Ja also. Das Abendessen mit dem Götti Girsbärger war dann schon denkwürdig. Fridu hatte dann einige seiner besten Arbeiten dabei. Die Gloria war super schön aagleit. Der Götti Girsberger hatte seine neue Freundin mit genommen – ein Fotomodell von Spanien, so eine Aranchia de la hesch nid gseh. Mein Mueti war dann gar nicht angetan – hat Sie die Sonnenbrille am Tisch nid abgnoh, die Aranchia, und eigetli gar nüt ghässe. U het au pot ufz zWC müesa. Wo der Götti Girsbärger dann noch gmeint hat Sie meine, aus der Gloria könne noch was werden, wenn sie höche Pömps trage und öppe 10 Kilo abnehme hats dann das Mueti grad verjaggt.
Üüü hat sie grad allen die meinung gegeigt. Das Sei eine Scheinwelt, die Frauen hungern sich zu haken appen und werden schnell ein paar Jahre auf hoch und weiss nicht was gepuscht und dann fallen gelassen. Die Gloria mache das sicher nid… Die Freundin vom Götti Girsberger hat nur gelacht, wie ihr das dann übersetzt wurde und gemeint thats business, baby.
Ich dachte schon, zMueti volle ihr einen chlepfen, aber sie meinte nur, No Girl, thats Bullshit…
Wir sind dann vom Tisch und ein bitzeli auf die Terasse gegangen. Ja, da war ich bas erstaunt, hat die Gloria mich nicht nur angeschaut, sondern sich sogar bei mir bedankt. Die hatte Grüne Augen und eine Stimme wie hunderttusig Jahr Bärgwind vor em Sommerräge – das es mir gad angers wurde.
Dann kam Mueti mit dem Götti ussen, und meinte er solle sich nun dem Fridu widmen, und Gloria solle ihr schnell mit dem Dessert helfen, bittschön.
Der Götti Girsbärger meinte nur, die gönne einem Mann dann gar nüt… ich meinte dann auso Götti – los, das ischt eben der Fridu – die Junge Dame sei die Gloria, seine Freundin. Der Fridu müsse eben einen Anständigen Beruf lernen, und er sei ja Grafiker – Agänt bin ig Büebu Agänt, meinte er. Item meinte ich – schau doch seine Arbeiten an und vielleicht hast du ja ein paar ideen?
Hmmm, machte der Götti Girsbärger. hat die Bilder vom Fridu ausgebreitet und meinte ganz lang nüt. Dann sagte er: also Junge – nicht schlecht – nicht grundfalsch…
Er solle doch auf jeden fall den Vorkurs machen – er würde es dann schon sehen, wohin es ihn ziehe, eben Grafiker, Designer, Illustrator… aber das sigi no nüt, chäm haut de druf aah, wär är kenni… Er könne auf jeden fall in den Ferien in seinerAgentur arbeiten kommen… Ja was man da verdiene? fragte der Fridu. Der Götti war grad brüskiert, und meinte, also in die Agentur Girsbärger, Jungstoffel und Indermühle werde man berufen – das sei ein Volontariat und eine Ehre… der wollte wohl noch mehr lobhudeln und so, aber Fridu meinte nur i däm Fau nei merci – gratis Schaffe chäm nid i frag…
Da ging der Götti halt wieder inne und der Fridu meinte nur: Ja das sei dann öppe nüt gsi. Seine Arbeit habe meinem Götti nicht gefallen. Für mich war das grad ein bitzeli blöd – einerseits war ich auch entäuscht, das der Götti scheinbar nicht so angetan war vom Talent meines Kumpels – anderseits war der Girsbärger halt auch mein Götti, und ich hielt eigetli schon noch so grosse Stücke auf ihn… da kam dann grad der Papi ussen und meinte zum Fridu … het gmeint jaja nid schlächt – geit e so …. zu diner Arbeite? Ja, genau öppe deräwäg… Los, mach dir nüt druus – dä würd sich äuä lieber itz Füdlä biise aus em ne anger Künschtler oder Kunschthandwärker gägenüber zoffebare, das är oder si öppis guets gmacht heig. Dr Girsbärger – ja dä kennt e uhuere Brätsch Lüt -aber wi viu Fründe das er äch het?
I bi grad chli froh gsi für das, u Fridu het ou wider zu sim nonchalente si retour gfunge.