Die Bananarebublik 11

Da chunt mir tHenriette chli zhiuf, di Entscheidig chön si mir nid ab näh meint si, aber wenn i wöu chöni ja mau mit a ne Vorläsig. Ja was, das göngi? Quatsch mit Sossä göng das meint si – chunsch eifach mit mer mit, u hocksch di häre u machsch dir Notitzä – tuesch ämu so. Muesch eifach blibä sitze bis fertig, u i cha di natürli nid khennä, süsch gits Frage, doofi.
Das mache mir de haut eso, u potz hani mir das aus ganz angersch vorgsteut… Steit vor es Mandli so chli grau u verschuslet – bis derte häre stimmt mis Biud – e Philosophieprofässr sigs, einä vo de bessere het mi tHenriette informiert.
Ja, u du leit er los. Vorläsig isch äuä zrächte wort. Diser verzeut zwar, aber es wet mi fasch dünke – är laberets abe. Siner Studänte interessierä ne de ehnder khe Schissdräck. So us dr vordeschter Reihe chömä mau paar Frage – die wärde ou beantwortet, aber süsch verzeut är haut so chli wi houptsach gli mau fertig u hani scho tuusig mau brösmelet. Bin i haut eventuell chli verwöhnt, so mit dr Ehrebürgerin – sehr oft a deux – u hani scho chli gmerkt – ämüsiere? Tout la jour, u geng wider… fordere u fördere ganz fiin äbe ou …
Plötzli merk i, dass vierä unufäuig jasse, einigi läse ungeniert u eini zeichnet.


Chli e langwierigi sach mein ig du zur Henriette, wo mir dernah uf em Rase höckä u wett si doch gärn wüssä was ig so meinä zum Studierä. Nenei, das sig haut no lang nid aus meint si du. Müesi me fei läse, u Arbeite u Teschts schribä. Ar Uni geit me dervo us, das dr Studänt wüssi was verlangt würdi und us em darbotne – äbe Vorläsige, Bücherlischtä etzetera der notwändig Stoff verinnerlicht und zu gegäbener Zyt cha abrüefä u darlege, i Form vor e Prüefig, en Arbeit, we me Glück heig inerä Assischtänz… Potz. tHennriette bringts überä.
I Frage se haut – ja u du? Wirsch Doktor der Philosophie, Frou Profässr de la Hesch nid gseh, mit em ne fräche Nasevelo, graue Haar mit Gel wi Betong, u apartig Chleider?
Wär weis? meint si. Si schliessi aber sicher fang mau ab – Philosofie, sicher u Wirtschaft wes no längi. Ja, sie göng de äbe no für es haubs Jahr itd Bretagne uf Brest ga studierä u Ihri Arbeit Schribä – si chöng ja Franz…
Nun ja – chli baff bini scho. Het sich üses Ding scho chli abchüehlt – isch so chli gäbig wordä für beid, kennt me sich u weis me so chli wo wiä drückä we mes so salopp darf formulierä…
U du mues i haut lehrä – im Chopf ischs vilich sunnä-klar u khe Problem – zHärz macht mängsmau z eigete Programm – u meint: … Jawasde – eifach abhouä? … U de ii? U derzue mehr weder gnue anger Gedanke. Isch nid gäbig, mues me sich fei mit beschäftige.
U de no zTrudi – I müesi nüt säge, wenn i nid wöu meint si. Aber gäu, überts zLäberli sig mir nüt krochä, aber süsch heigs äuä hurti gad chli ghudlet?
Jäh, gseht me mir das de grad so ah? mein i fei schockiert… Äbe nid so würkli meint si – mir kenni üs äbe nun haut scho fei chli – i mües mi ou nid sorge deswäge…
I mües eifacht wüsse – tFrouä ungerenang – einersits haut zikkä wi nä morä – angersits trou u vertrou me sich haut ou enang aah – sie würdi äuä kener Confiance verheiä, we si mir sägi tHenriett‘ sig da gsi – heig si müessä hüülä wi ne Schlosshung… hets irä fei Überwindig choschtet mir das überehoupt zsäge, ihri Studieplän u so – u woni ohni Miene zverziä gmeint heig: Ah ja, spannend – das chäm sicher guet, uz Thema gwächslet heig, sig si fasch druuf…
Das isch scho gad chli Stoff zum nachedänke. Mues i gad chli ufbegehre – tHenreitte säuber heig ja gmeint: Offe u ehrlich, ächts Inträsse u kener Rächte u Pflichte? Heig i haut däm numä wöuä grächt wärde…
Daich – meint zTrudi suberä Bueb wi de bisch – aber isch du nid ganz gäbig gange?
Irgetwiä scho nid ganz, mein i. I meine, das tönt aus irgetwiä vernünftig u sehr klar und nachvouziehbar – aber wos de so wit isch gsi – irgetwiä hets chlemmt… u isch ou gäbig verschissä gsi…
Ja klar, meint z Trudi. Si heig ja tWiisheit nid mit em Löffu gfrässe – nei, so win i di kennä hesch äuä beid Händ gno u piget win ne Wautmeischter… ungerbrich ig – Frächdachs meint si, muesch nid ablänke… Si wöu mir ja khe Morau Predigt haute – i dürfi aber gärn bedänkte – nöcher wi äbe so win ig u tHenriette ir letschte Zyt gläbt hei, chäm me sich aus Mönsche öppe nid. Da chöng me aus no so klar beredt ha, Abmachige träffe und so witer. U me chöngs de draije u wände wiä we wöug – es isch eifach e Beziehig – u wes Änderige git, ja de äbe…
U der Henriett‘ sigs haut ähnlich gange wir mir – flich gar no chli meh. U i mües nid meine si heig sich nid ou hingerfragt was de Ihres Härzli wie so machi…
Vilich wärs no guet, ig würd uf si zuegah, das ganze mau berede?
Hmmm. Es wäuelet u tuet gad chli i mir innä – i wirde öppe nid so guet chönnä pennä, aber was söus, meh grüble bringt nüt – mau e Nacht la verschtriichä u de nomau luegä.

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