiebä.


FE Jan. 23

Wörter

Früher also – da waren Wörter für mich Wörter halt und i ha gschnurret wie mir der Schnabel gewachsen ist – was ja Blödsind ischt – natürli und zum glück habe ich keinen Schnabel, und schon gar keinen Vogel …und was das vögeln angeht… ja, woll öppen gerne wenns grad passt, aber lassen wir das.
Zur Schulzeit eben da mussten doch in aufreibender Regelmässigkeit Aufsätze geschreiben werden. Ja und da fand ich Wörter gäbig doof, denn genau dann, wenn man einen Aufsatz schreiben sollte, gehen einem doch tausend Sachen durch den Kopf die hier und jetztn grad dringender, spassiger und schöner zu tun wären… als eben die anstehende Aufgabe, zu der just in diesem Moment gar kein einziges pertinentes Wort bezättweh eine sinnreiche Ansammlung derer, so als Idee für eben genau DAS in, durch oder wenigstens irgendwie an die Birne klatschen, flattern, kriechen, hüpfen, gehen, schwadronnieren, knallen oder sonnst in einer Form eben daher kommen täten würden.

Ühdir – was für ein Monschter-satz. Geht vermuetli gar nicht, abr i lah ne la stah – wiu i cha!

Ich meine, die Themen waren zeitweilig durchaus spannend – haben zum Bischpiu die griechischen Götter und Helden fei einen drauf gegeben und nicht viel anbrennen lassen.
Aber eben wenigstens von der Muse habe ich mir einen kleinen Nutzen erhofft – so sas ich da wieder mal laborierend an so einem verflixten Aufsatz – und da hab ichs nicht mehr ausgehalten und habe der Mutter verkündet – ich gehe jetz nach draussen, es sei wichtiges zu erledigen, unabdingbar und nicht zu verschieben!

Ach so – da müsse wohl schon gehandelt werden meinte die Mutter – aber wie es so mit meinem Aufsatz stehe?
… ja also, mit dem wird heute wohl ehnder nix – die Muse habe mich eben nicht geküsst – damit und einem aus meiner Sicht doch unwiderstehlichen Lächeln wollte ich mich von dannen trollen.
Tja, so Mueti – vielleicht sollte ich nochmals die Profeli putzen und die Haare strählen, und wenn ich wollte könne ich gerne auch ein paar Versli lernen… wie auch immer, es sei ihr egal, der Aufsatz wird jetzt geschrieben, mit oder ohne Kuss… und wenn ich Sie dann gefunden hätte, oder sie mich, die Muse auso, dürfe ich sie grad zum zNacht mitnehmen, sie wolle sie gerne kennen lernen.
Ja was wollte ich nun, ausser mit den Zähndli knirschen gabs nicht mängs. Habe ich die arme Mutter bös angefunkelt, aber innerlich musste ich schon denken, tja dumm gange, has versuecht… aber suber umä gäh – hundert Punkt für di Mueter.
Nun hat sich mit der Zeit meine Beziehung zum Wort ähnlich wie zu Oliven, Knoblauch und dem Fondue nachhaltig zum Guten verändert.
Ich meine doch – kann man schon fei chli spile mit em Wort und siner Kollege. Manchmal gehts gar fei ring – andere male tut man sich abmühen und chnorzen wienä Morä und dabei kommt nicht mal viel schlaues heraus.
Toll ist, von wegen Wörter aneinander mechifiszieren und so – hat man noch viel viel mehr möglichkeiten als Lego und Meccano zusammen quasi – quod est demonstrantum – wenn man die Welt der Litaratur ankukkt.
Und gratis alles das. (Auso wenn man schreiben tut, mein ig). Da sag ich nur – Potz millionä – und hoffe das mir no chli öppis i Sinn chunt…

FE Feb 23

Der Autofreie Sonntag

Ja also – hatten wir da fang eis mau die Greta. Auso zfride het die no nieä driigluegt won ig se gseh hätti – aber villich ligts haut am Klima um sä umä – wär weiss?… Vou fau het die de mau gäbig allen höchen Tieren die Meinung gegeigt – me cha ja derfür oder dergäge si – für das het si mi Reschpäkt.
U du nimmt si hurti kschnau ä schnittige Sägler für übere Teich. Weisch wie schön – das Ding ruuscht äuä fei, so ex „round the world“ racer. Ja, was wosch – nach mirä Kenntnis het bis hüt nur einä chönnä übers Wasser gah, seit me ämu – wär aber gad chli wit. Fahre chasch übers zWasser mit Outo, Töff, Schneemobil muesch aber fei Gummi gäh, darfsch ja nid la abrissä, u sött chli glatt sy zWasser… wär aber äuä nid im Sinn vo ihrem Programm.
Foufäu hurti kschnau drü tonne Carbon verbout für dä Kahn hei si – auso – Carbon – fiber, nid öppe de das vo dr Luft. U itz, dass mir üs gad richtig verstöh – i ha de nüt gäge Carbon – im Gägeteil. Fei es Wunderding was me da drus aus cha bouä… eifacht de bi end of life mit hurti komposchtierä u guet isch de nüt. U bis es de so i dr Form isch wi gwünscht o nid ganz ohni – isch zwar gflochte – aber zum lisme ischs nid gäbig – aber item…
Wo de eis so ne liecht hysteriösi Tschuppelete Girls mit Plakatli früsch vom Zuekunftsprodeschtli so i eirä Wuet um mis Outoli umähüpfe u furt mit derä Stinkchischte skandierä – gits mir gad chli Stoff zum nachedänke.
Auso Jute statt Blastigg isch derte nid. Si die Dame zum teil fei ufbreezt – u vo denä Turnschue chömä garantiert kener us dr Landi. Wird’s du de mau grün, auso tAmple, süsch nüt und i stinke haut gemächlich von dannen. Die Hysteriösä göh widerwiuig flink dänn, bichöme si fou fäu baud es Gjufu, fasch chli e Numere die Jonglierei zwüschem Plakat, em Händy, und em Handtäschli.
U du merk i plötzli: I bi äuä genau dä wordä, won i mi i däm Auter wi diä gschworä ha niä tsy – e bidere Füdlibürger haut. Aber immerhin – ha no kheni Beige Chleider… geng das.
Ja u wo ni so uft tOutobahn gondle dänk i so tja, die Dame – aues guete fürt Zuekunft – u das nid nur für e Fritig. Was dir ou machet, gloubet dra u häbit Freud – wenn i öppis us mir Zyt uf derä Chugle glehrt ha – wes söu wahr wärde, vorwärts gah wirds irget eis i Arbeit usarte – wet vom ene Oligarch gfischet wirsch gits äuä eifacht angeri Prioritäte
Ja, u bim Fürabebier verzeu is de Kollege – potz – hei diä nid Freud: Wohlstandsverwahrlost, weltfremd verwöhnte Kackaffen… ja und um e chli zde-eskaliere verzeu i vom Outofreiä Sunntig.
Hie numä ganz churz für e chli Konteggscht – quasi. Simer i de Achtzger Jahr, vou chaute Chrieg haut, und üs wird verzeut der Waud stirbi itz de gad, aus kaputt, tSchiissi isch riisig…
Nid gäbig, so jung u vou im Saft – wet nid im ne Piuz atomisiert wirsch – verrecksch wiu aus rundume verräblet. Blöd. U du chunt haut de di idee, nid vo üs, das a eis zwe Suntige der Chlapf doch chöntsch diheime la.
Simer so drü Jugetlichi – üser Euterä schaffe au im ne Heim für geischtig behinderti Mitmönsche.
Hei mir gmeint, mir setzi doch mau di Idee – üüh dir – was si mer abblitzt. Sicher nid, Blödsind, abfahre, was meinetir eigentli – cha jedä säuber entscheide a welem Tag gfahre wird oder äbe nid, Schnudderbuebe, naivi – tüet mau bi euch aafa…
Si auso üser Egöli liecht knigget, füehlä mir üs aapisst, gäbig…Löh mir das uf üs la sitze? Nö, sicher nid – nid mau vilich.
Guet, Auso – darf ja nid uffaue – hei mir es paar Wuche la vergah.
Zu der Zyt isch es Privatouto nid gad saubschtverständli gsi, aber di Institution het gäbig Chäre u Bösli. Hets es Büechli, wo igschribe wird wär wenn wiviu und es Brättli mit de Schlüssle. Hei mir auso e Sunntig gwäut wo fei Fahrzeug reserviert si, aber chli zytversetzt. U du haut spät des nachts liselig tHubä uf, Batterie abhänke, e fini Schicht durchsichtigs Chläbi um e Pol und wider drah… Schlüssu dräihe – nüt – guet, dr nächscht.
U itz mues i haut du öppis biechte. Mis Mueti het es eigets Outo. Isch si haut tChrankeschwöschter vo der Institution, u het im ne Notfau hurti mit em Gfaunig-in-Not its Spitau müessä we si nid säuber het chönnä flickä.
Dr Schlüssu han i scho gmugget gha, aber du isch mir i sinn cho – shit, was de wenn einä plötzli würkli öppis het?
Nun ja – han igs de Buebä verklikkert – und gmeint, i chönni de nie meh schlafe, wenn de irget e Mönsch zuschaden chämt, wiu Muetis Outöli „en sabotage“ ischt und so.
Tja, haben die dann schon gmötzlet und gemeint wenn schon denn schon alle u dermit eigetli ou rächt kha.
Ja, okhey, i dämm fau hie sig dr Schlüssu und ig wüssti de vo nüt… het ne haut o nid passt, u hei si de gmeint wenn ig chönnt garantierä das zMueti aber de sicher nur im üsserschte Notfau – das hingäge gängt hani gmeint… Si müessi aber au cho zVieri näh zu üs…
Jä äbe, öbs de die säuber gmachti Vanille Creme u tGüezi vo Norwegä git? ( I mues schwingbäsele wi wiud u chnätte wi ne morä – derfürä darf i usschläcke – u abwäsche – isch Tradition…)
Eeh daich…
Eigentli hei mir fescht dermit grächnet vertwütscht zwärde – so vom riisä Donnerwätter mit Usgangssperri bis zur Verbannig inäs Internat hei mir üs aus usgmaut – aber nüt haut. Hei sis üs nid zuetrout, oder üs der Erfoug wöuä vergälle? Khe Ahning.
Hei mir denne hinger em Vorhang fürä glüslet – si si cho einä nach em anger u hei frohgemut iglade. TSchlüsseli dräiht – u nüt. Einersits si mir üs fei grossartig vor cho u angersits wi richtig Dräckseck. Wo de e ganzi Familiä mit chlinä Chind dr Tagesusflug het müessä striichä – üüüh dir – wär i gärn i Bodä versunkä.
Ja, und ir nächschte Nacht – aus wider idt ornig gschrüblet – wei mir doch am Morge itd Schuel chauffiert wärde… „Schweinebacken R us“ würd me hüt gloub säge.
Stöh mir auso da, chunt der designiert Chauffeur u meint: Buebä u Meitschi – dir heit Päch – dr Bös isch kabutt, müesst säuber luegä … Cha nid sy mein ig, die gö immer. Moumou – dä miech khe wank. Quatsch – hesch öppe dr Schlüssu nid richtig draiht.
U so hin u här – bis er enerviert haut probiert het – kla-brummm hets gmacht. Iistaigä – abfahre hani gmeint u mir fei zLache müesä verhah.
U vili Jahr später hani mit Mueti tJugend la revue passierä – potz hani gschtuunet wiä viu si gwüsst het. Potz kheit si us aune Woukä was i no cha obä druf legä.
Hei mir ämu fei chönnä zäme lache.
U hütigstags? Suppä uf Biuder wärfe, wo me nid säuber gmaut het? Sich aachläbe ut tLüt schiissig mache? Ischs äuä zPrivileg vo dr Jugend zproteschtierä, lutstarch Änderigä aber subito zforderä.
Nun ja – mit em Füdlibürgertum chunt haut ou tErkenntnis: Änderigä? mira scho – aber langsam pressierä. Chunt nid guet, gar nid guet wes erzwängelisch muesch nur chli retour bletterä ir Gschicht – het gnueg Bispiu.
Hei si doch da letschthin sones Brüggli bout, wo me obe drüber cha während dessi unger Strass revidiert wird. Hurti so eini i chli bouä u drüber legä – chönnt me numä no säge: Und wenn sie nicht gestorben sind dann kleben sie noch heute.
FE Jan. 23

… Neulich im Himmel

Ja also, habe ich neulich doch des Abends wieder mal in einem Comic Büchli geblättert, fällt doch da ein A4 Blättli ussen. Ha, was das wohl sein könnte? Nun, ist es ein Strip, von einer Kollegin höchstselbigst gezeichnet.Schwarz weiss, flächig. Anno 1991.
Ist man also im Himmel, an den Rundumeli, die über den Köpfen schweben und den Federn am Rücken unschwer zu erkennen. Es wird Musik geprobt…
„Nein, Sie können die Flöte nicht gegen eine Trompete tauschen – und hören sie endlich mit der privaten Düdellei auf, drehen Sie sich gfälligscht dorthin, wo das Publikum sitzen wird, und spielen Sie was auf dem Blatt steht – Hosianna nämlich … Und wenns Ihnen nicht passt, können Sie sich gerne in die Putzkolonne umteilen lassen – Scheinbar sind Sie hier neu – wie heissen Sie überhaupt?“
„Davis – Miles Davis“
… Nichts weltbewegendes, kein umwerfender Gäg, aber eine Geschichte, damals aus aktuellem Anlass, stimmig auf einem A4 Blatt erzählt. Alles am rechten Ort, und pertinent – sehr pertinent die Panels platziert und überschnitten grad fett, genau so. Die Ästethik hat die mehr als dreissig Jahre gut überstanden, gefällt mir heute bald besser als damals. Und die Musik des besagten Herrn Davis? Oh ja – gerne. Wie gute Musik halt tut, steht Diese jeglicher Alterung im Zeitstrahl gesehen aussen vor und donderet bis heute in unverminderte Güte aus den Boxen – verführt, groovt und berührt wie eh und je.
Und was wohl aus der Zeichnerin von damals geworden ist? Haben wir uns doch zur damaligen Zeit, gerade so am zwäg ranken im erwachsenen Sein doch einige Nächte um die Ohren geschlagen – also eigentlich wurde gar nix geschlagen und auch die Ohren konnten ausser von einer zeitwieligen Rötung abgesehen für gewöhnlich brav als Solche an ihrem Platze belassen werden.
Item.
Haben wir über Gott und die Welt referiert, Kunst und Kultur bewundert und verissen und über die Frauen und Männer oder das fehlen von gerade den richtigen von Dererart in unserem Leben lamentiert. No so nornau haut, in dem Alter, wenn man das so sagen kann.
Die Dame hat dann plötzlich ganz gschwind zu sich gefunden, war gar nüme schüüch und ist so ziemlich durchgestartet… Wo sie Gelandet ist? Google wüste es vilich – aber für heute lassen wir es doch lieber mysteriös.
Den Strip, denke ich, der mir doch immer wieder ein Schmunzeln gewährt, geht nicht mehr ins Comic Büchli retour – ehnder in ein Rähmli und an die Wand.
FE März 22

C…


C… was das wohl bedeuten sollte – celsius, cool und Chlous und ein Ton, flockig Dur und melancholisch Moll im Akkord u no viu meh. Der C17 – ein begnadeter Tschütteler, wenn man so was mag –
das ist es nicht ist meinereiner sowieso ehner Freund von den vierschrötig Stämmigen mit den ausgefransten Ohren, die halt das Ei – förmige Rund unemang hofieren tun, und selbiges unbedingt über die Linie änefür oder dann über das grosse H bugsieren wollen. Und putschen die ineinder innen, äxtra und immer wieder, dass man denken müsste hobla, dä het itz äuä geschepperet, stehen die einfach wieder auf als ob nichts wär … machen einen Hasenhaken oder zwei drei und däselen füren wie eine pressierte Dampflok mit dem Ei unter dem Arm…. Widerstand? Ausbremsen, plätten, umgehen, schneller sein, abgeben aufbauen, mitgehen u secklä winämorä … gliret wird nid viu und der Schiri hat das letzte Wort. Kennen die eher keine Haarwurzelverstauchung wenns halt tätscht…

Also bin ich hier voll der Pflanzblätzlaferi, habe ich in keinen von den Spielen je mitgemacht aber luegen tue ich gerne… u tue ja nur dumm schnurren.

Aber item. Hat mir der Kumpel gesimmslet ja, was trinken wir, ist doch der stillste von den Hasen, ist der Flückiger Ändu von uns gegangen.

Ja. Der Kumpel, der ist manchmal schon weise, und mit dem Sims hatte ers wiedermal voll gepreicht. Mit noch einem Kumpel von eben jenen Kumpel zusammen, auch ein guter Fiesel, wollen wir nun die Gläser heben. Der Kumpel vom Kumpel wohnt im Emmental, in einem Haus an einem Weidli in einem Graben. Hat er dieses selbigst umgebaut, und ist noch dranen, mit Fleiss und Können und einer sympathischen Unaufgeregtheit – ist er eben angekommen, diheim.

Dorthin unterwegs bin ich schon froh Kind meiner Zeit zu sein, und eifacht chli am Redli zdräihe und mit em Füessli zdrücke, dass schneuer wird oder äbe nid, zOutöli. Auso, das als Schulweg und anno dazumal – üüh dir – lieber nüt zWiehnachte… Geht das derten ufen, und no chli u de geits no chli ufä und um e Bogä immer wieder u mau hurti schlammig witer, de chli Teer u plötzli isch Tschstrass verbület u chisig u när dürä Waud und am ne Heimatli dürä, deräwäg äng meint me me fahri ne grad dürt Stubä. U när no chli u du heissts parkierä.

Auso, bugglä mir die Chistä Bier u no chli Öppis ut notfautäsche u däselen ab. Geits fang fei rustikal appen, dann um einem gäbigen Hasenhaken angers weiter – was mit Rückenwind und Heimweh und ganz viel gutem Willen als Spur zu bezeichnen wäre. Mit Tageslicht und trocken – palim plum pam – träpelet man runter mit oder ohne Bier… aber im dunkeln, schlammig nass und das ganze unter fei einer Eisplatere kamen wir doch etwas in ein Gejufel… das Bier ist ja klar prio eins und wo wir dann endli unger bim Heimetli vom Kumpel acho si hei mir fei bieschtet u gäbig gmeint es Bierli heigi mir itz verdient.

Und so haben wir auf den Hasen getrunken – mit Freuden und Trauer. Freud, wiu mir deräwäg gueti musig vone hei – ja und eben – wenn man weiss wie Stille geht, de cha me so lut singe wie me wot – chas numä guet wärde -für feini Musig bruchts nid nur die gschpiutä tDön – nei, nämlich du äbe ou tStiui derte derzwüsche am rächten Ort.

Und Truur wiu mir wüsse es wird uf derä Wäut nüm cho von Ihm.

Von den lauten Sprechern donderet natürli Hase, zytewis scho so chli uf em eufi – i meine de Schaf ischs füdlä – glich u vilich hocke sich hurti Fuchs u Haas churz häre, und meine e dr tuusig auso – das si doch mau apartig Tön i däm Grabeweidli hüt zNacht… wo mir grad tFeischter offen haben nach dem Raclette – bevor si sich doch e friedlichi Nachtrue wünsche. Ja im Ämmitau wär schiins aus möglich…

U du hat es nicht mehr so viu in den Flaschen drin innen, und der Nechschte Tag wär eigetli auch schon gäbig angebrochen. Der Kollege muss mal in die Horizontale – wir sprechen noch über dieses und jenes und über all die Projekte, die angefangenen und zukünftigen bis dann mal guet ischt.

Unter der Stärne-Chrieg dechi ist es warm. Der Kumpel fräst friedlich sein Holz.Der Käse liegt im Magen und das getrunkene schwappt gemütlich an den Strand im Schädel.

Endo, und alle Hasen, Basen, Nasen und was sonst noch jemals dermit tzue het gha – merci – merci viu mau für dä!

Es ischt guet.

Und leider schon viel zu bald kommt die innere Uhr mit der unumgänglichen Botschaft: Uf – ga Büglä. Und ein Teeli später wird richtung Outo gestapft, es schneielet. Wirbelig unufdringlich, fasch chli schüüch. I dänke üüh dir. I wirde lide uf dr Büetz , isch nüm wi aube ir Lehr, wo me het dänkt schlafe chani weni de pensioniert bi… aber es isch guet.

… und noch viel besser – habe ich von anderem und feinerem geschrieben als von dem drögen C19 … will niemand mehr drüber hören und schon gar nicht lesen und das zu recht – geits doch langsam obsi. Nur So viel: Gespalten wird Holz und wes eim grad achunt öpe no Haar. C19 het sichs gno, u dervo isch äuä baud Jede zviu. Für mi hofeni dürfä zsäge, i heig im niemer gäh – ghouä oder gschtochä. U hoffen ig no meh: Diser wo ni meine gsehs ou so.

Februar 22 FE