Ja, und itzt fragt ihr euch sicherlich gopfertelli no mau, das ischt scho lang kein Ufsatz für die Schuel meh und auch kein Epilog – das hat sowieso das Esti verbrochen gehabt den Epilog – die hat gemeint, ja die Leute seien dann nicht zufrieden und würden einen Muggigrind machen, wenn man einfach mit der Gschicht aufhöre, da müsse man abschliessen und bla bla bla – ja, Frau Lehrerin…
Ich habe dann gesagt mir doch gliich, die Geschicht ischt haut fertig gsi, und wenn fertig ischt chan ig ja nüm schribä wius nüm git…. dann hat Esti eben gemeint dann soll ich eben den Epilog schreiben. Das sei einfacht wie eine Gschicht wo die sachen drin sind die nach der Gschicht eben noch fertig passiert sind, wenn ihr wisst wie ich meine?
Aber eben. Ich wollte verzellen, wieso das hier steht.
Wo eben das Esti dann grad frisch weg war, und ich das grosse Loch hatte, war eben das Pech grad da. Der Fridu, der war irget wiä scho witer u chli euter, ja wegem Januar oder irget so hat der zwar schon spät angefanggen, mit der ganzen Schulbankdrückerei – er ischt aber dann hockä blibä u wägedämm aus i mir Klass. ja und itz war er haut plötzli sehr an der Gloria interessiert.
Die Gloria, das ischt die Tochter vom Sohn vom Cousin vom Konschtantin, dr beizer vo ennert em bach. Alle Gielen in einem gewissen auter finden die dann schon der Hammer, die Gloria. Wegen rum weiss ich eigetli gar nicht. Die hat halt schon viele viele Haare, so löckli haut u de bis zum Füdlä abe, von einem wirklich schönem rotbraun.
Ja auso ich fand die ehner ein bitzeli langweilig. Zum aaluege war es schon guet, immer suberi Chleider und so, aber die hat immer auf den boden geschaut und die Schnörren fascht nicht abenang gebracht. Aber Fridu war evidament angerer Meinung, und hatte nicht mehr so viu Zyt für e Mänu und mir.
Ja, und wes mir grad vom Mänu haben. Dem seine Eltern haben eine Abodek geführt, auso tun sie. Und dann ischt scheinbar einer in der Stadt voren gestorben, der immer so gschpässigs in seinerAbodeke zämen gmixt het. So von der Natur, mit Pflanzen und Mond und ja numä links umä rühre…. Ja, und die eltern vom Mänu haben diese dann grad gekauft, die Abodeke auso, mit em gspässige gmixe. Jetzt hatten sie 2 abodeken und gar keine zeit mehr für den Mänu. Derfür haben sie ihn in die Rudolf Steiner schule, auf dem affenfelsen oben gschickt. Auso war der auch fascht weg.
Ja was wollte ich denn nun? U du bin ich halt dann des öfteren bei der Ehrenbürgerin aufgeschlagen. Ich denke, der war auch öpen diä chli langweilig. Ja, und da haben wir Tee getrunken, und öppen über das Dorf einwenig gläschteret. Auso die Frau Schnegg, die kam emel nie guet weg. Aber das ist auch eine dumme Gumsle.
Auso, das Trudi, ja wir sind nun mal duzis, man kann nicht Ehrenbürgerin und Gründungsmitglied der Bananerebublik sein und engang nicht duzen. eben, das Trudi hatte dann in der Küche so etwas wie ein antikes Abodekerschäftli, aus ganz dunklem holz mit öppen sibehundert chlinä schublädli. und dort drinnen hatte sie eben dann immer ein Tee vo irget emne ort uf der Chugle, wo sie mal gelebt hat.
Ja, und dann hat sie gmeint., wir würden uns doch da mal derdür trinken, dabei käme ihr sicher eine gueti Gschicht oder zwe dreiä vo ebe dörten wider in den sinn.
Ich auso bin da ehner so der Sirup, Rivella oder Goggi, das isch fascht zbescht typ, aber die Storys hani haut scho wöuä losa u ha nid wöuä unhöflich sy… U der Aafang het si mit Marokanischer Münze gmacht, das wurde dann in einem komplizierten und verzierten Chännli gmacht u vo höch i ganz chlini dassli gäh. Dä isch zwar starch aber ü süess u richtig guet gsi. U Gschicht derzue ou.
Ja, u eis mau hei mir Tee vo ängland trunke, so im Chrüegli, ja guet la zieh, mit zersch dr chaute miuch… auso usgseh hets nach nütem, aber we me gäbig zucker mit em siuberzangli dri git de ischs fei guet auso… Fou fäu hat dann die Gertrude die gueti seel gmeint, ja tFrou Heimbächler heig ihre äbe mi ufsatz zum läse gäh.
tja.
Blööd, hani gad e schluck Tee inhaliert vor chlupf, wiu dert hani ja gschribä gha wäge dr dassli im Schrank…
Ja u nachdämm ig wider ha chönnä schnufä hani du gmeint ja auso, das sig mir de nienä rächt, gar nienä mit de Tassli im schrank u so, u denn heig ig se haut nit kennt, ja itz schiess si mi äuä ussä u wett nie meh öppis vo mir ghörä… u mir isch zWasser fasch scho glüffä mit em Esti wäg und der Fridu verliebt und em Mänu wo si name tanzet, aber si het numä gredi ussä glachet u gmeint aba, was äch… dumms züg. Si heig dä ufsatz äbe fei guet gfunge, auso aus gschicht eifach u wis verzeut sigi. Ja u zu dämm Tee gäbs ou e gschicht, aber die sig trurig, si mögi nid – aber si heig dänkt si wöu mir das gäh, eventuell sig das bi mir guet ufghobe –
Es isch es Buech in Läder i bundä und e Schriber ganz schwarz… u si meint, ja das Buech sigi lär ussert uf dr letschte Sytä – dört heig si öppis gschribä – dr räscht sigi für mi. Das sig khei verpflichtig, aber vilich chiem mir ja öppis i sinn? U lueg, wet am schrieber obä draisch, de chunnt e bleistift Minä füre … ja dä Schriber sig us silber – u wenn ig ne de bruchi glänzi er wider wi von alei.
Auf jeden fall war ich dann ziemli ergriffen von dem Geschenk, das Buch und eben dem Griffel. Bishär war halt schreiben schon eher eine Pflicht – so Aufsätze für die Schuel und so.
In Gedanken habe ich mir schon gefallen, so als Schreiberling, der da Geschichten, Hischtorien, ja vilich gar episches zu papier bringt, aber eben, der Wunsch ist vieleicht Vater des gedanken, was aber derbi usä chunt ischt öppen diä Wunschdänke…
Was ich damit sagen will, also ich hatte schon riesen Freude am Geschenk, aber bis ich da endlich was bröseln konnte gings dann schon eine weile… habe ich viel zeit im Bett auf dem ranzen gelegen. und die mine am blofi füren gedreht gehabt, und auf die weisse Seite geglotzt aber irget wiä wollte und wollte mir nüt schlaues in den sinn kommen um in das wungerschöne buech hinein zu schreiben. Ja und gad jeden blödsind kommt mir nicht hinein. aber dann kam mir halt das Leben zu hilfe – Fridus Papa ist wieder mal aufgetaucht.