In der Schule

Ja, da war ich auch. Ein kleinwenig hats vermuetli schon was gebracht, wobei mir damals der Sinn der ganzen Übung doch oft irgetwie verborgen blieb, und mit em dran glauben wars auch eher schwierig. Bin ich halt gegangen weil man eben geht, sind die meisten Versuche selbiger zu entkommen doch kläglich gescheitert. Immer schlimm war es auch nicht und bin ich auch Realist und ehrlich genug um zu wissen, dass vorallem ich selber viel mehr hätte daraus machen müssen.Nun ja, retour kann man nicht, und doch gibt es Weniges, dass sich einigermassen flockig wieder aufwärmen lässt…

Hatten wir einen Lehrer. Optisch sah er fei gfürchig aus, die Haare pechschwarz, wie mit dem Lineal gescheitelt. Das Gesicht streng gefurcht, die Haltung militärisch.Nun aber war der Herr doch ziemlich in ordnung. Oldschool, und durchaus fähig Disziplin aufrecht zu erhalten. Nicht ohne Humor, sehr konsequent und immer fair. Die Matthe hatte er richtig gut drauf und konnte selbige doch recht mehrheitsfähig rüber bringen. Eloquent war er auch, manchmal gar beflügelt, war sein Steckenpferd aber die Lyrik. Oje. Aber da kommen wir noch drauf. Sein vermuetli nicht liebstes aber sicher intensivstes Wort, immer im Gebrauch, sehr versatil, das kleine und bescheidene

So

Beim Scrabble gibts für nicht viel Punkte, ausser man kann fei was dran hängen wie sowieso, achso und ach, noch so viel mehr … bei sodeli gabs meischt ziemlich zu diskutieren – aber im richtigen Leben halt, ist das S und O schon ziemli potent so, wenn ihr wisst was ich meine? Der Herr Lehrer halt, der hats verstanden viel Bedeutung in das kleine Wortli hinein zu packen. Haben wir dann auch relativ schnell gecheckt, was dann nach welchem SO kommt. Manchmal ein kurzes Anekdötli zur Auflockerung der gar trockenen Zahlenpigglerei, oder jetzt dann endgültig den Griffel nieder legen und die Probe abgeben. Leider wurden die Kreidestücke ganz ohne Vorwarnung abgeschossen – e Preichi het dä gha – wobei einige fei guet reagierten, kältesten arsches retour geschmissen, was einerseits Held des Tages, anderseits der Ausschluss für den Rest des Tages mit dem obligeten Telefonat mit den Eltern bedeutete. Athletisch aufgefangen und sich nachher gefeiert (und sich feiern lassen) kam auch nicht gut an. Aus dem Fenster schmeissen resultierte in einem spontanen Kopfrechentest für alle, hispeed diktiert – die Ergebenisse dann süffisant verpackt kundgetan – unter dem Strich – hmmm chömet dir euch öppe fei vor, aber rächne choit dir nid… Aber egal, ein anderer Lehrer schmiss mit dem Schlüsselbund, was eigetli für damals schon daneben war – nur gings nicht daneben – leider.

Nun kommen wir zur Lyrik. Hat das Aufstellen in Reihen und Gedichte hingebungsvoll und mit Inbrunst rezitieren vermutlich schon seinen erzieherischen Wert. Und somit seine Zeit und seinen Platz in der Schulischen Karriere eines jeden. Im Alter wo die Hormone fei uffen and appen gehen, man(n) grad gäbig mit sich selber und dem möglichen Platz im Leben beschäftigt … ists… naja… Eher risikoreich optimistisch. Nun behaupte ich doch keines weges es gehe nicht – besagter Pädagoge konnte es nicht rüber bringen, jugendgerecht und passend. Wurde halt unserseits sabotiert und verweigert. Kommts mir heute irgend wie selber hart vor, die totale Verweigerung des vermuetli doch mit Vorsicht und in guter Absicht Dargebotenen – Gnadenlos einig die Klasse – Nö und das wars, ists esakliert und wurde die Klasse geschlossen…. Und wieder aufgemacht. War eine Privarschule, hatten wir bezahlt, auso unsere Alten vermuetli. Und ganz ehrli machts äuä gar khe Gattig wet e Klass muesch schliessä…Egau u tempi passati – haben wir wohl doch öppen alle unseren Weg gemacht – so hoffe ich. Der Lehrer, nun ja, vielleicht kann er ja im Himmel seiner Lyrik frönen – sind die Engeli vermuetli nicht grad am pubertieren… … ob egal oder nicht – war halt so.

FE Feb 23

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