Die Bananarebublik 9

jaja – zEsti … derä chasch nüt. Es isch du haut scho so gsi – tMeitschi u eigetlich zganze rund um wi si tickä (und ustickä) vorauem i relation zu eim säuber wärde plötzlich so chli zum zentrale Läbensinhaut. Und damiteinher gehend merkt me plötzli das zSchnäbi nid nur zum Pisle da isch…Und warum au die Giele di Gloria so interessant hei gfunge …
Aber es isch scho praktisch, quasi so chli ne Basis ir Stadt zha – mau spät i Chino, kes Problem, es Fescht bis weis nid wi lang – easy…
Eis mau louf I des Abends am Zimmer vor Henriette vorbi, tTüre isch offe, Henriette isch im Schniedersitz uf ihrem Bett u list ihri Frouäzytschrifte. Z Esti steit vor ihre mit verschränkte Arme u gits grad dürä:
Du u diner Mannegschichte – isch di sach. Aber wenn du zHärz vo mim Brüetsch verheisch – i mach di hi, i zerstöre di, fürabe, fertig aus…
Potz – bin i froh, het mi niemer gseh – bin i einersitz verläge das i grad i Bodä wet versinkä – angersitz wird mir warm um zHärz – mi gross Schwoscht wo sich um mi Seelefride sorgt, üüüh dir.
Henriette seit fang nüt, aber anstatt es Zetermordio, es Glir und es gHeu – leit si ihri Zitschrift wäg u meint:
Ja. das isch so ir ornig. Si heig nid vor irgetwelchi Härze zverbülä – aber sie erloubi sich – es würd si de nid erschtunä we sich im louf vor Zyt einiges a Wiberfouk bim Esti würd vorspräche … bezüglich Härzene – brocheni wi äbe oh un-ghärzti Härze so vo wäge dim Brueder… we si de wüsst was si meini?
Hmmm machts zEsti – u me gseht wis motoret – was äch, mis Bruederhärzli, das Büebli… oder äch doch??
I mues vereisä…

Du bisch gwarnt meint si no … u geit.

Auso – si mir am Sunti haut wider mau ir Chuchi gsi – es git Fisch zum zMittag – frag mi nid wele. Fou fäu so chlineri wo me mues putze – tHenriette cha das natürli flockig – Gring ab, flach ufz Brättli, ihängkhe mit em Mässer, schön flach gäge füre ziehe, Filettli drab, u aus Grät mit em Rücke mit eire Bewegig ussä, es Schnittli – fertig …
Bi mir gseht das leider nid so us, es isch ehner es Gemetzel. U du meint si, chum i zeig dirs nomau, wischt sich tHäng steit hinger mi häre – das het si scho hundert mau gmacht, si weiss genau wi sis ir Chuchi wot ha und het e Geduld – mit auem Kulinarische – derfür süsch nid so… nun ischs haut nüm ganz wi aube – nun meini haut zwüssä das es e Frou isch wo sich a mi drückt u zSchnäbeli fingt das ganz guet und verlangt so ziemli mit nachdruck a di früsch Luft gla zwärde.
Henriette fahrt mir mit dr Zunge am Äcke entlang hingers zOhr, flüschteret leg zMässer wäg, das bruchsch gad nid …i mues öppe nid witer its Detail, die meischte wärdes öppe erläbt ha – isch emu zhoffä. Foufäu weis si was si macht u meint gli drufab – blib no chli sitze u nähr geisch hurti unger tDuschi – si wöu de für zMittag luege…
I bi grad chli froh – das isch haut mau öppis ganz nois … aber es git mir scho zdänke – auso verliebt bin i nid it Henriette, es isch es guets, es schöns und es liebs – aber mängisch chli intensiv…
Bim zmittag seit niemer viu – i frage mi öb me mir de öppis aagseht. U de wird mir de grad gschmuech – es hätti jederzyt öpper i di Chuchi chönnä lauerä – üüü dir u lieber nid. Vou fäu dänke i mau – am beschte nid grüble – es wird sich wise.

adoptiert – adaptiert

Chatze? Dünns Iisch – isch scho fei guet drüber gschribä worde, u hei di meischte ihri eiget Chatze- Gschichtenä zum brichtä im trauten Kreise und so. Aber itzä – chunt mir haut nüt bessers i Sinn, u drum…… Wo ni hiä häre bi Züglet, si einigi vo denä Chatzeviecher so ums zHüsli gschtrielät – auso, dä wo uf mi Pfäffermünz (es isch de no a Nadu Münzä gsi) gmarkiert het – zersch gnüsslich dran gschnupperet, när zFudi uechä, mit em Schwänzli zitteret u hüh gib im, vo drübert. Mir wärde vermuetli nüm Fründä… Pfui, ää-ääh, abfahre blöds Viech… I meinti haut Pfäffermünzsirup a la Katzenpisse – nö. Cha nüt sy. Aber eini, fei viff, grau mit chli wiis gschlirket isch öppä am Morgä wo ni richtig Büez los zogä bi im Gras gläge, het aus gluegt… Hani mau es Bögli zuechä gmacht – vilich hallo säge, chli chräbelä? Nid mau vilich, isch si dervo, u het mi aagluegt wi:

U du? … Frömdä Fötzu, was wosch i mim Läbe?…

U chuum bini so wit wäg, das cherä u irget öppis usrichte nüm lohnti – stouziert si zum Hüsli – luegt arrogant übere – ätsch – du mir ou… Tja – bin i nid gfragt – chan i so näh macht nüt. Het aber das Viech haut mis Komposchtnetzli gfungä u dr Inhaut grossflächig verteilt – Chäsräuft si schinbar wit obä uf em Menue Salatbletter nid… aber immer wenn i chumä wird bös gluegt u abghouä.

Ischs mittllerwilä wider Winter – hani das de Nachburä verzeut bim Kafi, und es tüeg mir scho leid, i wöu de nid öppe ihri Chatz … ah, di sig nid ihri, ja di chäm öppä ou zu inä…Ja, de miechs nüt, wenn ig ihrä chli Chäsräuft u so gäbi? (Dr Komposcht hanget mittlerwile, ma nid immer wider zämeläse…) Und aus öb sis ghört hätti, steit si mau da und macht miau – mit em ne Piepsistimm ganz fiin. U so fahts haut aah – gönn i däm Tier doch, Foodwaste isch doof. Hei mir mittlerwilä fei e Symbiose – ischs es angers hei cho, ligt das Tier uf em Gländer, u meischt durets wenig vo dert wo dr Töff abgsteut isch, bis di Puusle motoret… Si aber natürli Ritual, Abloif zbeachte:

Wird mau ufgluegt – ahh oh scho da? hmmm. Mau ufhockä, blinzle, e Haubmeterchatz gäge füre, dr anger haub Meter gäge retour gäh, e churze Schläck, no mit em Pföti hurti überä Gring – für Disä simer präsentabel gnue – schmöcki schmöcki lueg – „toink“ mit em Chöpfli dra häre – auso, los chräbel er mal… U meischt wirds de gad chli guet, mues me Chopf a Chopf, unger em Chini dürä – ü da hei mir dezidiert Differänze- vor luter Wöhli tChraue dür tTöffhosä its Bei inä lah u ziä? Vilich für di – für mi? Danke – aber nei danke – näme mir die Pfötli gschider itd Hand… U sclussundamänd mues me du när uf e Chopf ufe chräsme, und isch me immer wider erstuunt – diser isch rund, dä Chopf und es geit hinger abe…… U du isch meischt guet. Bini äuä dr momentan Läbesabschnitts-heschnidgseh – hani aber klar dürä gäh, meint i ämu:

Auso, Liebi chasch ha soviu du wosch – wärdi das schiinbar meh, je meh me dervo gäbi – u wet richtig hunger hesch – Müüs fah weisch ja wiä – Wasser hets im Brunnä … Aber natürli – mittlerwilä gits nid numä tRäuft, sondern öppä no chli Chäs, e Zipfu vor Wurscht, luegt me das no chli Fleisch am Chnochä isch… Passt scho – geit si u chunt wi si hiä würd wonä. I chumä u ga wini wot u wonä tun i ou. Früecher, im ne stressigere Teil vo mim Läbe hani mir vor gno: Wenn i khei Zyt me fing, a Chatz zschtriechlä – müess i mis Läbe änderä… dermit meini heig i geng no rächt.

Faus oppäer fragt – i ha khe Chatz – e Chatz het mi.

FE August 23

Zur Tat schreiben

Hmmm – war gad ein bitzeli still auf diesem Kanal letzhin quasi so – also still ist es hier immer, ist einfach nix Neues gekommen, leider.
Dabei ist grossomodo eigetli alles recht flockig, von vier Tomätelis tun doch drei langsam fei was, der Vierte – naja – hoffetli gibts ein Spätzünder – und der Resten vom Gärtli – auso für das ich zwei linke, gar nicht grüne Dumen mein eigen nenne bin ich doch fei häppi – und für die meditativen Momente kann ich mit dem geschenkten Handmäher ummenpfurren…
Könnte es an der Muse liegen? Von der Musse also hätte ich eigetli – natürli niä gnue aber doch geng chli, gehe gar zwischen dürren den Gang des Müssigen, ohne aber gad zur Sofakartoffel zu mutieren – auso von dem her…
Hat Sie etwa ein kleiner Bummelstreik eingelegt, die Muse, wegen mangelnder Wertschätzung, die Zwämele? Gut. Geb ichs ja zu – hab ich sie abgfäntileti, fuli Druckke genannt – mehrmals… äuä nid ganz mehrheitsfähig, das… chli leid tuets mir ja scho, aber gad ganz e so elusiv müest si sich ja würkli nid gäh…
Villeicht ist sie eifacht in die Badi, chli go sii? Oder torkelt sich leicht beschwipst von Apero zu Apero durch den Sommer – was weiss ich schon?
Nun also – hierzu kann ich nur Dies komentieren, glasklar und ohne wenn-u-aber: Das mit der Badi und den Aperos find ich an sich völlig in Ordnung, ein absolut gangbarer Weg, wenn wohl etwas mäandernd – aber das di Huderä mi nid mitnimmt – ää-ääh – nö – no go!
Glich gäbig – cha me haut derä chli Tschuld aa-dichte, quasi so chli wi… aber Globi kann nichts dafür…
Und so darf festgestellt werden: Ist zwar praktisch nur geklagt – nichts desto trotz aber sind ein paar Zeilen stehen geblieben – auf der persönlichen „Üüüh Dir Skala“ nicht brutal der Börner aber doch ganz recht…
… kommt mir machmal vor wie beim Bogenbau, die Schreiberei – hat man einen Staven, mit glück gar gerade oder wenigstens interessant, sucht man frisch und mit frohen Mut den Bogen darin, die Form, möglichst dem Holz gerecht werdend – könnte man nun ähnlich dem Michelangelo meinen – der David steht im Marmorblock – brauchst nur das Überflüssige weg zu kloppen…
Und so wird gesucht nach dem passenden Jahresring, feinsäuberlich mit dem Messer gezogen, der Klinge geschabt, dann weg mit dem Groben – hierfür das Beil. Es wird gespahnt, und gekkukt, vorsichtig der erste Bodentiller – und – ja nicht zu viel – was weg ist kommt nicht wieder… biegt sichs Bogenähnlich -ran an den Tiller und so wird, mit Fleiss und Geduld aus einem Stück Holz ein Bogen. Wenn nicht richtig gemacht – hat man ganz viel Spähne, ein aufwändiges Stück Feuerholz und ein richtig mieses Gefühl…


Wie wenn aus einer gefühlt brillanten Idee anstelle eines feschen, dynamischen und inspirierenden Textes eine nichtssagende Wortklauberei übrig bleibt, egal wie sehr bemüht Wörter umenang, Sätze angersch aufgegleist, Abschnitte neu gepiggelet werden…
Tja – gits haut, würde ich meinen – öppis angersch mache oder de haut einä näh…
… wollte ich eigentlich aus dem richtigen Leben heraus über Schreibtischtäter, deren Umfeld, Wirkung und Zweck berichten. Dazu nur so viel:
Schreibtischtäter. Was die tun? khe Ahnig. Wennt ä Schribtisch bruuchsch – vergiss es. Muesch Flättpägg vo Blau-Gäub näh, ussert du hesch e Houzige wo hiuft.


FE Juli 23

Schimpfis

Ja, wär mag sich nid erinnerä – passiert e Seich – het me e Schissdräck gmacht oder öppis boosget, oder vilich numä Was nid verhinderet was äbe hätti söuä-chönne verhinderet wärde – weti me ja khe Rätschibase sy – oder het me Öpper la drii loufä – viu sis nid besser verdient, di hingerfotzig Huderä, di blödi…
Ja – da hets du öppe Schimpfis gäh.
Schnäu giuts zlehre, wän mues me für was frage und wenn ischs besser um Verzeihig zbitte ansteu vo dr Erloubniss. Mängsmau isch „eifach mache“ pertinänt – geit erstuunlich guet, wenn die benutzti Infrastruktur wider perfekt hingerlah wird wi mes het vorgfunge. Ja. (Wet haut es Töffli „vertlehnsch“ muesch haut dr Tacho abhängkhe u nachetanke wes haut wider mau wosch bruuche, des Nachts…)
Der bescht Fau isch haut znid la verwütsche – geit aber natürli nid immer – drückt je nach je zGwüssä deräwäg das mes von alei geit gah biechte…
U isch me sich ungerenang ou nid immer einig – di einte hei fei mit de Wort chönnä, di anger gärn öppe mit de Füscht argumentiert – bi de meischte vo dererart isch aber de glücklicherwiis irget eis mau tErkenntnis cho – hmmm – hei mir ungerenang es Veieli, e Platti Nase, Preuige, Schürfige und rundumä tuet aus weh … wird tMueter vom Zuestand vo dr Bechleidig ou nid gad erbout si… si aber khe Schritt witer, u sone richtige Held isch äbe eigetli ou kennä…
Hei da diä wo öppis zsäge hei auergatig verschidenes druf gha um dr Missmuet, dr Ärger und tEntüüschig überä zbringä. Die Eintä bouiä sich vor eim uf, bichömmä e rote Chessu u bäge mau e rundi. Auso aabäget zwärde cha nüt si, aber wet lut wirsch, besteit haut geng zRisiko lächerlich zwürke.
Angeri schüttle nur mittleidig zChöpfli u säge wi unändlich truurig und entüscht si sigä und hätti sis de niä dänkt vo eim… oh nid aagnähm, aber äbe. Für mi si di schlimmschte diä, wos eim erkläre – was äbe di Tat aus hätti chönne u het bewürkt. Das isch ja rächt u guet – het mes meischt säuber scho gschnaut, mache sis aber nid einisch sondern immer wider vo vor. Gfüeut hundert mau het me sich entschuldigt, u sorry, ich maches niä meh gseit – aber nei – chunt me zwenig zerkirscht, reuig oder zertört überä? – was weis ig?
Het mir leider damaus di nötig Confiance kopplet mit em geischtige Schuggi gfäut um chönnä tsäge: Hey, I bi scho am Bodä – muesch nüm dri stüpfe… Was gange isch hani begriffä – i wet mi uf zwider guet mache konzentrierä …
U du chunt me haut its Auter wo me ou zschimpfe het, entüscht und schockiert isch… Macht mes besser? Emu sicher nid immer. Zeint oder anger mau wär i gärn retour, u hät anger Wort gwäut, hani haut gemrkt, füehlt sich dr Beschimpft aagriffe oder gar beleidigt – het mes nid überä bracht oder gratet me wäg vo der Sach.
Isch itz scho baud ewigs här, hei haut di eintä uf em schuuwäg so chli vo hinger em Zuun dürä bäget was mir für Schafseckel, Gesocks u no viu meh sige. Si ig u dr Kolleg fei baff gsi – hei mir gad nid chönnä umä gäh, isch üs derigs Greed eigetli nid erloubt gsi, hei mir aber du gmeint – nö. Choi mir üs nid la gfaue. Hei mir auso trainiert:
U du? Verdammdti Moschtmiubä, verkakkts Stück Scheisse was de bisch – nid mau em Tüüfu ab em Charre gheit – nei- du misslungnigs Labor Experimänt – isch öppä i dim Chopf fieschter, TBirrli klepft, tSicherige dürrä – aber de dünkler aus ire Chuä drin-innä – im Gotthard Tunnäu – nach em Atomare Erschtschlag, u geit me mit em Ohr dra häre, a di Usred vomene Gring ghörsch zMeer ruuschä… Dubbu, Vanille Cornet … u i dämm sinn witer…
… natürli gäge tUhr, Widerholige verbotä u wet einisch stagaggelisch – nochmals von vorn.
U znächscht mau hei di Schnudderbuebe de haut e Wouche vertwütscht – ha ig nid witer gwüsst, isch dr Kumpel iigschprungä – veritabel verbal iigseift hei mir si.
Auso – Mit dr Schimpferei gsehnis so: I wet eigetli nid tContenance verlürä – i chas nid immer – findes aber besser öppis zsäge, wi ou gseit zsbicho aus es muffs Aazschwigä…
Aber für hüt isch guet u znäscht mau de wider chli liechteri Choscht – hoffen i ämu…


FE Juni 23

Mundart

Mundart. Ehh daich. Was de süsch. Das isch wie tlaffersich, der eint oder anger plagagerets haut, u wes höch chunnt verissä si tSchnörrä u potz lieber Güdu was de äch aus no.
Wet Päch hesch gratisch an ne Liribänz, Pflanzblätzlafferi, Gartehaagprediger e Seyescheichler. Chüschele tüe tMeitschi, tNonne süfzge u luegä hochnäsig läng der Nase nah obenabe, u wet tWiber am schnädere si – chasch scho öppis wöuä meinä, wet zWort chunsch.
Foufäu tönt die Mundart nid geng glliich – fahrsch chli gäge derte wot tSunnä gärn nidzy geit, tönts scho gli angersch – u wet de nid mau brämsisch de wirts no wäusch. I de Högger obä tüä si ou chli appartig, u gäge ufä gluegt, uf der Landcharte auso, wirds fei eiget. Sisch öppe ou guet eso, isch dr Fromage zwar überau dr Chäs aber glücklicherwiis nid geng gliich… U öppe so i der Art chönts ou mit üs Mönsche sy…


U diä vo früecher hei angersch müessä-dörfe oder dörfe-müessä fougeli – hei si angersch gredt isch ja klar … Het me Härdöpfu dri ta u dises druus ta, eis geit i Chäuer u zangere chunt iigmacht, igleit, geliert – was weis i scho – hei si ämu gmacht das es später chasch mangierä, quasi…
Wi das aues gange ischt genau weis i leider nid – hüt hei mir haut Iiichoufszäntre u Verpackig u deräwäg gäbigs – aber jaja – treit jede sis Burdeli – u wärs gliich mängisch spannend chli säuber … kennen i haut de Chööch und anger Gastro-Fiseli wo mirs de vilich bi Glägeheit zeige, wenn i ganz nätt frage… U de nid zvergässe zIgleit-vergorene de ja brönne – weisch wi guet?


Hmmm – hei mir eigetli über zParlirä wöuä brichtä chli – u si mir scho wider bim Ässe – aberaber was söus – het di Frou das Rennvelo…
Göh mir retour zum Grehd, Gliir u Gschnörr u hesch nid gseh…
U de mir? Hei mir natürli ou gärn chli wöuä eiget u angersch sy hei mir du haut gartet u usgartet wis üs grad gmundet het – hei mir üs fei gfaue i der Art. U was doch schön ischt u richtig – versteit me enang so plüs ou moin öb me gad vou cringy itd Pubertät versclüft oder haut ehner gäge zÄnd oder dr Afang geit je nach je wi mes wot gseh…
I meinti redet wi nech dr Schnabu gwachsen isch – nach mir ischs scho rächt.
FE juni 23

Die Bananarebublik 8

Tja – wie die Zeit vergeht. Flach… beziehungsweise … deine Attitüde – Platitüde… wie mir die Ehrenbürgerin dann ziemli sicher kund getan hätte.
Aber item – die Ehrenbürgerin ist in ihren alljährlichen Wanderferien in den Alpen und ich schreibe in mein schwarzes Buch – und vermisse sie…
Aber henusode – wie mans auch drehen und wenden mag, die Zeit vergeht würkli, die Welt dreht, und alle werden halt älter. Die einten dabei noch ein wenig gschider und die anderen halt nicht. Also bei mir ehner ischts dann eben nüt mit gschider wills mi alben dünken, aber ein Bub bin ich sicher nicht mehr – aber wohl auch noch kein Mann – bin wohl so in der wederno-chlivobeidem Zwischenphase. Und plötzlich verstehe ich irgendwodürä das Esti – wo sie halt ein wenig komisch wurde vor dem wegzüglen… Ich bi wider mau bi Ihre ihr Stadt zBsuech – Ulrike und Hennriette si am diskutierä, ob dr lieb Gott hurti sächs Tag fei chrampfet u tWäut gmacht heig, oder öbs doch mau afang e risä chlapf heig gäh u nähr mau paar Jahrmillionä Materie neu pigelä … vofäu kenne mir die Sach – das wird no lang ga und ussert einig lär Fläsche zu keim Ergäbnis cho …

I verzeuä am Esti haut chli u meine: Meitschi si voufäu nüm doof – ja und i ha sogar scho mau e Rasierer müesä füre nä – simer ehrlich – viu ischs nid gsi, aber so einzelni Häärli wo so unmotiviert chrum itz Gsühn inä wachse göh gar nid…
Jää – öb i denn e Fründin heig? u wär de die glücklichi sig? fragt si natürlich … sowit bin ig no nid, und um e chli am schwöschterliche Verhör zentgah mein ig:
… Weisch no, wo du no mit däm Dütsche bisch gange – hesch no grad mau dr spiegu im gang gfragt öb äch würklich die schönscht bisch vor em ga …
Blödmann..
I bi verbi cho u ha gmeint – rote Lippen sollst du küssen – schönes Fräulein, darf ichs wagen… üüü hesch mi am Gränihaar päcklet – das wachst bis hüt nid suber…
… u du hesch mir itz Schinnbei gingget wis um Läbe u Tod gängti – i ha mi u müessä aastränge nid der ganz Usgang düräzhimpä… u me gsehts no hüt…
ja, das isch haut chli mi Spezialität – sorry gäu…
Egau – vergässe u vergäh – aber das miner neu Strümpf hesch möge – das verzeih i dr nie!
Mir müessä chli schmunzlä …
U du wo de bisch hei cho… üüüüh dir – triumphal – sbäm, zmitz it tFrässe…
Schnudderbueb – verdammte… mittlerwile vergugglets beid…
I ha haut scho dänkt – üüü, zEsti het scho grad es Gsichtli gmacht bim gah – wi wart nur Bürschtli – donnerwätter heilandzack, das chönnt bim hei cho no es Bsüechli gäh…
Hhhmmm grummel grummel börks machts Esti
…Aber gäu – i has de hert müesse verdienä – i ha scho ne Chübu Waser u tMäudose dobe kha… es schöns Fischerschnürli gspannt – cha natürli nüt si – es mues win ne Unfau derhär cho – mues aus chönä abstritä… üüü han ig lang gha, bis i has chönne pigelä, das es de gad im richtige Momänt rummst . Faus es di tröschtet, das Glump isch mir säuber paar mau uf e Chessu donneret….
Jööö, du arms Huscheli
Jaja, scho guet aber dis Gsichtli hätsch müesä gseh… schliiich schliiich uf liiise Sohle – u zack – Dechi furt – sowit so guet, was häts äch de söuä gäh – zherte Gschnuuf mit its ohr blase u Zähn knirsche… oder öppe es auf ihn mit Gebrüll… oder de die gstöhnte böse Wort vo Höll u Verdammniss he? Aber wot nehcher häre bisch – wo isch äch dr Brüetsch, dä Sougof? rumpeldipumpel aus a Gring – Bücher, Comix, Heft …i ha sogar mi Modauflüger sammt Spän gopferet…
Jajaja … scho guet – hesch mi ja vertwütscht.
… U de wiä – nachhär chumi so wi schlaftrunke inä u meinä jenei itz aber ou Esti – hets dir öppis gmacht? findsch dr Wäg zu dim Zimmer nümä? ja das muesch ufrume, i schlafe derwilä i dim Bett witer… üüü gar nid guet… das hesch ghasset.
Jaja – hesch es uschoschtet – drü mau hani dis Zimmer müesä use sugä bis Rueh hesch gäh… tja da gsesch es haut. ha di nüm so chönnä gusle – bisch haut schlau wordä, und hesch unändli viu meh Geduld und Müeh i dini Fauenä investiert – het sich nüm glohnt. aber eis guets het di sach gha – gli drufab hani ihm dr Schue gäh – ade Wolfgang Heribert Bohnrakel – aussen fix und innen nix – e Luftpumpi mit Azug u Grawatte meh isch da nid derhinger. Dini bösartigi Parodie het äuä ou mitgholfä mir chli tOuge zöffne – bisch aber glich ä Schnudderbueb….

Die Bananarebublik 7

Ja auso – hat das Ganze doch fei Uswürkig auf alles. Ich meine die Sache mit em Fridu u sim wärt Herr Papa. I meinti im Dorf hetz ja nid numä üs und üses Umfaud gäh, sondern haut auergattig Lüt – die mieschte haut flott un gäbig, emu für irget öpper… e Meinig hei aber au. Glücklicherwys tüe nid ganz au disi Päguhäärig umä praschaure wit Frou Schnägg – wobi isch die Gumsle de nid überau guet aacho mit ihrem: Aber das geit de gar nid – tEhe sig es Gelöbnis vor Gott – me chöng doch nid zFamilioberhoupt … u überhaupt… Viu hei de haut gmeint – guet gmacht heigs dr Fridu – das zChanettli standhaft blibi sig meh aus ir ornig – guet für si u höschti Zyt…
Gschnurret wird einewäg – am Fridu? Füdlägliich – emu gäg ussä – dä kennt nüt u seit jedem gredi usä wo dr Bartli dr Moscht här het. Beim Chanettli durfte man dann fei staunen. Hats die dann durchgegeben. Chunt r tatsächli mau wider wo Fridu nid umä ischt, wot r zChanettli iseifä und sich retour schliimä.
U Disi? Souverän – laht ne gar nid ersch inä, sondern macht zGaragetor uf – da – usärumä. Was nach em ne Monet no da isch wird entsorgt u das wärs de, danke viu mau – ade, merci u de no e schönä Tag!
Das git im äuä fei dr Bogä, aber leider nid der Räschte. Chunt dä Dubu doch einisch no des Nachts, fei vouä, u mues merkä si Schlüssu geit nüm. Hei die zweh in weiser Voraussicht ghandlet…
Diser laht nid lugg, faht afa umä bäge u lirä – es sig sis Rächt, er vöu zu sir Frou und sim Sohn… u bichunt ä Chübu Wasser über Tbirä gschüttet. Bis am Schluss nimmt ne de tSchmier mit. Bi auso nid derbi gsi – aber Fridu hets brichtet – dr Schriner Güschtu ou, es fridlichs Exemplar im richtige Läbe, het er aber scho fei es Hölzi parat gha faus diser de nid hätti wöä Ruhe gäh… isch guet isch de tSchmier cho meint är numä feo troch – wär schad dä Kirschboum um sone Quadratschädu zwicklä…
Aber das isch nid aus, Fridu mues merkä – es wärde neu Saite ufzögä seit meh gloub. Si mir eis mau bi Tee und Gebäck bim Trudi u si fragt nah, wis de so usgseht mit derä Kunschgwärbschuel zBärn vore?
Fridu meint mou scho, aagmäudet u aus, aber es bruchi ne fei. Chanettli heig gmeint auso füf mau minimum pro Monet mües är scho itd Migro gah Büglä – u dr Lohn nid zum verblödä – abgäh und uf zyte tue.
U der Bodä vom Atelier heigi si gschliffe u gölet ut wänd neu gstrichä – Strahlend wiiss – ut Feischter Putzt bis er fasch um sig – zum Glück het tGloria so ne grossi Familiä – de heigi si fei Hiuf gha. Chanettli heig gmeint är bruchi Platz u Liecht für sini Arbeit, u si wöu afa Wäbe… U die Arbeite für die Schuel sigi de oh nid ganz ohni – heig aber Girsbärger, Jungstoffel und Indermühle doch no fei Tips füre gmacht …
Wiukomä im Läbe Fridu und bravo Chanettli meint zTrudi numä.
Tschachtli Mario – het äuä scho geng es oug uf em Chanettli gha – meint – itz sig si Momänt – aber nüt isch. Chunt haut mau zu üs wi nä gschlagne Hund – am Bodä zerstört… Päpu mues haut die ganz Misere aalosä u ne wider probierä uffsteuä. Brucht ämu fei Schnapps, bis der Papi ihm cha klar mache – zChanettli heig öppe nid uf eine gwartet, wo Sicherheit u Guetbürglich 0815 cha bietä – het si praktisch alei e Bueb gross zogä – Da zieht Tschachtli fei über e Fridu här – Päpu meint numä: Gäbsch ne ja um khe Priis här – chasch ne überau isetze für ne mikrige Lohn… Wes dir nid passt – i ha scho Büez für ne im E Wärch… das isch öppe chli blöffet u Tschachtli meints äuä ou numä wiu ihm dr Chorb vom Chanettli derwäg plaget … Fridu tuet scho fei guet ir Migro – guet aber ou, das Tschachtli nid ganz aus weiss… das aber vilich es Gschichtli für es angers mau.

Ein altes-neues Wort

Nun ja. War es heute wieder mal soweit – in einer von vielen Zischentönen des Tages – nämli den alltäglich – heiligen Momenten wo zwecks re – Koffe-inierung gschwind innegehalten werden kann und soll – fiel mir ein frisches Druckerzeugniss in die Hand…
Quatsch, Blödsind, und den Habakuk wollen wir auch nicht vergessen – schwebte das Heftli natüterli nicht mit leiser verminderter Quinte aus dem Off über dem Kaffeetischli, um mit Jedi – Meisterlich gehauchten „chuuuuoi-t-phaai“ in meiner Hand zu landen – nö…
Hobla-Goerges.
Bin ich heut wieder mal in Form, völligen Blurch darnieder zu schreiben.
Also. Nochmals von Vorn: Ist mir heut in der Kaffepause ein Fachmagazin in die Hand geraten… Shit – aber scheinbar schreibt man das einfach so – hab ichs in die Hand genommen – aber egal und weiter: Hab ich natürlich selbiges mit berechtigtem Interesse verblättert und inmitten des wiederholt kreativen aber fei compressereten Journaille-Geschreibsels fiel mir das Wundersame
Altvorderen, die
ins Auge. Scho wider. Merde-alors – die Deutsche Sprache – ob wir wohl je Freunde werden?
… Was wohl heute alles noch fallen muss – zu ,hin, weg, ab, auf, ein… Aber was solls – habe ich mir ja selbst im „Warum“ recht liberal die Lizenz zum Flunkern erteilt… Und in Tat und Wahrheit hat mich das Wort Altvorderen fei durch den Tag geholfen, meine ich doch. Ist ebend jenes Wort eines von denen, die man schon mal gehört hat, aber scho lang nüm und so dem Sinn nah zu verstehen meint, aber leider nicht ganz precisement – wenn ihr wisst was ich meine?
Würde das Ge-goggel natürli sofort und in aller Art eine Definition für her geben, und wenn nicht direkt, emel ganz sicher den Weg zur Etymologie aufzeigen. Aber eben, zeitgleich mit dem „Aha“ kommt halt auch eine nachhaltige Entzauberung… jawoll, ich gebs ja zu – bin ich hier hoffnungslos in die Romantik abgedriftet, aber was solls – in meinem Alter… ich gönn mirs nun mal…
Konnt ich halt sinnieren was da eben wohl damit gemeint sei – Altvorderen, die?
Die, die in der Beiz zvorderscht und lautstark mit erhobenen Zeigefinger und krachender Faust auf dem Tisch, und je nach je mehr oder minger Promille, die Welt in Ordnung rücken meinen zu können? Oder sind es die Altersbedingten wo am ehsten in den Sarg und sechs Fuss ungere zu fallen haben bezätweh gepflanzt wollen gewesen sein werden ? Oder gar Die, schon dahingeschieden, deren Wissen, Können und Meinung zwar noch vorhanden oder gar hartnäckig festgefressen nun doch von Neuem ersetzt sein soll?
U de Ig? Bin ich erst alt oder schon vorder? Eigetli Füdlä gliich.. bin nach diesem Tag zufrieden ins Bett gefallen (ätsch) – konnte ich meinem immerwährenden Ziel gerecht werden und minimum an Etwas am Tage Freude haben.
Und Das, werte Lesersternslashwasihrwolltinnen wünsch ich allen an was auch immer auch – ole!


FE Mai 23

Das Ding mit dem Gin…

Ich mag Gin. Also Gin Tonic ist wohl ehnder richtig. Und die ganzen Derivate von, Gin n` Ginger – Ale und Beer, Bitterlemon und Grapefruit. Gin im Cocktail, in Longdrinks, geschüttelt wie gerührt – mira – daich, scho guet…
…. und scheinbar bin ich nicht der einzige – früher, im Süper Marche da gabs so ein bis zwei Gin zu kaufen – man begnügte sich mit dem Klassiker – gelbe Ettikette mit roter Schrift, – gar kein schlechter Gin, später kam noch das Zeugs in der hellblauen Flasche und damit war dann schon Schicht im Schacht.
Heute? nun, heute gibts alles. Jeder und Jede macht Gin, seis ge-crafted oder indüstriell… von pink bis dunkel, lieblich bis gesucht, mit und ohne… und warum auch nicht, Auswahl ist gut, und Konkurrenz belebt das Geschäft. Einige wissen nicht was für Preise sie heuschen wollen, aber da muss man halt sagen – danke – aber nein danke, nid mau vilich – ausser man hat was für linksdrehende Jungfrauen übrig, die bei Vollmond Botanicals sammeln , und angersch Marketing Gedöns…
Ist die Herstellung von Gin vergleichsweise einfach – halt die Kräuterei zusammen tragen, kreieren und probieren und dann los von Rom. Muss das Getränk nicht noch Jahre lang im Holzfass zu sich selber finden, sondern kann doch innert absehbarer Frist genossen werden. So kommt der Gin – und geht wieder. Der Geschmack ändert sich, es wird gerne probiert, ergibt sich Gelegenheit. Manches bleibt es bitzeli hängen, wird dann doch mal vom neuen verdrängt.
Persönlich bin ich momentan bei einem Gin von der Insel. Also von einer Insel vor der Insel und genau zu sein. Dieser von einem Chefteleboy aus der Whiskeybranche kreiert, ist wie zu erwarten, edel, klassisch und sehr gut. Dann noch ein ein Japanisches Produkt, unaufdringlich, vielseitig und hochauflösend. Zu guter letzt noch einer aus London. Einfach, oder sagen wir einfach gut und anfangs noch preiswert.
Ja, aber denkt sich vielleicht der einte oder andere – Gin soll man pur trinken. Kann man und hat man schon immer getan – mit gemischten Resultaten. Ich nicht, nicht meins – zum Gin gehört das Tonic wie das Bäuerchen nach dem Stillen.
Und hier sind wir nun doch öppen im Kern vom berühmten Pudel angelangt. Gibt es ja nicht nur den Gin sondern auch die passenden Wässerli für drin innen. Und da hat man nun in letzter Zeit dann doch sehr fürschi gemacht – manchmal will mich dünken eher mit fescher Verpackung als mit effektivem inhalt – aber item und egal.
Hmmm, sinniert der Autor – wie das wohl ist? Dieses Wässerli mit jenem Gin – das will probiert sein, ein Gin Tönicli in ehren, quasi…
Wo dies hinführen könnte, wird dem aufmerksamen Leser aufgegenagen sein – aber nein – ich will mir nicht die Kannte geben, wegschmeissen ins Koma trinken, nö.
ist mir schon klar, ein nachvollziehbares, widerhol-messbares Ergebnis ist wohl eher science fiction…. Aber what ever – go for it.
Haben wir also probiert – ich meine, war ja Winter mit Dunkel und überhaupt – shit the dog on top… Mein Leben – meine Leber… Ergebnisse, sofern man Dies als solche benennen mag waren eigentlich wie zu erwarten, mit doch einigen Highlights…
Ists eigentlich wie im richtigen Leben: Geht jedes mit jedem, und wenns nur von dem hat – besser als gar nix. Von den braunen rundeckigen ist alles gut -Tonic, Beer und Ale – nicht zu süss, der Japaner dankts. Den mit dem Toggel – am besten nach London schütten. Insel vor der Insel – der mag was verleiden, kriegt nicht schnell Fieber.
Und das Fazit – nunja – Gin Trinken bringts, hat spass gemacht die Versuchsreihe. Aber am besten ist halt immer noch mit einem Hüfeli auserwählter Kumpels und Kumpelinnen, kann man noch dazu grad das Getrunkene beögeren und betratschen.
in diesem Sinne – bis bald und Prost!
PS: Der versierte Gin Geniesser weiss von was ich rede – die anderen sollen probieren, kommen dann schon drauf…
FE Marz 22

Die Bananarebublik 6

Ja also. Das Abendessen mit dem Götti Girsbärger war dann schon denkwürdig. Fridu hatte dann einige seiner besten Arbeiten dabei. Die Gloria war super schön aagleit. Der Götti Girsberger hatte seine neue Freundin mit genommen – ein Fotomodell von Spanien, so eine Aranchia de la hesch nid gseh. Mein Mueti war dann gar nicht angetan – hat Sie die Sonnenbrille am Tisch nid abgnoh, die Aranchia, und eigetli gar nüt ghässe. U het au pot ufz zWC müesa. Wo der Götti Girsbärger dann noch gmeint hat Sie meine, aus der Gloria könne noch was werden, wenn sie höche Pömps trage und öppe 10 Kilo abnehme hats dann das Mueti grad verjaggt.
Üüü hat sie grad allen die meinung gegeigt. Das Sei eine Scheinwelt, die Frauen hungern sich zu haken appen und werden schnell ein paar Jahre auf hoch und weiss nicht was gepuscht und dann fallen gelassen. Die Gloria mache das sicher nid… Die Freundin vom Götti Girsberger hat nur gelacht, wie ihr das dann übersetzt wurde und gemeint thats business, baby.
Ich dachte schon, zMueti volle ihr einen chlepfen, aber sie meinte nur, No Girl, thats Bullshit…
Wir sind dann vom Tisch und ein bitzeli auf die Terasse gegangen. Ja, da war ich bas erstaunt, hat die Gloria mich nicht nur angeschaut, sondern sich sogar bei mir bedankt. Die hatte Grüne Augen und eine Stimme wie hunderttusig Jahr Bärgwind vor em Sommerräge – das es mir gad angers wurde.


Dann kam Mueti mit dem Götti ussen, und meinte er solle sich nun dem Fridu widmen, und Gloria solle ihr schnell mit dem Dessert helfen, bittschön.
Der Götti Girsbärger meinte nur, die gönne einem Mann dann gar nüt… ich meinte dann auso Götti – los, das ischt eben der Fridu – die Junge Dame sei die Gloria, seine Freundin. Der Fridu müsse eben einen Anständigen Beruf lernen, und er sei ja Grafiker – Agänt bin ig Büebu Agänt, meinte er. Item meinte ich – schau doch seine Arbeiten an und vielleicht hast du ja ein paar ideen?
Hmmm, machte der Götti Girsbärger. hat die Bilder vom Fridu ausgebreitet und meinte ganz lang nüt. Dann sagte er: also Junge – nicht schlecht – nicht grundfalsch…
Er solle doch auf jeden fall den Vorkurs machen – er würde es dann schon sehen, wohin es ihn ziehe, eben Grafiker, Designer, Illustrator… aber das sigi no nüt, chäm haut de druf aah, wär är kenni… Er könne auf jeden fall in den Ferien in seinerAgentur arbeiten kommen… Ja was man da verdiene? fragte der Fridu. Der Götti war grad brüskiert, und meinte, also in die Agentur Girsbärger, Jungstoffel und Indermühle werde man berufen – das sei ein Volontariat und eine Ehre… der wollte wohl noch mehr lobhudeln und so, aber Fridu meinte nur i däm Fau nei merci – gratis Schaffe chäm nid i frag…
Da ging der Götti halt wieder inne und der Fridu meinte nur: Ja das sei dann öppe nüt gsi. Seine Arbeit habe meinem Götti nicht gefallen. Für mich war das grad ein bitzeli blöd – einerseits war ich auch entäuscht, das der Götti scheinbar nicht so angetan war vom Talent meines Kumpels – anderseits war der Girsbärger halt auch mein Götti, und ich hielt eigetli schon noch so grosse Stücke auf ihn… da kam dann grad der Papi ussen und meinte zum Fridu … het gmeint jaja nid schlächt – geit e so …. zu diner Arbeite? Ja, genau öppe deräwäg… Los, mach dir nüt druus – dä würd sich äuä lieber itz Füdlä biise aus em ne anger Künschtler oder Kunschthandwärker gägenüber zoffebare, das är oder si öppis guets gmacht heig. Dr Girsbärger – ja dä kennt e uhuere Brätsch Lüt -aber wi viu Fründe das er äch het?
I bi grad chli froh gsi für das, u Fridu het ou wider zu sim nonchalente si retour gfunge.