Zur Tat schreiben

Hmmm – war gad ein bitzeli still auf diesem Kanal letzhin quasi so – also still ist es hier immer, ist einfach nix Neues gekommen, leider.
Dabei ist grossomodo eigetli alles recht flockig, von vier Tomätelis tun doch drei langsam fei was, der Vierte – naja – hoffetli gibts ein Spätzünder – und der Resten vom Gärtli – auso für das ich zwei linke, gar nicht grüne Dumen mein eigen nenne bin ich doch fei häppi – und für die meditativen Momente kann ich mit dem geschenkten Handmäher ummenpfurren…
Könnte es an der Muse liegen? Von der Musse also hätte ich eigetli – natürli niä gnue aber doch geng chli, gehe gar zwischen dürren den Gang des Müssigen, ohne aber gad zur Sofakartoffel zu mutieren – auso von dem her…
Hat Sie etwa ein kleiner Bummelstreik eingelegt, die Muse, wegen mangelnder Wertschätzung, die Zwämele? Gut. Geb ichs ja zu – hab ich sie abgfäntileti, fuli Druckke genannt – mehrmals… äuä nid ganz mehrheitsfähig, das… chli leid tuets mir ja scho, aber gad ganz e so elusiv müest si sich ja würkli nid gäh…
Villeicht ist sie eifacht in die Badi, chli go sii? Oder torkelt sich leicht beschwipst von Apero zu Apero durch den Sommer – was weiss ich schon?
Nun also – hierzu kann ich nur Dies komentieren, glasklar und ohne wenn-u-aber: Das mit der Badi und den Aperos find ich an sich völlig in Ordnung, ein absolut gangbarer Weg, wenn wohl etwas mäandernd – aber das di Huderä mi nid mitnimmt – ää-ääh – nö – no go!
Glich gäbig – cha me haut derä chli Tschuld aa-dichte, quasi so chli wi… aber Globi kann nichts dafür…
Und so darf festgestellt werden: Ist zwar praktisch nur geklagt – nichts desto trotz aber sind ein paar Zeilen stehen geblieben – auf der persönlichen „Üüüh Dir Skala“ nicht brutal der Börner aber doch ganz recht…
… kommt mir machmal vor wie beim Bogenbau, die Schreiberei – hat man einen Staven, mit glück gar gerade oder wenigstens interessant, sucht man frisch und mit frohen Mut den Bogen darin, die Form, möglichst dem Holz gerecht werdend – könnte man nun ähnlich dem Michelangelo meinen – der David steht im Marmorblock – brauchst nur das Überflüssige weg zu kloppen…
Und so wird gesucht nach dem passenden Jahresring, feinsäuberlich mit dem Messer gezogen, der Klinge geschabt, dann weg mit dem Groben – hierfür das Beil. Es wird gespahnt, und gekkukt, vorsichtig der erste Bodentiller – und – ja nicht zu viel – was weg ist kommt nicht wieder… biegt sichs Bogenähnlich -ran an den Tiller und so wird, mit Fleiss und Geduld aus einem Stück Holz ein Bogen. Wenn nicht richtig gemacht – hat man ganz viel Spähne, ein aufwändiges Stück Feuerholz und ein richtig mieses Gefühl…


Wie wenn aus einer gefühlt brillanten Idee anstelle eines feschen, dynamischen und inspirierenden Textes eine nichtssagende Wortklauberei übrig bleibt, egal wie sehr bemüht Wörter umenang, Sätze angersch aufgegleist, Abschnitte neu gepiggelet werden…
Tja – gits haut, würde ich meinen – öppis angersch mache oder de haut einä näh…
… wollte ich eigentlich aus dem richtigen Leben heraus über Schreibtischtäter, deren Umfeld, Wirkung und Zweck berichten. Dazu nur so viel:
Schreibtischtäter. Was die tun? khe Ahnig. Wennt ä Schribtisch bruuchsch – vergiss es. Muesch Flättpägg vo Blau-Gäub näh, ussert du hesch e Houzige wo hiuft.


FE Juli 23

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